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Fulminanter Start in den Frühling

Mölln – Mit viel Trubel und rund 100 Gästen und Interessierten wurde am Sonntag, 15. März, die Frühjahrsausstellung im Herrenhaus des Stadthauptmannshofes in Mölln eröffnet. Gleich fünf großartige, norddeutsche Künstlerinnen und Künstler hatte Kuratorin Antje Ladiges-Specht eingeladen, um dem Motto „Wald Wiesen Wasser“ Leben einzuhauchen. Kunstwerke, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, zieren seitdem die alten Gemäuer … Großformatige Gemälde zum Thema Wasser der Aumühler Künstlerin und Ozeanografin Anja Witt begrüßen die Gäste bereits im Eingangsbereich des Medaillongebäudes. Rechter Hand geht es mit überraschenden Bildern zum Thema Natur von Christiane Leptien weiter, die ihre „Paradiesmomente“ geschaffen hat. Überall kann man in den unteren Räumen zudem die großen Holzskulpturen aus Jackfruitholz, Frangipani oder beispielsweise Teakholz entdecken, die von der Bildhauerin Franziska Seifert geschaffen wurden. Im Treppenhaus hängen geschwärzte Lianen und im ersten Stock überraschen weitere Skulpturen sowie die detaillierten, feinen Zeichnungen auf alten Briefen oder Papieren des Lübecker Künstlers Matthias Eichel. In ganz eigen kreierten Formen und Fotos von teils farbenfrohen Kompositionen hält der ebenfalls in Lübeck tätige Georg Feyerabend Strukturen und die Erinnerung an die Natur fest.

Nach den Grußworten des Präsidenten der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Klaus Schlie, konnten die Anwesenden abwechselnd Teile der Laudatio von Meinhard Füllner, Kreispräsident a.D., und Harfen-, Klavier- sowie Akkordeonklängen lauschen. Insgesamt sechs Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule spielten virtuos und verzückten das Publikum mit einem perlenden „Wasserfall“ oder wunderbaren, frühlingshaften Melodien. „Dieses Zusammenspiel von Kunst und Musik … das war ganz fantastisch und außergewöhnlich!“, begeistert sich ein Besucher der Vernissage, der sich bereits kurz nach der Eröffnung der Vernissage gemeinsam mit seiner Frau ein Bild von Matthias Eichel gesichert hatte. Noch bis zum 19. April können Interessierte jeweils am Samstag und Sonntag bei freiem Eintritt in der Zeit von 13 bis 17 Uhr wunderbare Kunst im Stadthauptmannshof entdecken!

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Frühjahrsausstellung: Wald Wiesen Wasser

Mölln – In der Frühjahrsausstellung der Stiftung Herzogtum Lauenburg werden Arbeiten norddeutscher Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die sich der Wechselwirkung von Kunst und Natur widmen. Die Vernissage findet am Sonntag, 15. März um 11.30 Uhr im Stadthauptmannshof statt (Hauptstr. 150, 23879 Mölln – barrierefrei). Meinhard Füllner (Kreispräsident a.D.) führt in die Ausstellung ein. Für die musikalische Umrahmung sorgen Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule. Sie sind Preisträgerinnen und Preisträger des Musikschulwettbewerbs. Die von Antje Ladiges-Specht kuratierte Ausstellung läuft bis einschließlich 19. April und ist samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern:

Die Malerei von Anja Witt aus Wentorf ist vom Meer inspiriert. Ihre Bilder entfalten eine bildnerische Sprache für das, was unter der Oberfläche liegt: Strömungen, Schichtungen, Bewegung oder Austauschprozesse.

Die Hamburger Bildhauerin Franziska Seifert hat für ihre Holzskulpturen eine besondere Technik bei Schnitzern in Bali gelernt. Es geht dabei um ein Gefühl spiritueller Hingabe und großer Fähigkeit, das einem plötzlich innewohnt.   

Die Geesthachter Malerin Christiane Leptien nimmt bei Streifzügen durch die Natur die Umgebung mit allen Sinnen wahr. Im Atelier tritt sie in einen Dialog mit den Eindrücken.

Georg Feyerabend aus Bliestorf entwickelt Bilder und Kompositionen aus Pflanzenteilen. Er lässt sich von den Farben und Strukturen zu neuen Zusammensetzungen inspirieren, die aber immer schon da waren.

Der Lübecker Matthias Eichel kombiniert filigrane Zeichnungen von Bäumen und Landschaften mit alten Briefen, Rechnungen und Papieren. Er thematisiert damit Vergänglichkeit, verloren gegangene Bedeutungen und Spuren, die die Zeit hinterlässt.

Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Kranich-Installation des Naturschutzreferenten der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Foto: Antje Ladiges-Specht

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Osterbasteln op Platt

Mölln – Wenn kleine Hände eifrig basteln, fröhliche Lieder erklingen und es nach Farbe und Vorfreude auf Ostern duftet, dann findet im Zentrum für Niederdeutsch das Osterbasteln statt. Am Samstag, 21. März, wird von 14 bis 15.30 Uhr gemeinsam gebastelt, gesungen und gelacht. Kinder sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten Osternester zu gestalten und Eier bunt zu bemalen. Alle Materialien werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die passende Stimmung sorgen plattdeutsche Osterlieder mit Uli Gröhn. Die Leiterin des Zentrums für Niederdeutsch, Marie Sophie Koop, freut sich auf viele kleine und große Gäste: „Die Bastelanleitung erfolgt auf Plattdeutsch – aber keine Sorge: Wenn etwas unklar ist, helfen wir natürlich auch auf Hochdeutsch weiter.“ Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Die Veranstaltung findet im Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, statt. Anmeldungen werden bis zum 18. März per E-Mail an m.koop@stiftung-herzogtum.de entgegengenommen.

Foto: Marie Sophie Koop

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Vortrag über das Lesebuch Landschaft

Mölln – Prof. Dr. Holger Behm erläutert in seinem Vortrag am Donnerstag, 19. März um 19.30 Uhr im Stadthauptmannshof (Hauptstraße 150, 23879 Mölln), wie unterschiedlichste Landschaften gelesen werden können. Die Veranstaltung der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist kostenlos.

Landschaften sind wie Bücher, die in Sprachen geschrieben wurden, die immer weniger Menschen verstehen. Sie spiegeln das Natürliche und das Menschliche in der zeitlichen Entwicklung wider. Vom Vortragenden wurde ein einfacher Schlüssel entwickelt, der Landschaften und ihre Elemente erklärbar macht und eine methodische Stütze zum Erkennen des Besonderen in unterschiedlichsten Landschaften bietet. Verbunden mit einem gedanklichen Streifzug durch Norddeutschland und den Rest der Welt, wird die Landschaft zum spannenden Lesebuch für Jung und Alt. Ein Buch, das Sie nach dem Vortrag nicht aus der Hand legen werden.

Der Referent war bis zum Eintritt in den Ruhestand im November 2024 Fachgebietsleiter für Landschaftsplanung und Landschaftsgestaltung an der Uni Rostock, z. Zt. Bearbeitung von Forschungsschwerpunkten mit Universitäten in China.

Foto: pixabay – Roland Mey

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Niederdeutsches Autorentreffen

Mölln – Am 9. Mai findet ab 10 Uhr auf dem historischen Gelände der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Hauptstraße 150, 23879 Mölln, zum 20. Mal das Niederdeutsche Autorentreffen statt. Die Veranstaltung rückt die niederdeutsche Literatur in ihrer ganzen Vielfalt in den Mittelpunkt und bietet Autorinnen und Autoren auch über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus eine Bühne.

In jeweils zehnminütigen Lesungen präsentieren die Teilnehmenden selbst verfasste Texte auf Niederdeutsch. Dabei wird deutlich, dass das Spektrum niederdeutscher Literatur weit über traditionelle Erzählformen hinausgeht. Auch moderne Themen finden ihren Platz im Plattdeutschen und eröffnen dem Publikum facettenreiche Einblicke in Sprache, Stil und regionale Unterschiede der Dialekte. „Gerade diese Vielfalt zeigt, wie lebendig und zeitgemäß Niederdeutsch heute ist“, erklärt Marie Sophie Koop, Leiterin des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein.

Das Niederdeutsche Autorentreffen ist als offene Lesebühne konzipiert. Eine vorherige Veröffentlichung der Texte ist nicht erforderlich, ein festes Schreibthema gibt es nicht. Insbesondere junge Menschen und Schreibende ohne Vorerfahrung sollen ermutigt werden, sich zu beteiligen.

Eine Premiere gibt es in diesem Jahr ebenfalls: Der Offene Kanal Lübeck zeichnet die Lesungen für das Radio auf. Voraussetzung für eine Teilnahme als Autorin oder Autor ist, dass die Texte auf Niederdeutsch und ohne den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verfasst wurden. Anmeldungen sind bis zum 20. März 2026 per E-Mail an niederdeutschesautorentreffen@gmx.de möglich. Eingereicht werden müssen der Text als Textdatei, persönliche Kontaktdaten sowie eine Kurzvita. Zudem ist anzugeben, ob die Texte uneingeschränkt und kostenlos auf der Internetseite des Kulturportals und des Zentrums für Niederdeutsch veröffentlicht sowie für das Radio aufgezeichnet und anschließend online bereitgestellt werden dürfen.

Begleitet wird das Autorentreffen von einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm zwischen 10 und 18 Uhr. Ziel der Veranstaltung ist es auch, Menschen anzusprechen, die bislang wenig Berührung mit Plattdeutsch hatten. Sie erhalten die Gelegenheit, unterschiedliche Dialekte kennenzulernen und die Sprache in ihrer lebendigen Vielfalt zu erleben.

Foto: Sabine Riege

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Auftakttreffen zu „Literatur im Kreis“

Literatur-Austauschforum im Stadthauptmannshof

Mölln – Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hatte in den vergangenen Monaten als Einrichtung für Kulturförderung des Kreises Interessierte dazu aufgerufen, sich an einer Art Bestandsaufnahme zum Themenfeld „Literatur im Kreis“ zu beteiligen. Literatur ist allgegenwärtig, so es gibt es Literaturkreise, in denen aktuelle Belletristik besprochen wird, Schreibwerkstätten, Quiz-Veranstaltungen in Büchereien, Vorlesewettbewerbe in Schulen, regionale Buchmessen und – natürlich – Lesungen sowie beispielsweise einen Lesefrühling und einen Bücherherbst. Es haben sich viele Personen gemeldet, die die ganze Bandbreite des Themas abbilden. Ob Leiter eines Lesepatenprojekts, professionelle Schriftstellerinnen, leidenschaftliche Lyriker oder Büchereileitungen: Sie alle tragen ihr schriftstellerisches Schaffen und/oder ihre Affinität zum geschriebenen Wort zu den Menschen im Kreis und darüber hinaus.

Und bereits jetzt sprudeln die Ideen: Anregungen zu einer digital-regionalen Text-Austauschbörse wurden ebenso ins Feld gebracht, wie Vorschläge zur Vernetzung von Lesekreisen bis hin zur Einrichtung einer digitalen Börse für Vorlesende.

Nun laden die Initiatoren der Stiftung zu einem Literatur-Austauschforum in den historischen Stadthauptmannshof im Herzen Möllns (Hauptstraße 150) ein und hoffen auf viele Teilnehmer.

„Wir wollen uns am Donnerstag, 5. März, in der Zeit von 18.30 bis 20 Uhr, einen gemeinsamen Überblick über relevante Themen zur Literatur im Kreis verschaffen, neue Ideen zur Förderung von kreisweiter Literatur entwickeln und beispielsweise mögliche Zielsetzungen von Netzwerkarbeit definieren“, erklärt Stiftungs-Vorstand Jörg-R. Geschke, der das Projekt angeschoben hat. „Vielleicht können wir an diesem Abend sogar erste Maßnahmen oder Veranstaltungen festlegen oder anderes konkretisieren!“

Gestartet wird der Abend mit einem Podiumsgespräch, in dem die Aspekte von zeitgenössischer Literatur aus unterschiedlicher Perspektive erörtert und Publikumsfragen thematisiert werden sollen. Als Gäste begrüßt Kulturvermittler Jörg-R. Geschke den Verleger und Träger des Deutschen Verlagspreises 2020 und 2021, Wolf-Rüdiger Osburg aus Ratzeburg. Ebenfalls aus Ratzeburg ist Schriftsteller Matthias Kröner mit von der Partie, der neben digitalen Literaturprojekten auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2023 und International Travel BookAward 2025 nominiert war. Die Lauenburgerin Ingrid Bussmann betreut den Lesekreis an der VHS Schwarzenbek – sie ergänzt die Runde.

Anschließend wird es Raum für weitere Gespräche geben. Für Getränke und Snacks ist gesorgt. Es wird um Anmeldung per Mail an info@stiftung-herzogtum.de oder unter der Telefonnummer 04542-87000 gebeten.

Foto: Björn Martens

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„Wir haben gemeinsam einen Moment geteilt!“

Afghanisch-europäischer Abend im Möllner Stadthauptmannshof

Mölln – Am Ende gab es im ausverkauften Festsaal des Stadthauptmannshofes stehende Ovationen für das extra für diesen Abend am 24. Januar zusammen gestellte siebenköpfige Ensemble mit Künstlerinnen und Künstlern aus Afghanistan, Tadschikistan und Deutschland.

Das einzigartige Konzept für diesen afghanisch-europäischen Abend, eine unterhaltsame Mischung aus persischen Liedern in moderner Interpretation, abendländische Musik von europäischer Klassik bis zum jazzig interpretierten Volkslied und Texten aus Johann Wolfgang Goethes „West-Östlichem Divan“ zu präsentieren, ging für die Veranstalter, die Stiftung Herzogtum Lauenburg und die Initiative „Share my music“, voll auf.

Zweihundert Jahre nachdem Goethe seinen Divan schrieb, trafen Orient und Okzident kulturell zusammen – und es passte sowohl künstlerisch als auch menschlich.

Durch den Abend führte Jörg-Rüdiger Geschke, der die Idee zum west-östlichen Kulturabend nach einem Besuch im Restaurant Seidenstraße in Mölln entwickelte. Dass der Inhaber Zabih Hidayat in seiner Heimat eine Sufi-Rock-Band hatte und Sänger ist, tat sein Übriges. Geschke las im Rahmen der Veranstaltung ausgewählte Texte aus der Gedichtsammlung, erläuterte Hintergründe zu Goethes Lyrik und gab dabei eine unterhaltsame Einführung in persische Mystik und Denkweisen des Sufismus, immer mit Blick auf Goethes Gedankenkosmos und vor allem dessen sehr aktuellen Poesie, in der die Gemeinsamkeiten von morgen- und abendländischem Denken gefeiert werden. Von unkonventionellen, mittelalterlichen Denkern und Dichtern des Islam war die Rede, aber auch von Goethes Kritik an der streng dogmatischen Koran- oder Bibelauslegung.

Dazu kamen persische Musik und Lieder nach Texten dieser Dichter, dargeboten neben Zabih Hidayat von Samin Zafar am afghanischen Nationalinstrument, der Kurzhalslaute Rubab, dem Gitarristen Shoaib Haidary und dem großartigen Rhythmiker Khayrullo Dadoboev aus Tadschikistan. Anna Bertram am Flügel, Peter Köhler am Cello und Jörg-Rüdiger Geschke an der Gitarre setzen europäische Akzente, wobei Anna Bertram mit der Interpretation zweier Kunstlieder von Felix Mendelssohn nach Texten aus Goethes Divan einen musikalischen Farbtupfer beisteuerte.

Ganz besonders verfing beim Publikum das Finale, bei dem alle Musiker eine Komposition von Zabih Hidayat gemeinsam mit improvisatorischen Einwürfen erklingen ließen. Nicht unausgesprochen blieb das Leid der Menschen im Iran und Afghanistan und umso intensiver erlebten Publikum und Künstler den – wie Zabih Hyídayat es auf den Punkt brachte – besonderen Moment geteilter Kultur und vereinten Empfindens.

Im Rahmen des Abends gab es neben iranischen und afghanischen Köstlichkeiten eine Ausstellung der Arbeit des Vereins Afghanistan-Schulen. Es kam eine erfreuliche Summe an Spenden zusammen, mit denen dieser Verein noch immer Schulen in Afghanistan unterstützten kann. 

Samin Zafar mit dem afghanischen Nationalinstrument Rubab.

Die Veranstaltung unter dem Titel „West-östlicher Divan“ vereinte Musik und Lesung in einem außergewöhnlichen afghanisch-europäischen Abend.

Sänger Zabih Hidayat zog mit seiner Performance die Zuschauer in den Bann. Fotos: Jens Butz

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West-östlicher Divan

Ein Abend mit afghanischer und europäischer Musik mit Texten von Johann Wolfgang von Goethe

Mölln – Die Poesie in Goethes Spätwerk „West-östlicher Divan“ ist ein zentraler Bestandteil dieser interkulturellen Konzert-Lesung am 24.01.2026, um 19.30 Uhr im Stadthauptmannshof (Zugang barrierefrei) in der Hauptstraße 150 in Mölln. Der Eintritt beträgt 20 Euro, erm. Kinder bis 14 Jahre kostenlos, 14 bis 18 Jahre 10 Euro. Tickets sind über Lübeck-Ticket erhältlich: Klicken Sie bitte HIER. Abend- und morgenländische Musik-Kulturen erklingen vom afghanischen Nationalinstrument Rubab und Percussion bis zu Cello und Klavier.

Persische Meister-Musiker, eingeladen vom in Mölln lebenden Zabih Hidayat – einem erfahrenen Künstler sufistischen Gesangs – treffen auf abendländische Musiktraditionen und Ausschnitte aus Goethes vielfältigem Buch, das Kulturen scheinbar mühelos verbindet. Außerdem gibt es Informationen über den Verein Afghanistan-Schulen sowie kleine Köstlichkeiten vom Restaurant „Seidenstraße“.

Ein anregend-genüsslicher Abend zwischen Abend- und Morgenland, Tradition und Moderne, Musik und Literatur.

Zabih Hidayat, Gesang & Rezitation – Ahmad Samim Zafar, Rubab – Khayrullo Dadoboev, Percussion – Ahmad Shoaib Haidary, Gitarre

Zabih Hidayat wurde 1986 in Kunduz, Afghanistan, geboren. Aufgrund der politischen und sozialen Instabilität in seiner Heimat verbrachte er Teile seines Lebens als Migrant in Pakistan, Indien, der Türkei und im Iran. Neben einem Wirtschaftsstudium ist sein Leben geprägt von einem leidenschaftlichen Interesse an Musik und kulturellen Initiativen. Er gründete die erste Sufi-Rock-Band Afghanistans und verband traditionelle Spiritualität mit modernen Klängen. Heute leitet er Restaurant & Pension Seidenstraße in Mölln, das authentische persische und orientalische Küche anbietet und zugleich zu einem interkulturellen Austausch in der Gemeinschaft beiträgt.

Ahmad Samim Zafar spielt die Rubab, das Nationalinstrument Afghanistans, und ist internationaler Botschafter des afghanischen Musik-Erbes. Er legt Wert auf die Verbindung von Volkstraditionen mit modernen Einflüssen. Khayrullo Dadoboev stammt aus Tadschikistan und spielt seit seiner frühen Kindheit auf der traditionellen Rahmen-trommel Doyra. Seine professionelle Virtuosität machte ihn zum gern gesehenen Gast in vielen Projekten und auf internationalen Festivals.

Ahmad Shoaib Haidary lebt seit acht Jahren in Deutschland. Derzeit arbeitet er in einem Krankenhaus in Wiesbaden. Schon in Afghanistan komponierte er und widmete sich mit professionellem Anspruch der Gitarre.

Anna Bertram, Klavier & Gesang – Peter Köhler, Cello – Jörg-R. Geschke, Gitarre & Rezitation

Anna Bertram ist eine vielseitige Musikerin, die nach ihrem Musikstudium als Solistin und in verschiedenen Projekten von Klassik bis Jazz sowie als Theatermusikerin brilliert. Peter Köhler ist ebenfalls in vielen Stilistiken und Projekten zuhause, u.a. zusammen mit Jörg Geschke im Duo „Ten Strings“ – gemeinsam werden die drei Musiker aus der Region abendländische Traditionen erklingen lassen.

Wer sich selbst und andre kennt

Wird auch hier erkennen:

Orient und Okzident

Sind nicht mehr zu trennen.

Eine Veranstaltung der Stiftung Herzogtum Lauenburg in Kooperation mit dem Verein zur Unterstützung von Schulen in Afghanistan e.V., Share my Music und Restaurant & Pension Seidenstraße. Fotos: privat

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Weihnachtsgruß

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Wir sind dann mal weg…

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29.11: PowerPoint Karaoke auf Hoch- und Plattdeutsch

Ratzeburg – Was passiert, wenn man eine PowerPoint-Präsentation halten muss, deren Inhalt man jedoch noch nie gesehen hat? Richtig: PowerPoint Karaoke. Sechs mutige Teilnehmer stellen sich dieser lustigen Herausforderung auf Hoch- und Plattdeutsch am Samstag, 29. November um 18.30 Uhr im Kinder- und Jugendzentrum Stellwerk (Schweriner Straße 39 in Ratzeburg). Der Eintritt ist frei.

Wer Sieger wird und den Pokal gewinnt, entscheidet das Publikum. Es verspricht ein unterhaltsamer Abend voller Lachen, Überraschungen und großartiger Momente zu werden.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein, des Diakonischen Werks Herzogtum Lauenburg sowie der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Foto: Marie Sophie Koop

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AUSGEBUCHT: Bloßes Mundwerk – ein A Cappella-Abend in Mölln

Mölln – Das Instrument des Jahres 2025 ist die menschliche Stimme – Grund genug, auch in Mölln wieder „bloßes Mundwerk“ zu präsentieren. Drei A-Cappella-Ensembles treten dazu im Stadthauptmannshof am Samstag, 22. November um 19.30 Uhr auf (Hauptstr. 150, 23879 Mölln, Zugang barrierefrei). Der Eintritt beträgt 20,00 Euro. Anmeldung bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg unter info@stiftung-herzogtum.de oder Tel. 04542/87000. Die Karten sind auch online erhältlich: https://shop.luebeck-ticket.de/luet/stiftung-herzogtum-kultursommer/.

Gastgeber ist das lokale Männerquartett ARTgenossen. Das Ensemble hat zwei weitere Vokalgruppen eingeladen: einmal das gemischte Küchenquartett, seit fünf Jahren in der Zarrentiner Kulturszene aktiv. Das Quartett singt vielfältige Arten von Vokalpop mit fremden und eigenen Arrangements. Der Höhepunkt des Abends ist der Auftritt von Amita. Die vier jungen Frauen aus Lübeck und Leipzig sind nach Meisterkursen mit den weltberühmten King’s Singers fester Bestandteil des Schleswig-Holstein-Musikfestivals. Amita vereinen die verschiedensten Musikstile, von skandinavischem Folk über bekannte Popsongs zu klassischer Vokalmusik. Die Sängerinnen nutzen die Verbindung von Musik und Sprache im Gesang, indem sie mit ihren Stücken auch Geschichten erzählen – so auch in ihrem aktuellen Programm „Was wirklich zählt.“ Foto Amita: Ronja-Marei Kluge

Auch die ARTgenossen sind an diesem Abend im Stadthauptmannshof. Foto Pauline Ledeboer

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Ein Rückblick: Gemüse und Hormone – Poetry bringt einiges zu Tage

Mölln – Während der eine über Gemüse fabulierte, sang die andere über Hormonkapriolen und Lebensphasen – was ging da ab, in der Stiftung Herzogtum Lauenburg? Vielleicht denken viele beim Halbjahresprogramm der Stiftung an Vorträge zu Natur und Umwelt, an Exkursionen zu historischen Orten, klassische Musik oder auch Kunstausstellungen. Ein Poetry-Slam gehört für die meisten sicherlich nicht zu den ersten Veranstaltungen, die ihnen einfallen, wenn sie an die ehrwürdigen, alten Mauern des Stadthauptmannshofes im Zentrum von Mölln denken. Und doch: Am Freitag, 7. November, erschallte lautes Gelächter und tosender Applaus aus dem Festsaal, es wurde gereimt, vorgetragen und gesungen, denn die Stiftung hatte erneut das Format „Poetry Slam“ in die Eulenspiegelstadt gebracht. Mit dem Kieler Björn Högsdal, seines Zeichens Autor, Moderator und mehrfach ausgezeichneter Slam-Poet, brachten die Programmplaner der Stiftung einen Profi des Slams ins Herzogtum, der bereits seit Anfang der 2000er auf unterschiedlichste Art seine Wortakrobatik zeigt. Mit viel Charme, Humor und Witz moderierte er die Auftritte der insgesamt vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ihre Geschichten mal in Reimform, als Text oder mit winzigen musikalischen Abschnitten präsentierten. Die beiden Herren mussten sich durch Wertung der mehrköpfigen Publikums-Jury nach der ersten Runde geschlagen geben und den beiden Damen das Feld überlassen. Und letztlich galt auch hier: Nur eine kann gewinnen. Das Publikum hatte das letzte Wort – oder besser, den letzten Klatscher, denn wer den lautesten Applaus erhielt, sollte siegen. Und so wurde unter lautem Klatschen nach der letzten Slam-Runde Monika Mertens aus Hamburg für ihre Performance zur Siegerin gekürt. Allen Teilnehmenden und den Veranstaltern war nach der komplett ausverkauften Veranstaltung, die die Wände zum Wackeln brachte, eines ganz klar: Dieses Highlight ist wiederholungswürdig!

Zum Bild: Die letzte Entscheidung steht an und Björn Högsdal (re.) verkündet den Namen der Siegerin: Monika Mertens (li.). In der Mitte Lena Meckenstock, die als stolze Zweitplatzierte den Slam beendete. Foto: Stefan Büngens

Arne Poeck und Björn Högsdal Foto: Stefan Büngens

Foto: Marie Nehls

Jann Wattjes und Björn Högsdal Foto: Stefan Büngens

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Ein Rückblick: Klassik trifft Tango – ein seltener Genuss für Musikliebhaber

Mölln – Im Rahmen der Akademiekonzerte der Stiftung Herzogtum Lauenburg werden in Mölln Solo-Konzerte oder Konzerte in kleinerer Besetzung konzipiert. Diese überzeugen durch Klasse und Professionalität der Musiker und bringen dem Publikum die Vielfalt klassischer Musik näher. Anfang November begeisterten im Stadthauptmannshof fünf Talente mit einem außergewöhnlichen Programm, denn das Konzert vereinte zwei Stilrichtungen, die auf den ersten Blick scheinbar nichts gemeinsam haben: Klassik und Tango. Im ersten Teil des Konzertes widmeten sich die Musikerinnen und Musiker des Ensembles „Chant et jeu“ auf sehr abwechslungsreiche Art der als „ernste Musik“ bekannten Klassik der Spätromantik. Das Publikum lauschte der Moderation von Friedrich Szepansky, der als Pianist auch gemeinsam mit Vahram Sardarjan (Violine) und Noelia Balaguer-Sanchis (Violoncello) überzeugte und dem Gesang von Mezzosopran Ilme Stahnke. Nach der Pause offenbarten sich dem Publikum beim für Klavier, Cello und Violine bearbeiteten lateinamerikanischen Teil des Konzertes, die Berührungspunkte von Klassik und Milonga. Norman Röhl (Gesang) entführte die Anwesenden mit der Darbietung verschiedener Stücke spätromantischer Zeitgenossen in spanisch-leicht anmutende Musikgefilde. Gerade in dieser bearbeiteten Form wurden mittels spezieller Arrangements deutlich, dass die spätromantische Epoche nicht nur klassische Musik, sondern eben auch den Tango hervorgebracht hat. Foto: Anja Schemhoff

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7.11.: Poetry Slam in Mölln (ausgebucht)

Mölln – Der beliebte Poetry Slam findet nach einer Pause wieder im Möllner Stadthauptmannshof an der Hauptstraße 150 in Mölln statt. Der Termin ist Freitag, 7. November um 19 Uhr. Die Veranstaltung ist allerdings schon ausgebucht.

Ein Mikro, ein paar Minuten und jede Menge kreative Power – das ist Poetry Slam! Freut euch auf erfahrene Wortakrobaten, die mit ihren Texten begeistern, provozieren und berühren. Egal, ob tiefgründige Lyrik, witzige Anekdoten oder explosive Wortkunst – an diesem Abend ist alles erlaubt, solange es selbst geschrieben ist. Ihr entscheidet, wer den Slam gewinnt!

Die Moderation übernimmt wieder der Kieler Björn Högsdal (assemble ART), der selbst erfolgreicher Poetry Slammer ist. Er schreibt Punchline-Prosa, kabarettistische Lyrik und Satiren. Er ist Preisträger verschiedener Literaturwettbewerbe sowie Sieger unzähliger Poetry Slams. Foto Björn Högsdal: Sascha Reinhold

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8.11.: Klassik trifft Tango

Große Kunst: „Klassik trifft Tango“ mit dem Ensemble „Chant et jeu“

Mölln – Die Reihe der Akademiekonzerte der Stiftung Herzogtum Lauenburg wird am Samstag, 8. November um 19 Uhr mit einem besonderen Höhepunkt fortgesetzt, diesmal mit dem fabelhaften Ensemble „Chant et jeu“. Das Ensemble besteht aus einem Klaviertrio, einer Sängerin und einem Sänger. In ihrem Programm werden die beiden entgegengesetzt wirkenden Genres Klassik und Tango einander gegenübergestellt. Dabei werden die einzelnen Stücke moderiert.

Das Konzert findet im Stadthauptmannshof an der Hauptstraße 150 in Mölln statt (barrierefreier Zugang). Der Eintritt beträgt 25 Euro (Schüler/Studenten frei). Mitglieder der Fördergesellschaft bezahlen 20 Euro. Anmeldung bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg unter info@stiftung-herzogtum.de oder Tel. 04542/87000. Die Karten sind auch online erhältlich: https://shop.luebeck-ticket.de/luet/stiftung-herzogtum-kultursommer/.

Auch wenn Klassik – also „ernste Musik“ – und Tango auf den ersten Blick nichts miteinander gemein haben, lohnt es sich, die Berührungspunkte näher zu betrachten. Viele Werke der tatsächlich „klassischen“ Komponisten Haydn, Mozart, Beethoven und ihrer Zeitgenossen dienten der Unterhaltung, denn sie waren oft Auftragswerke für Gesellschaften im Freien und im Saal.

Tango hingegen ist Lebensart, Gesellschafts- und Sozialkritik und – natürlich zentral – Liebe und Leidenschaft. Und Tango ist durchaus komponiert mit Stilmitteln der Zeitgenossen Puccini, Ravel, Strawinsky und später auch des Jazz. Also einander gar nicht so fremd.

Nach einem Klaviertrio von Beethoven und Klavierliedern der spätromantischen Epoche werden Tangos/Milongas von Astor Piazzolla, Pablo Ziegler u.a. in speziellen Arrangements gespielt. Insbesondere sind die spätromantischen Lieder in derselben Zeit entstanden wie die lateinamerikanischen Tangos. Ein Vergleich lohnt also.

Eine Kooperation mit dem LandFrauenVerein Ratzeburg und Umgebung e.V.

In den Akademiekonzerten werden Solo-Konzerte oder Konzerte in kleiner Besetzung konzipiert, mit denen dem Publikum die Vielfalt klassischer Musik nähergebracht werden soll.

Foto: Szepansky

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Herbstausstellung: Natur ist Kunst

Mölln – In der Herbstausstellung der Stiftung Herzogtum Lauenburg werden Arbeiten norddeutscher Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die sich mit Natur auf je eigene Art befassen. Dabei werden die Besucher dazu ermuntert, sich auf die Gemeinsamkeiten einzulassen – auf die gleichrangige Kreativität von Natur und Kunst.

Zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern:

Die erste große Lehrerin von Matthias Bargholz aus Mecklenburg-Vorpommern war die Natur. Expressive Farbigkeit und formale Freiheit verbinden sich mit einer kontemplativen, fast meditativen Nähe zu seinen Motiven. 

Die künstlerische Arbeit von Alexa Binnewies aus Wentorf ist von der Auseinandersetzung mit dem Klimawandel und dem menschlichen Einfluss auf die Umwelt geprägt. Da Insekten so wichtig für das ökologische Gleichgewicht und gleichzeitig so gefährdet sind, rückt die Künstlerin Käfer, Ameisen & Co. in den Fokus ihrer Serie „Un-Welt“.

Holger T. Kirk aus Güster ist fotografierender Biologe und fasziniert von allen Lebewesen. Begeisterung an der Schöpfung, Verhaltensforschung, Evolutionstheorie und die Freude, ein Teil des Ganzen zu sein, bestimmen seine Arbeiten.

Die Wentorferin Irina Schwarz befasst sich u.a. mit Bäumen, die an ihrem ursprünglichen Standort nicht alt werden können, und gibt ihnen neues Leben durch das Einfügen von Blättern aus anderem Material. Die Betrachter werden ermuntert, Bekanntes anders und bewusster wahrzunehmen.

Öffnungszeiten bis 26. Oktober samstags + sonntags 13 – 17 Uhr, am 2. Oktober 18 – 23 Uhr (Kulturnacht) / Eintritt frei. Stadthauptmannshof (Zugang barrierefrei), Hauptstraße 150, 23879 Mölln Foto: Antje Ladiges-Specht

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Klaviermusik auf Weltklasseniveau

Schaghajegh Nosrati verzaubert das Publikum beim Akademiekonzert im Stadthauptmannshof

Mölln – Zart, wie die leise rieselnden Schneeflocken, die am Valentinstag vom Himmel fielen, schwebten an diesem Vormittag auch die Töne durch das Medaillongebäude der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Die Pianistin Schaghajegh Nosrati war bereits früh im Möllner Stadthauptmannshof-Ensemble eingetroffen, um sich am frisch gestimmten Flügel einzuspielen. Mit einem Blick über den vereisten See schwärmt sie: „Hier ist es so wunderschön … vielleicht komme ich mal im Sommer zurück, um in Mölln ein paar Tage Urlaub zu machen!“ – und schon erklingt die nächste Melodie, diesmal kraftvoll, mitreißend und voller Emotionen. Gut 70 Klassikfans kamen dann am Abend im Rahmen des Akademiekonzertes der Stiftung auf ihre Kosten und waren begeistert. Die Pianistin spielte virtuos und bot ein abwechslungsreiches Programm. „Ich liebe es Stücke zu spielen, die nicht so bekannt sind,“ so die äußerst vielseitige Musikerin. Neben Johann Sebastian Bach und Bela Bartok stand Joseph Haydn und der wenig bekannte Charles-Valentin Alkan auf dem Programm. Wichtig war Nosrati bei der Auswahl, dass die Stücke die Vielfalt in Europa verkörpern. „Johann Sebastian Bach ist für mich einer der ersten europäischen Musiker“. Auch die anderen von ihr ausgewählten Komponisten verkörpern diese Eigenschaften. Fast zwei Stunden rasten die Finger der 1989 geborenen Pianistin in atemberaubendem Tempo über die Tasten und die Zuschauer wurden mitgerissen. Nach langem Applaus gab es zwei Zugaben: ein kleines Stück von Bela Bartok und das Präludium und Fuge in C-Dur von Johann Sebastian Bach. 

Im Publikum war ein besonders aufmerksamer Zuhörer: der 11jährige Sebastian aus Hamburg hatte von dem Auftritt in der Zeitung gelesen und konnte seine Großeltern in Mölln überreden, mit ihm auf das Konzert zu gehen. Er spielt schon seit einigen Jahren Klavier und hat bereits einige Preise gewonnen. Und wer weiß – vielleicht wird er in den nächsten Jahren im Rahmen eines Akademiekonzertes in Mölln zu hören sein?

Schaghajegh Nosrati trat bereits an vielen renommierten Spielorten auf, so zum Beispiel in der Berliner Philharmonie, der Tonhalle Zürich und der Carnegie Hall in New York. Ein Highlight in diesem Jahr ist der im August geplante Auftritt – gemeinsam mit András Schiff – in der Royal Albert Hall in London anlässlich der Nights of the Proms. Barbara Kliesch, Vizepräsidentin der Stiftung, war hellauf begeistert. „Ich freue mich sehr, dass wir diese Pianistin von Weltrang für ein Konzert in Mölln gewinnen konnten. Ich habe den Abend sehr genossen und freue mich auf ein Wiederhören – irgendwann, irgendwo.“ Die Pianistin ist neben ihrem vielfältigen Engagement im Klavierbereich auch in der Weltmusik unterwegs und das mit großem Erfolg. Gerade eben wurde dem Joolaee Trio, das auch schon in Mölln gastierte und dem sie angehört, der Preis der deutschen Schallplattenkritik ‚Beste Produktion im Bereich „Traditionelle ethnische Musik“‘ verliehen.

Versunken spielt sich die Pianistin Schaghajegh Nosrati ein. Foto: S. Riege

Konzertfoto Barbara Kliesch.

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Aktuelles Jugend und Kultur

Wie wäre es mit einem FKJ?

Fertig mit der Schule? Ausbildung oder Studium – alles noch ein wenig unklar? Was nun? Vielleicht ist ein FKJ – ein Freiwilliges Kulturelles Jahr – bei uns in der Stiftung etwas für dich!

Die große Vielfalt der Stiftung Herzogtum Lauenburg in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Natur/Umwelt bietet ein breites Spektrum an Einsatz- und Erprobungsmöglichkeiten im Bereich Veranstaltungsmanagement, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und der Öffentlichkeitsarbeit. Hier hast du die Möglichkeit, Veranstaltungen persönlich zu begleiten und erhältst einen direkten Einblick in deren Organisation und Durchführung.

Du unterstützt mit deiner Arbeit fehlende Formen kultureller Angebote für Jugendliche zu etablieren und dabei das Prinzip der Nachhaltigkeit zu verankern.

Im Aufgabenbereich Öffentlichkeitsarbeit bist du unterstützend tätig in der Erstellung von Bild, Text- und Videodateien zu multimedialen Beiträgen, etwa für Netzwerke und Social-Media-Kanäle. Nach der Einarbeitungszeit pflegst du gemeinsam mit der Verantwortlichen Teile des Internetauftritts, lernst die Erstellung von Plakaten, Broschüren oder anderen Werbemitteln über Gestaltung, Druck bis hin zum Versand kennen und unterstützt diesen Prozess. Auch die Erstellung eines Newsletters wird zu deinen Aufgaben gehören.

Die Bewerbungen starten jetzt unter s.riege@stiftung-herzogtum.de

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Aktuelles

Dunnerlütchen … dor is wat los!

Mölln – In de Möllner Stiften is en Ne’e introcken, dat wüllt wi Se vertellen! Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hat die Trägerschaft des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein (ZfN) übernommen. Dadurch ist es gelungen, die Stelle einer Leitung nach mehrjähriger Vakanz durch Marie Sophie Koop neu zu besetzen.

Jung, dynamisch und immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen, dreht die 28-Jährige gerade das gesamte Zentrum für Niederdeutsch auf links. „De Tiet löppt un ik mutt wedder los. Dor is noch en Barg to doon un dat Autorendrepen steiht jo ok wedder vör de Döör!“

Am 10. Mai findet im Stadthauptmannshof endlich wieder das Niederdeutsche Autorentreffen statt, für das sich Marie Sophie Koop gerade wappnet, kommt doch Großes auf sie zu. Die Begeisterung für das Plattdeutsche wurde ihr nicht in die Wiege gelegt: „To Huus hebbt wi nich Platt snackt, aver ik lehr geern ne’e Spraken. Platt höört to Noorddüütschland, also to mien Heimat un dorüm wull ik Platt ok noch lehren.“

Und während andere ein Auslandsjahr machen, die Welt bereisen und neue Kulturen kennenlernen, hat sich die Wahl-Bergedorferin mit der Sprachkultur, eben dem Plattdeutschen, auseinandergesetzt, Vokabeln gebüffelt und eine völlig neue Sprache erlernt. Eine neue Sprache? Ja, erklärt Koop, Plattdeutsch sei eine eigenständige Sprache und kein Dialekt, wie beispielsweise hessisch oder bayerisch. Tatsächlich gebe es im Plattdeutschen selbst einige Dialekte, aber wer Platt spricht, könne eine weitere Fremdsprache! Tatsächlich wurde bereits 1999 Plattdeutsch in die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen aufgenommen – na, kiek mal an!

Und wie schafft man den Sprung in eine solch verantwortungsvolle Aufgabe, wie die Leitung des ZfN? „Mien Job bi Film un Feernsehn hett mi Stressresistenz lehrt. Blangenbi heff ik mi in de verleden Johr in de plattdüütsche Szeen engageert. Bavento heff ik vör en poor Johr anfungen bi de Plattdüütschredakschonen vun’n NDR as fre’e Mitarbeidersche to arbeiden. As Autoorsche vun „Hör mal ’n beten to“ to’n Bispeel, lehr ik ok anner Künstlers bi Optreed kennen. Dordörch heff ik en godet Nettwark in de Szeen. Dat allens hölpt bi de Arbeit. Aver düssen Job to kriegen, dor höört ok en lütt beten Glück mit dorto.“

Und nu? In den vergangenen Wochen wurden Messestand und Werbemittel auf den neuesten Stand gebracht, Termine angesetzt, Ausschusssitzungen besucht und Kontakte geknüpft. „Und natürlich rühre ich auf allen Ebenen – auch auf Instagram und Facebook – die Werbetrommel für das ZfN, damit das Plattdeutsche ins richtige Licht gerückt wird. Immerhin ist es hier zuhause!“, erklärt Marie Sophie Koop, die auch Hochdeutsch snacken kann … Sogar der NDR war bereits in der Stiftung, um einen Beitrag über die junge Leiterin des Zentrums für Niederdeutsch zu drehen.

Der Beitrag, der bereits im Schleswig-Holstein Magazin zu sehen war, ist online unter https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Neue-Leiterin-Zentrum-fuer-Niederdeutsch-in-Holstein,shmag124314.html verfügbar, kann aber auch am 20. Februar in der Sendung „De Norden op Platt“ angeschaut werden. Wer Interesse an Veranstaltungen hat oder Kontakt mit der Leiterin des ZfN aufnehmen möchte, kann dies über die Telefonnummer 04542-9958839 oder per Mail an m.koop@stiftung-herzogtum.de

(Fotos: Sabine Riege/Stiftung Herzogtum Lauenburg)