Kulturknotenpunkt

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg ist offizieller Kulturknotenpunkt des Landes Schleswig-Holstein. In dieser Funktion fördert und initiiert sie kulturelle Events und unterstützt Kulturschaffende im Kreis Herzogtum Lauenburg und im Kreis Stormarn. Das Land möchte mit Hilfe der Kulturknotenpunkte – derzeit sind es sieben – die Kultur im ländlichen Raum besser vernetzen und damit zukunftssicher machen.

Dem kommt die Stiftung auf verschiedenen Ebenen nach. So ist sie in diversen Netzwerken vertreten bzw. an deren Aufbau beteiligt. Dazu zählen das regionale Museumsnetzwerk, für das Dagmar Rösner als Projektleitung Museumsberatung und -zertifizierung zuständig ist, und das Schul- und Jugend-Theaternetzwerk unter der Leitung von Vorstandsmitglied Jörg-Rüdiger Geschke. Kontakte geknüpft werden können zudem über den Gesprächskreis Literatur, den Gesprächskreis Kunst, Gesprächskreis Musik und Theater, den Niederdeutsch-Beirat und die Kultur-Community. Bei Interesse an einem der Netzwerke melden Sie sich bei der Stiftung, erreichbar unter info@stiftung-herzogtum.de oder unter Tel. 04542-87000.

Darüber hinaus bietet die Stiftung Herzogtum Lauenburg auf www.kulturportal-herzogtum.de als Serviceleistung eine Künstlerdatenbank an. Hier kann sich jeder Musiker, Maler, Literat – sprich jeder Kulturschaffende – mit Foto, ein paar Angaben zur Person und einem kurzen Text vorstellen. Wer dabei sein möchte, wendet sich an unseren Online-Redakteur Helge Berlinke, erreichbar unter h.berlinke@kulturportal-herzogtum.de.

Zu einer Kontaktbörse haben sich mittlerweile die regelmäßigen Glaspalastgespräche entwickelt, die sich der Förderung der Kultur im ländlichen Raum widmen. Hier erhalten Kulturschaffende und Kulturträger über Vorträge Tipps und Anregungen. Zudem können sie sich mit Fachleuten und Kollegen austauschen.
Weitere Informationen zum Thema Kulturknotenpunkt gibt es unter http://www.kulturknotenpunkt.de/.

 

Servicestelle Kulturförderung Schleswig-Holstein

Seit Anfang Dezember ist Annika Flüchter im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur in Kiel tätig und wird sich um die Förder- und Antragsberatung insbesondere kleiner und ehrenamtlich tätiger Kulturakteure kümmern.

Per E-Mail (kulturfoerderung@bimi.landsh.de) und Telefon (04 31 988-22 01) ist sie ab sofort für Sie zu erreichen. In Kürze steht sie wöchentlich für Sprechstunden in Rendsburg bereit und führt künftig auch Informationsveranstaltungen im ganzen Land durch.

Unabhängig davon hat Frau Flüchter eine Liste erstellt, in der Sie sich über nahende Antragsfristen verschiedener überregionaler Förderer sowie Förderpreise, Wettbewerbe und Stipendien informieren können.

 

Antragsfristen für Förderprogramme

bis 6. April 2020
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein „Director’s Cut“
Einreichtermin für die Förderung von Filmen und Serien unter 3,5 Mio. Euro Produktionskosten sowie Kinodokumentarfilme mit Herstellungskosten unter 1,5 Mio. Euro. Weitere Informationen

bis 6. April 2020
Kreatives Europa: Music Education and Learning (Music Moves Europe)
Ziel der Ausschreibung ist es, innovative Ansätze zu fördern, die den Musik- und Bildungssektor verbinden und soziale Inklusion fördern. Max. 30.000 Euro stehen pro Projekt zur Verfügung, mindestens acht Projekte sollen unterstützt werden. Antragsberechtigt sind etablierte und erfahrene gemeinnützige Organisationen. Weitere Informationen

bis 15. April 2020
European Social Catalyst Fund der Robert Bosch-Stiftung
Europaweite Ausschreibung für soziale Innovationen, die Ideen zur Lösung sozialer und gesellschaftlicher Herausforderungen in den europäischen Mitgliedsstaaten entwickeln. Weitere Informationen

bis 15. April 2020
Internationaler Koproduktionsfonds des Goethe-Instituts
Förderung von internationalen Koproduktionen von professionellen Künstlerinnen und Künstlern in den Bereichen Theater, Tanz, Musik und Performance mit bis zu 25.000 Euro. Weitere Informationen

bis 19. April 2020
R.SH – Die Stunde der Vereine
Unterstützung für investive Vorhaben eingetragener Vereine, Verbände und Organisationen aus Schleswig-Holstein mit bis zu 2.500 Euro. Weitere Informationen

bis 23. April 2020
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein / Filmwerkstatt Kiel „Kurz & Innovativ“
Einreichtermin für die Förderung von Kurzfilmen und innovativen audiovisuellen Formaten. Weitere Informationen

bis 23. April 2020
Film Festivals (Creative Europe Media)
EU-Förderung für Filmfestivals mit Filmen aus mindestens 15 Ländern sowie für die Gründung von Filmfestival-Netzwerken mit mindestens 4 Organisationen aus verschiedenen Ländern. Weitere Informationen

bis 28. April 2020
Initiative Musik – Künstler*innen und Infrastrukturförderung
Musiker*innen und Bands können gemeinsam mit ihren wirtschaftlichen Vertretern finanzielle Unterstützung für Albumproduktionen und -veröffentlichungen sowie Konzerttourneen beantragen. Die Infrastrukturförderung unterstützt Projekte, die günstige Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Künstler*innen schaffen. Weitere Informationen

bis 29. April 2020
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein „High End“ und „Nordbuster“
Einreichtermin für die Förderung von Filmen und Serien über 3,5 Mio. Euro Produktionskosten sowie Kinodokumentarfilme mit Herstellungskosten über 1,5 Mio. Euro („High End“) sowie für die Förderung von Projekten mit einer besonderen inhaltlichen und kulturwirtschaftlichen Bedeutung für die Region („Nordbuster“). Weitere Informationen

bis 30. April 2020
„Freie Szene“: Investitionsförderung für die freie Szene und kleine Kultureinrichtungen
Investitionsprogramm des Landes Schleswig-Holstein zum Erwerb von Ausstattungsgegenständen sowie für Baumaßnahmen (Sanierung, Umbau, Modernisierung) für die Freie Szene außerhalb öffentlich-rechtlicher Trägerschaften. Weitere Informationen

bis 2. Mai 2020
Fonds Soziokultur: Allgemeine Projektförderung und „Der Jugend eine Chance“
Förderung unter dem Motto „Wettbewerb um die besten Projektideen“. Gefördert werden zeitlich befristete und modellhafte soziokulturelle Projekte im gesamten Bundesgebiet. Das Programm „Der Jugend eine Chance“ versteht sich als zusätzliches Förderprogramm für junge Kulturinitiativen zwischen 18 und 25 Jahren. Leitthema 2020 ist „Nachhaltigkeit“ – unter den thematisch passenden Einreichungen wird zusätzlich zu den Fördermitteln ein Innovationspreis vergeben. Weitere Informationen

bis 2. Mai 2020
Sonderprogramm AUTONOM des Fonds Darstellende Künste
Sonderprogramm für Projektvorhaben zur Künstlichen Intelligenz und Darstellenden Künsten zur Förderung von konzeptionell wie ästhetisch bemerkenswerten Vorhaben. Weitere Informationen

bis 2. Mai 2020
Fonds Darstellende Künste
Antragsfrist für Projekt- und Initialvorhaben von Künstler*innen, Ensembles und Kollektiven der Freien Darstellenden Künste. Weitere Informationen

bis 5. Mai 2020
Schulprogramm „denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule“
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt Schulen, die sich mit Kulturdenkmälern auseinandersetzen möchten, fachlich-koordinativ und finanziell (1.900 Euro). Weitere Informationen

bis 14. Mai 2020
Kreatives Europa Cross Sector / Pilotprojekte
Ausschreibung „Verbindung von Kultur und audiovisuellen Inhalten durch Digitalisierung“. Gefördert werden Projekte, die an der Schnittstelle verschiedener Kultur- und Kreativbranchen angesiedelt sind und innovative Technologien nutzen. Projektvorschläge müssen von einem Konsortium eingereicht werden, das sich aus mindestens drei Einrichtungen aus drei verschiedenen teilnahmeberechtigten Ländern zusammensetzt. Weitere Informationen

bis 15. Mai 2020
Deutscher Übersetzerfonds
Verschiedene Stipendien für Übersetzerinnen und Übersetzer fremdsprachiger Werke ins Deutsche. Weitere Informationen

bis 28. Mai 2020
Filmförderung Hamburg Schleswig-Holstein „Director’s Cut“
Einreichtermin für die Förderung von Filmen und Serien unter 3,5 Mio. Euro Produktionskosten sowie Kinodokumentarfilme mit Herstellungskosten unter 1,5 Mio. Euro. Weitere Informationen

bis 31. Mai 2020
Musikfonds e.V.
Bundesweite Projektförderung für aktuelle, avantgardistische Musik aller Sparten. Der Musikfonds fördert vor allem die professionelle, freie Musikszene, keine reinen Amateurmusikprojekte. Weitere Informationen

bis 31. Mai 2020
Deutscher Literaturfonds
Antragsfrist für Autoren- und Vermittlungsförderung. Weitere Informationen

bis 30. Juni 2020
Stiftung Kunstfonds: Ausstellungen/Publikationen
Finanzielle Unterstützung von Ausstellungen/Projekten, Erstausstellungen, Publikationen, Dokumentationen und Katalogen bildender Künstler/innen. Weitere Informationen

 

Preise und Wettbewerbe

bis 12. Mai 2020
Wettbewerb „Gebaute Orte für Demokratie und Teilhabe“ der Wüstenrot-Stiftung
Ziel des Wettbewerbs ist es, die Vielfalt und das Engagement von Orten der Demokratie und Teilhabe sichtbar zu machen. Insgesamt stehen 100.000 Euro Preisgeld zur Verfügung. Die Jury trifft eine Entscheidung über die Anzahl der Auszeichnungen und die Aufteilung des Preisgeldes. Weitere Informationen

bis 28. Mai 2020
Rio Reiser Songpreis
Deutschsprachige Musiker*innen, die noch nicht unter Vertrag eines Vertriebs bzw. eines Produzenten stehen, können sich mit der Einsendung eines Songs für den mit 5.000 Euro dotierten Preis bewerben. Weitere Informationen

bis 15. Juni 2020
Hamburger Literaturpreise 2020
Elf Literaturpreise in sieben Kategorien (Buch des Jahres, Roman, Erzählung, Lyrik/Drama/Experimentelles, Comic, Kinder- und Jugendbuch, Literarische Übersetzungen) mit einer Gesamtsumme von 57.000 Euro. Bewerben können sich Autor*innen und Übersetzer*innen aus dem gesamten Gebiet des Hamburger Verkehrsverbundes. Weitere Informationen

 

Stipendien

bis 15. April 2020
Stipendium der Schloss Wiepersdorf Kulturstiftung
Aufenthaltsstipendien für KünstlerInnen sowie WissenschaftlerInnen, die bereits eine künstlerische oder wissenschaftliche Ausbildung abgeschlossen haben in Schloss Wiepersdorf (Brandenburg). Aufenthalt von drei Monaten mit einer monatlichen Barleistung von 1.200 Euro. Weitere Informationen

bis 15. April 2020
Arbeitsstipendien Schloss Plüschow 2020
Dreimonatige Aufenthalts- und Arbeitsstipendien für den Zeitraum Oktober bis Dezember. Monatliches Stipendium von 1.000 Euro. Weitere Informationen

 

Finanzhilfen in der Corona-Krise

Die Bundesregierung und die Landesregierungen setzen alles daran Firmenpleiten und private Insolvenzen zu verhindern. Auch den Kreativen und den Künstlern soll geholfen werden. Kulturportal-Herzogtum.de hat sich einen Überblick die Programme und Maßnahmen verschafft.

 

Was für Förderprogramme gibt es?

Die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Corona-Soforthilfe für Soloselbständige und kleine Unternehmen in Höhe von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro. Kinos, Musikclubs oder Künstlerateliers können über diesen Fördertopf eine Finanzspritze für ihre laufenden Betriebskosten beantragen. Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern erhalten 9.000 Euro, Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern 15.000 Euro. Zum Antrag geht es hier.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit finanzielle Engpässe über Kredite zu überbrücken. Das Geld dafür stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Anträge sind schon jetzt über die jeweilige Hausbank möglich.

Auch das Land Schleswig-Holstein versucht Kreativen und Künstlern unter die Arme zu greifen. Ein von der Landesregierung auf den Weg gebrachtes Soforthilfeprogramm von 100 Millionen Euro richtet sich an Freiberufler, Selbständige, Unternehmen und ausdrücklich auch an Kulturschaffende. Die Einzelheiten sollen am morgigen Freitag (27. März) vom Kabinett beschlossen und der Öffentlichkeit präsentiert werden.

Speziell um Hilfe für Künstler und Freischaffende bemüht sich der Landeskulturverband Schleswig-Holstein (LKV). Unter #KulturhilfeSH hat der LKV einen Nothilfefonds für Künstler und Freischaffende der Kulturwirtschaft ins Leben gerufen. Wer den Nothilfefonds in Anspruch nehmen möchte, findet unter https://www.landeskulturverband-sh.de/category/kulturhilfesh/ die Auszahlungsbedingungen. Kontakt per Mail gibt es unter kulturhilfe@landeskulturverband.de.

 

Welche Hilfen, Fördermöglichkeiten und finanzielle Erleichterungen gibt es für kleine Unternehmen?

Die Unternehmen können ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.

Das Finanzamt stundet bis Ende 2020 Steuerschulden, sofern ein Unternehmen vom Coronavirus betroffen ist. Zudem können die Steuervorauszahlungen an die aktuelle Lage angepasst werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge wird verzichtet.

Unternehmen, die Abgaben an die Künstlersozialkasse zahlen, können ihre Vorauszahlungen senken.

Welche Hilfen, Fördermöglichkeiten und finanzielle Erleichterungen gibt es für Soloselbständige?

Die Bundesregierung hat den Zugang zur sozialen Grundsicherung erleichtert. So bleibt beispielsweise das Vermögen von Soloselbständigen ein halbes Jahr lang unberücksichtigt. Ferner sollen sie in ihrer Wohnung bleiben können. Zudem wird der Zugang zu Kinderzuschlägen erleichtert.

Versicherte können der Künstlersozialkasse die geänderte Einkommenserwartung melden. Die Beiträge werden dementsprechend angepasst. Bei akuten Zahlungsschwierigkeiten sind auch Zahlungserleichterungen möglich.

Mit Berufsverbot belegte Selbständige und Freiberufler können beim Gesundheitsamt eine Entschädigung erhalten. Grundlage dafür ist Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Ansprechpartner finden Sie hier.

 

Welche finanziellen Erleichterungen gibt es sonst noch?

Bei der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten können Inhaber eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen. Voraussetzung ist, dass ein Autor beispielsweise eine virusbedingte Veranstaltungsabsage und damit einen Honorarausfall hinnehmen musste. Infos dazu unter https://www.gvl.de/coronahilfe.

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte – kurz GEMA – will für individuelle Härtefälle Übergangshilfen gewähren. Dafür stellt sie bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung. Betriebe, die aufgrund behördlicher Anweisung vorerst geschlossen sind, zahlen keine GEMA-Vergütungen. Infos und Antragsformulare unter https://www.gema.de/musiknutzer/coronavirus-musiknutzer/. Darüber hinaus entfallen für die Zeit der behördlich angeordneten Schließung von Betrieben deren GEMA-Vergütungen.

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