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Betörende Klänge im Stadthauptmannshof

Mölln – Rund 60 begeisterte Besucherinnen und Besucher lauschten den Klavierklängen von Jakob Büschking am 25. September im Stadthauptmannshof in Mölln. Extra aus Hamburg angereist war ein sehr junger Gast: Der 13-jährige, selbst leidenschaftlicher Klavierspieler, folgte aufmerksam den sehr gefühlvoll gespielten Stücken, denn der Jungpianist Jakob Büschking gab ein Klavierkonzert vom Feinsten. Bach, Ligeti, Chopin und Schubert standen auf dem Programm. 

Jakob Büschking ist in Ratzeburg aufgewachsen und erhielt unter anderem Klavierunterricht von Prof. Josef Anton Scherrer, einer der Initiatoren der Akademiekonzerte vor mehr als drei Jahren. 

Das neunte Akademiekonzerte der Stiftung Herzogtum Lauenburg war ein voller Erfolg und das bestätigte auch eine Zuhörerin nach dem letzten Stück: „Solche Konzerte müssen Sie öfter anbieten!“.

Viel Beifall und Rosen nach dem Konzert – Jakob Büschking war sichtlich gerührt. Fotos: Barbara Kliesch

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Klavierkonzert mit Jakob Büschking

Mölln – Die Reihe der Akademiekonzerte der Stiftung Herzogtum Lauenburg wird am Freitag, 25. September um 19.30 Uhr mit dem Pianisten Jakob Büschking fortgesetzt. Das Konzert findet im Stadthauptmannshof an der Hauptstraße 150 in Mölln statt (barrierefreier Zugang). Das Publikum erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von J.S. Bach, Ligeti, Chopin und Schubert.

Der Eintritt beträgt 20 Euro (Schüler/Studenten frei). Anmeldung bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg unter info@stiftung-herzogtum.de oder unter der Telefonnummer 04542/87000. Die Karten sind auch online erhältlich: https://shop.luebeck-ticket.de/luet/stiftung-herzogtum-kultursommer/.

Beschränkung und Befreiung: Dieser Gegensatz hat Komponisten zu ganz unterschiedlicher Musik inspiriert. Im Laufe des Konzerts wird erkundet, wie verschieden das klingen kann: vom Brechen bis zur Selbstauferlegung von Kompositionsregeln, von Verzweiflung und leidenschaftlichem Aufbegehren bis hin zur Erlösung.

Jakob Büschking ist in Ratzeburg aufgewachsen und erhielt Klavierunterricht u.a. bei Prof. Josef Anton Scherrer. Weitere Anregungen bekam er in Meisterkursen u.a. bei Prof. Manfred Aust und Elisabeth Leonskaja. Seit dem Wintersemester 2023/24 studiert er an der Hochschule für Musik Freiburg, seit dem Wintersemester 2024/25 zusätzlich im Nebenfach Musiktheorie.

In den Akademiekonzerten werden Solo-Konzerte oder Konzerte in kleiner Besetzung konzipiert, mit denen dem Publikum die Vielfalt klassischer Musik nähergebracht werden soll.

Foto: Daria Rese

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8.11.: Klassik trifft Tango

Große Kunst: „Klassik trifft Tango“ mit dem Ensemble „Chant et jeu“

Mölln – Die Reihe der Akademiekonzerte der Stiftung Herzogtum Lauenburg wird am Samstag, 8. November um 19 Uhr mit einem besonderen Höhepunkt fortgesetzt, diesmal mit dem fabelhaften Ensemble „Chant et jeu“. Das Ensemble besteht aus einem Klaviertrio, einer Sängerin und einem Sänger. In ihrem Programm werden die beiden entgegengesetzt wirkenden Genres Klassik und Tango einander gegenübergestellt. Dabei werden die einzelnen Stücke moderiert.

Das Konzert findet im Stadthauptmannshof an der Hauptstraße 150 in Mölln statt (barrierefreier Zugang). Der Eintritt beträgt 25 Euro (Schüler/Studenten frei). Mitglieder der Fördergesellschaft bezahlen 20 Euro. Anmeldung bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg unter info@stiftung-herzogtum.de oder Tel. 04542/87000. Die Karten sind auch online erhältlich: https://shop.luebeck-ticket.de/luet/stiftung-herzogtum-kultursommer/.

Auch wenn Klassik – also „ernste Musik“ – und Tango auf den ersten Blick nichts miteinander gemein haben, lohnt es sich, die Berührungspunkte näher zu betrachten. Viele Werke der tatsächlich „klassischen“ Komponisten Haydn, Mozart, Beethoven und ihrer Zeitgenossen dienten der Unterhaltung, denn sie waren oft Auftragswerke für Gesellschaften im Freien und im Saal.

Tango hingegen ist Lebensart, Gesellschafts- und Sozialkritik und – natürlich zentral – Liebe und Leidenschaft. Und Tango ist durchaus komponiert mit Stilmitteln der Zeitgenossen Puccini, Ravel, Strawinsky und später auch des Jazz. Also einander gar nicht so fremd.

Nach einem Klaviertrio von Beethoven und Klavierliedern der spätromantischen Epoche werden Tangos/Milongas von Astor Piazzolla, Pablo Ziegler u.a. in speziellen Arrangements gespielt. Insbesondere sind die spätromantischen Lieder in derselben Zeit entstanden wie die lateinamerikanischen Tangos. Ein Vergleich lohnt also.

Eine Kooperation mit dem LandFrauenVerein Ratzeburg und Umgebung e.V.

In den Akademiekonzerten werden Solo-Konzerte oder Konzerte in kleiner Besetzung konzipiert, mit denen dem Publikum die Vielfalt klassischer Musik nähergebracht werden soll.

Foto: Szepansky

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Klaviermusik auf Weltklasseniveau

Schaghajegh Nosrati verzaubert das Publikum beim Akademiekonzert im Stadthauptmannshof

Mölln – Zart, wie die leise rieselnden Schneeflocken, die am Valentinstag vom Himmel fielen, schwebten an diesem Vormittag auch die Töne durch das Medaillongebäude der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Die Pianistin Schaghajegh Nosrati war bereits früh im Möllner Stadthauptmannshof-Ensemble eingetroffen, um sich am frisch gestimmten Flügel einzuspielen. Mit einem Blick über den vereisten See schwärmt sie: „Hier ist es so wunderschön … vielleicht komme ich mal im Sommer zurück, um in Mölln ein paar Tage Urlaub zu machen!“ – und schon erklingt die nächste Melodie, diesmal kraftvoll, mitreißend und voller Emotionen. Gut 70 Klassikfans kamen dann am Abend im Rahmen des Akademiekonzertes der Stiftung auf ihre Kosten und waren begeistert. Die Pianistin spielte virtuos und bot ein abwechslungsreiches Programm. „Ich liebe es Stücke zu spielen, die nicht so bekannt sind,“ so die äußerst vielseitige Musikerin. Neben Johann Sebastian Bach und Bela Bartok stand Joseph Haydn und der wenig bekannte Charles-Valentin Alkan auf dem Programm. Wichtig war Nosrati bei der Auswahl, dass die Stücke die Vielfalt in Europa verkörpern. „Johann Sebastian Bach ist für mich einer der ersten europäischen Musiker“. Auch die anderen von ihr ausgewählten Komponisten verkörpern diese Eigenschaften. Fast zwei Stunden rasten die Finger der 1989 geborenen Pianistin in atemberaubendem Tempo über die Tasten und die Zuschauer wurden mitgerissen. Nach langem Applaus gab es zwei Zugaben: ein kleines Stück von Bela Bartok und das Präludium und Fuge in C-Dur von Johann Sebastian Bach. 

Im Publikum war ein besonders aufmerksamer Zuhörer: der 11jährige Sebastian aus Hamburg hatte von dem Auftritt in der Zeitung gelesen und konnte seine Großeltern in Mölln überreden, mit ihm auf das Konzert zu gehen. Er spielt schon seit einigen Jahren Klavier und hat bereits einige Preise gewonnen. Und wer weiß – vielleicht wird er in den nächsten Jahren im Rahmen eines Akademiekonzertes in Mölln zu hören sein?

Schaghajegh Nosrati trat bereits an vielen renommierten Spielorten auf, so zum Beispiel in der Berliner Philharmonie, der Tonhalle Zürich und der Carnegie Hall in New York. Ein Highlight in diesem Jahr ist der im August geplante Auftritt – gemeinsam mit András Schiff – in der Royal Albert Hall in London anlässlich der Nights of the Proms. Barbara Kliesch, Vizepräsidentin der Stiftung, war hellauf begeistert. „Ich freue mich sehr, dass wir diese Pianistin von Weltrang für ein Konzert in Mölln gewinnen konnten. Ich habe den Abend sehr genossen und freue mich auf ein Wiederhören – irgendwann, irgendwo.“ Die Pianistin ist neben ihrem vielfältigen Engagement im Klavierbereich auch in der Weltmusik unterwegs und das mit großem Erfolg. Gerade eben wurde dem Joolaee Trio, das auch schon in Mölln gastierte und dem sie angehört, der Preis der deutschen Schallplattenkritik ‚Beste Produktion im Bereich „Traditionelle ethnische Musik“‘ verliehen.

Versunken spielt sich die Pianistin Schaghajegh Nosrati ein. Foto: S. Riege

Konzertfoto Barbara Kliesch.