65 gut gelaunte Gäste genossen im Stadthauptmannshof isländisch inspirierten Jazz
Mölln – Auch wenn die isländische Sängerin Hlín Pétursdóttir leider krankheitsbedingt ausfiel, konnte das Iris Kramer Quartett mit Mischa Schumann am Piano, Andris Meinig am Kontrabass sowie Anne Diedrichsen an den Drums im Möllner Stadthauptmannshof die Leichtigkeit Islands in die Eulenspiegelstadt bringen. Iris Kramer überzeugte dabei harmonisch zu den Mitstreitern durch ihr Spiel der Trompete und des Akkordeons. Gut zweieinhalb Stunden lang flirrten Melodien und Lieder, die von Blaubeeren bis hin zu Nordlichtern handelten, durch die alten Räume. In den meist selbst komponierten Stücken enthalten waren die Eckpunkte und Wegmarken Iris Kramers Leben, die durch kurzweilige Informationen über das Dasein auf Island, das unter anderem durch die große Anzahl von dort beheimateten kinderlieben Musikerinnen beeindruckt, ergänzt wurden – Musik, die das Publikum mitnimmt und von Geschichten erzählt: von wahren ebenso wie von erfundenen. Island ist dabei weit mehr als Inspirationsquelle: Seit dem Jahr 2000 ist die Insel die zweite Heimat von Iris Kramer, die dort im hohen Norden gelebt, gearbeitet und musiziert hat. Diese Erfahrung prägt die Musik des Quartetts – in Klang, Stimmung und Kompositionen. Zwei Zugaben begeisterten die Zuhörer, die den zeitgenössischen, emotionalen Jazz mit all seinen Klangfarben und klarer nordischer Prägung genossen hatten. Foto: Barbara Kliesch
Mölln – Marie Nehls absolvierte bis Ende August ihr „Freiwilliges Kulturelles Jahr“ (kurz FKJ) in der in Mölln ansässigen Stiftung Herzogtum Lauenburg. Ein Jahr voller neuer Eindrücke und jeder Menge Arbeit im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und ein Jahr voller Engagement für das im FKJ anstehende eigene Projekt: Die 19-jährige Pantenerin hat über viele Monate aus eben diesem, einem ursprünglich kleinen FKJ-Projekt, etwas Großartiges und vielleicht im Bereich FKJ Einzigartiges erschaffen: ihr eigenes Buch. Am 22. August folgten über 80 junge sowie ältere Gäste der Einladung zur Buchvorstellung. Das Ziel, Jung und Alt zusammen zu bringen und die Geschichten aus insgesamt zehn Dörfern neu zu beleben, war erreicht, denn die Generationen zum Austausch zu bewegen, Geschichten ‚op n Dörpn‘ nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und die Dörfer bekannt zu machen, gelingt mit „Mein Dorf & seine Geschichte“ hervorragend. „Ich möchte, dass man sich auf dem Dorf wieder mit Namen begrüßt, die berühmte Tasse Kaffee über den Gartenzaun oder Dorffeste wieder mit dem Dorfleben verbindet. Das und die Gespräche – genau das ist es doch, was das Leben auf dem Dorf ausmacht!“ Möglich sei dies aber nur, so Marie Nehls, wenn alte Geschichten und neue Erfahrungen aufeinandertreffen und die Menschen sich wieder näherkommen würden. Sie hat alte Erzählungen und Fotos dem heutigen Leben auf dem Dorf gegenübergestellt und dabei, so Nehls, nur zehn Dörfer „geschafft“. Akribische Recherche im Kreisarchiv, Gespräche aufzeichnen – die junge, engagierte Menschen mit Alteingesessenen geführt haben, Fotos und Tafeln für die Gemeinden erstellen und dann noch die Grafik der Seiten – Marie Nehls hinterlässt mit diesem Engagement große Fußspuren in der Stiftung und konnte doch alle im Laufe der Monate gewachsenen Aufgaben bewältigt werden. „Maries Projekt hat uns sehr imponiert und begeistert. Unglaublich auch, wie viele Menschen heute hier sind und sich für das Thema interessieren, das Marie so toll umgesetzt hat!“, äußert sich Vizepräsidentin Barbara Kliesch angetan in ihrer Begrüßung der Gäste. Und auch Geschäftsführer Stefan Büngens ist sich sicher, dass das Thema des Buches und das dafür benötigte Zusammenspiel der Generationen den Nerv der Zeit treffen.
„Auf die Frage ‚Woher kommst du?‘ und meine Antwort ‚aus Panten‘ kommt meistens die Reaktion ‚Wo ist das denn?‘ oder ‚Und was gibt’s da?‘“, so Marie Nehls im Rahmen der Veranstaltung. Und genau dies habe sie dazu angeregt, genauer zu recherchieren – über den eigenen Wohnort und dessen Geschichten. Und genau hier festigte sich der Gedanke zur Projektarbeit. „Dorfgeschichte lebt nur weiter, wenn man sich miteinander austauscht – und genau das wünsche ich mir! Von Ihnen, die heute hier sind und von allen, die das Glück haben, in einem Dorf zu leben!“ Zumindest an diesem Nachmittag ging der Wunsch in Erfüllung, denn gemeinsam sprachen die Anwesenden über das Buch und die Geschichten von den Dörfern, über eigene Erlebnisse und Erfahrungen oder Wünsche für das gemeinsame Dorfleben. Beeindruckt zeigten sich auch die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die der Einladung gefolgt waren und voller Stolz die Ortstafeln entgegennahmen, die Marie für diesen Anlass erstellt hatte.
Das Buch ist nun bei Epubli sowie bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg erhältlich.
Mölln – Zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzverbänden wie NABU, des Zweckverbands Schaalsee oder des BUND, von Bürgerinitiativen oder aus Politik und Gemeinden nutzten am 17. August die Möglichkeit, mit den Staatssekretären Joschka Knuth (Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur) sowie Dr. Sönke Schulz (Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport) zum Thema „Windkraft im Naturpark Lauenburgische Seen?“ ins Gespräch zu kommen. Vizepräsidentin Barbara Kliesch begrüßte die Anwesenden und bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen. Nachdrücklich wies Barbara Kliesch darauf hin, dass sich die Stiftung als Vermittler ohne politischen Hintergrund sehe. Auch Präsident Klaus Schlie betonte, dass die Satzung der Stiftung den Schutz und die Pflege der lauenburgischen Natur festschreiben würde und man durch eigene Flächen die Wechselwirkungen und Eingriffe in unserer Landschaft, in Flora und Fauna mit Sorge betrachte. Thomas Neumann, Naturschutzreferent der Stiftung, machte durch teils erschütternde Fotos noch einmal deutlich, welche Auswirkungen die geplanten 240 bis 260 Meter hohen Windkraftanlagen für den heimischen Seeadler, für Rot-Milane sowie Kraniche haben können. Er wies darauf hin, dass die Abschaltregelung der Windräder ein Austrudeln der Rotorblätter herbeiführen würde, diese jedoch zu langsam reagieren würden und somit den Seeadler keineswegs schützen könne.
Staatssekretär Joschka Knuth führte nach der Begrüßung der Gäste ins Thema ein und erläuterte die Vorgaben durch den Bund: Das Bundes-2-Prozent-Flächenziel nach dem Windflächenbedarfsgesetz (WindBG) verlangt von Schleswig-Holstein die Ausweisung von Windflächen. Das Land muss den Anteil auf rund drei Prozent der Landesfläche anheben, um die regionale Energiewende und den Ausbau der Landesplanung in Schleswig-Holstein umzusetzen. Dr. Sönke Schulz warb für Verständnis für die politische Zielleistung und die bundesrechtlichen Rahmen sowie den Regionalrahmen. Die Ermittlung der Vorrangflächen und Planungsflächen sei ein langer fachlicher Abstimmungsprozess gewesen und schlussendlich seien nur 1,2 Prozent im Naturpark Lauenburgische Seen als Vorrangfläche eingeplant. Die im Rahmen des Fachgesprächs vorgebrachten Fragen und Einwände der Naturschutzverbände oder beispielsweise von Bürgermeisterinnen oder Bürgermeistern zu vorhandenen Vogelfluglinien, zu Mooren, Brüchen oder der Biodiversität im Herzen des Naturparks würde man sehr ernst nehmen, allerdings seien die rechtlichen Rahmenbedingungen zwingend einzuhalten, da sonst die Zielsetzung nicht erreichbar sei. Die Differenzierung zwischen belasteten oder unbelasteten Regionen würden Spielräume möglich machen – diese müssten jedoch überall gleich eingeräumt werden – und der Naturpark sei kein Naturschutzgebiet, eine ausgewogene Planung sei daher sachlich und fachlich vereinbar. Auch die unterschiedlichen Abwägungs-Kriterien wie letzte Untersuchungen, Schutzgebiete, anlassbezogene Untersuchungen oder kommunale Daten müssten bei der Festlegung von Vorrangflächen hinzugezogen und berücksichtigt werden, so Joschka Knuth. Beide Staatssekretäre wiesen darauf hin, dass jede Phase der Beteiligung dafür diene, gegebenenfalls Prüfungen durchzuführen. Gerade jetzt sei es wichtig, aktuelle vorliegende Daten gerne einzureichen, die dann selbstverständlich geprüft werden würden. Allerdings seien nur noch Änderungen zu den geänderten Teilen des Entwurfs des 1. Beteiligungsverfahrens möglich, so die Politiker – Unterlagen müssten für das 2. Beteiligungsverfahren bis spätestens 26. August eingereicht werden.
Erschütternde Fakten: Thomas Neumann, Naturschutzreferent der Stiftung Herzogtum Lauenburg präsentiert den Anwesenden die Schwingen von zwei durch Rotorblättern erschlagenen Seeadlern. Foto: Stefan Büngens
(v.l.) Staatssekretär Dr. Sönke Schulz, Stiftungs-Vizepräsidentin Barbara Kliesch und Staatssekretär Joschka Knuth konnten gemeinsam mit zahlreichen Gästen die Fachbeiträge verschiedener Naturschutzorganisationen und der Bürgerinitiative „Naturpark statt Windpark“, Wilhelm Körner, Bettina Best und Martin Jeske, hören. Foto: Sabine Riege
möchte Literatur in der Region gemeinsam gestalten
Mölln – Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hat einen neuen Literaturbeirat ins Leben gerufen. Das ehrenamtliche Gremium möchte frische Ideen entwickeln, neue Veranstaltungsformate auf den Weg bringen und Literatur in der Region noch sichtbarer und erlebbarer machen. Den Anstoß gab ein öffentlicher Aufruf der Stiftung im März. Gesucht wurden Menschen, die Lust haben, das kulturelle und insbesondere das literarische Angebot im Herzogtum Lauenburg aktiv mitzugestalten. Aus ersten Begegnungen wurden regelmäßige Treffen, aus vielen Ideen entstanden gemeinsame Ziele und schließlich der neue Literaturbeirat.
Dem Beirat gehören Annika Behrens, Agnes Bethke, Kerstin Blume, Kathrin Engelbrecht, Ann-Kathrin Karschnick, Detlef Romey, Tim Tensfeld und Sina Worm an. Die Mitglieder bringen unterschiedliche berufliche, kulturelle und persönliche Perspektiven mit. Gemeinsam möchten sie Menschen für Literatur begeistern, neue Zugänge schaffen und verschiedene Generationen miteinander ins Gespräch bringen.
Das erste Projekt ist bereits in Planung: Am 14. November findet die Veranstaltung „Begegnung mit Literatur“ statt. Dafür sucht der Literaturbeirat Texte, die bis zum 15. Oktober eingereicht werden können. Weitere Informationen zum Programm, zur Einreichung und zur Teilnahme werden in Kürze veröffentlicht. „Wir möchten Literatur nicht nur präsentieren, sondern gemeinsam mit den Menschen aus der Region gestalten. Der neue Beirat soll Raum für unterschiedliche Stimmen, Ideen und Begegnungen schaffen“, sagt Annika Behrens, Sprecherin für den Literaturbeirat. Auch über die erste Veranstaltung hinaus hat der Literaturbeirat viel vor. Geplant sind Formate, die literarisch interessierte Menschen miteinander vernetzen, neue Stimmen sichtbar machen und die Vielfalt der Region aufgreifen. Literatur soll dabei nicht nur auf der Bühne stattfinden, sondern zum Austausch einladen und Menschen zusammenbringen.
Das Programm des 2. Halbjahres der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist da!
Mölln – Mit 20 Veranstaltungen aus den vielfältigen Bereichen der Stiftung Herzogtum Lauenburg und zusätzlichen „Kultur auf Dorf-Tour“-Events startet die Stiftung nach dem KulturSommer am Kanal in den Rest des Jahres. „Wir freuen uns immer wieder über das breite Angebot, das wir den Besuchern unserer Veranstaltungen bieten können“, berichtet der Präsident der Stiftung Klaus Schlie. „Dabei möchte ich betonen, dass unser Programm ohne die zahlreichen Kooperationspartner im Kreis ganz anders aussehen würde.“ So findet die International Guitar Night, die bereits öfter in Mölln für ein volles Haus gesorgt hat, diesmal als gemeinsame Veranstaltung mit der Stadt Lauenburg in Lauenburg statt (20. November).
Aber auch wiederkehrende, erfolgreiche Höhepunkte befinden sich im Angebot: Die Akademiekonzerte werden mit einem Klavierabend fortgesetzt. Der aus Ratzeburg stammende und an der Hochschule für Musik Freiburg studierende Jakob Büschking spielt am 25. September in Mölln Werke von Bach, Ligeti, Chopin und Schubert. Die Vorbereitungen für die Herbstausstellung sind in vollem Gange. Antje Ladiges-Specht kuratiert die Ausstellung unter dem Motto „Natur – was nun?“. Wir können auf eine besondere Zusammenstellung von Künstlerinnen und Künstlern gespannt sein. Kunstinteressierte besuchen am besten die Vernissage am 20. September in Mölln. Einen Poetry Slam unter der bewährten Moderation von Björn Högsdal können alle, die sich für diese Mischung aus Performance und Literatur begeistern, am 17. Oktober in Geesthacht erleben.
In diesem Jahr wird wieder der Kulturpreis der Stiftung verliehen. Ob es sich um eine Einzelperson, eine Gruppe oder eine Institution handelt, wird im November bekannt gegeben. Der Stiftung geht es darum, besondere Verdienste im kulturellen Bereich im Lauenburgischen auszuzeichnen und das vielfältige Kulturleben in unserer Region hervorzuheben. Die Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur bietet zahlreiche Vorträge an: So wird beispielswiese die Leiterin der Kreismuseen Dr. Anke Mührenberg am 17. November anlässlich des 150-jährigen Bestehens des Kreises über Ereignisse während dieses Zeitraums berichten. Der Lübecker Hydrologe Prof. Christoph Külls gibt am 17. September einen Einblick in den Wasserkreislauf im Kreisgebiet und die gegenwärtigen Veränderungen. „Auf unserer Streuobstwiese in Einhaus wird es wieder einen Apfeltag geben“, fügt die Vizepräsidentin der Stiftung Barbara Kliesch hinzu. „Die Erhaltung alter Obstsorten ist uns ein besonders Anliegen. Einen Termin werden wir kurzfristig bekannt geben, da der Zeitpunkt der Erntereife noch nicht feststeht.“
Nähere Informationen erhalten Interessierte bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg oder im Halbjahresprogramm, das ab Mitte August in den Filialen der Kreissparkasse sowie in verschiedenen öffentlichen Stellen im Kreis erhältlich ist. Selbstverständlich steht das Programm auch digital zur Verfügung. Unter www.stiftung-herzogtum.de finden sich auch Ergänzungen oder Änderungen. Ein besonderer Dank gilt dem Premiumsponsor, der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, ohne die die Stiftung dieses kreisweite Angebot nicht unterbreiten könnte. Die Stiftung freut sich auf zahlreiches Erscheinen bei den Veranstaltungen und hofft auf viele begeisterte Zuschauer und Besucher!
Vier Wochen KulturSommer am Kanal enden mit Gesang, Musik und vielen anderen Darbietungen
Mölln – An einem strahlend sonnigen und warmen 20. Juni startete der KulturSommer am Kanal in Siebeneichen. Vielfältig, abwechslungsreich und immer für eine Überraschung gut ist jedoch nicht nur der KuSo: Sonne, Hitze, Regen und Hagel hielt das Wetter bereit, was insbesondere am letzten Juni Wochenende die Organisatoren und fleißigen Helfer hinter den Kulissen des Kulturfestivals der Stiftung Herzogtum Lauenburg in Atem hielt. Eine Woche nach Beginn mussten hitzebedingt Veranstaltungen abgesagt werden. Ausgerechnet zwei Veranstaltungen, die sich im weitesten Sinne um das Thema Wasser drehen sollten – Schalk und Shanty auf dem Möllner Schulsee und die Narrentaufe der Eulenspiegelgilde – fielen der Hitze zum Opfer. Es war eine weise Entscheidung, die Veranstaltungen abzusagen, denn mit knapp 40 Grad Celsius wäre es für niemanden zum Vergnügen geworden. Glücklicherweise beeinträchtigten die Wetterkapriolen nicht den weiteren Verlauf des Festivals, das vielleicht eines der größten in Norddeutschland ist. Zahlreiche Besucher vergnügten sich in verschiedenen Theaterstücken, in offenen Ateliers, bei Lesungen oder Workshops und Konzerten. Hervoragenden Anklang mit ausverkauften Kirchen fand die musikalische Darbietung von Volund in der Brunstorfer und Gudower Kirche. Beim Fahrrad-Slam – vermutlich eine Weltpremiere – steuerten Radler verschiedene Orte an, um Poetry-Slams zu hören und zu bewerten sowie Musik zu lauschen. Das Publikum war begeistert und beim Abschluss-Slam in Sandesneben wurde von vielen eine Wiederholung im nächsten KuSo gewünscht. Ob bei „Stimmen aus aller Welt“ in Segrahn oder bei „Der talentierte Mr. Ripley“ im Schwarzenbeker Amtsrichterhaus – die Auswahl war mit über 100 Veranstaltungen erneut umfangreich und, so die begeisterten Rückmeldungen verschiedener Gäste, es war für jeden etwas dabei. Mit Lindi-Hop, fantastischen Stimmen, Lesungen und einer Poetry-Slam-Einlage zum Leben in Mölln sowie musikalischen Darbietungen endete der 21. KulturSommer am Kanal am 20. Juli im Möllner Stadthauptmannshof. Der „Blauen Montag“ begeisterte zahlreiche Gäste bei ruhigem Wetter und in bester Stimmung.
Auf der Homepage des KulturSommers finden Interessierte unter https://kultursommer-am-kanal.de/rueckschau ein kleines Video mit Eindrücken aus vier Wochen. Und wer in diesem Jahr nicht dabei sein konnte: Der nächste KulturSommer am Kanal findet vom 12. Juni bis 12. Juli 2027 statt.
Zu diesem Thema diskutierten am 2. Juli die Landtagsabgeordneten für das nördliche Kreisgebiet Rasmus Vöge (CDU), Oliver Brandt (Bündnis 90/Die Grünen) und Christopher Vogt (FDP) gemeinsam mit der Co-Kreisvorsitzenden der SPD Cira Ahmad. Mehr als 100 Besucher sind der Einladung der Stiftung Herzogtum Lauenburg zu einem öffentlichen Fachgespräch gefolgt und konnten im Möllner Stadthauptmannshof die Argumente der Politiker und Politikerinnen sowie der Naturschutzverbände, der Bürgerinitative „Naturpark statt Windkraft“ und dem Geschäftsführer der HLMS (Herzogtum Lauenburg Marketing Gesellschaft) folgen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Ingwer Seelhoff. Zum Hintergrund: Das Land Schleswig-Holstein plant, Vorranggebiete für Windkraftanlagen im Naturpark Lauenburgische Seen auszuweisen. Die Stiftung Herzogtum Lauenburg fordert die Landesregierung auf, von dieser Planung Abstand zu nehmen. Klaus Schlie, Präsident der Stiftung betonte, dass es um den Schutz der Natur und des Landschaftsbildes – zwei wesentliche Punkte in Satzung und Arbeit der Stiftung gehe. Als Fazit lässt sich sagen: die Landtagsabgeordneten nehmen aus der Veranstaltung viele Impulse mit und freuten sich mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen. Sie werden die Stimmung und Anforderungen mit nach Kiel nehmen. Und sie waren sich einig: Die Stiftung muss und soll sich einmischen, wenn es um wichtige parteiübergreifende Anliegen geht.
Der Präsident der Stiftung Klaus Schlie wies in seinem Eingangsstatement darauf hin, dass sie laut Satzung der „Pflege der lauenburgischen Landschaft und Tierwelt“ verpflichtet sei. Zudem steht im Erbvertrag Blunck „Zur Erhaltung und Pflege der bedrohten Natur sind ökologisch bedeutsame und naturnahe Landschaftsteile, wie es extreme Feucht- oder Trockengebiete sein können, als Biotope zu erhalten.“ Aus Sicht der Stiftung ist damit die Errichtung von Windkraftanlagen im Naturpark unvereinbar. Schlie kündigt an, dass in naher Zukunft auch der Umweltminister von Schleswig-Holstein Tobias Goldschmidt sowie Dr. Sönke Schulz, Staatssekretär im Innenministerium den Kreis besuchen werden und für Gespräche zur Verfügung stehen.
Thomas Neumann, Naturschutzreferent der Stiftung, berichtete über die seit mehr als 40 Jahren andauernde Arbeit zum Schutz der Kraniche und Seeadler, deren Ansiedlung rund um den Schaalsee und vor allem im Naturpark Lauenburgische Seen erfolgreich gelungen ist. Er unterstrich die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und legte Wert darauf, dass die Einzigartigkeit des Naturparks in unmittelbarer Nähe in seiner derzeitigen Form erhalten bleiben muss.
Neben den Politikern und Politikerinnen kamen auch die Naturschutzverbände BUND und Nabu zu Wort. Elke Krawat vom Nabu ist es wichtig, dass der Ausbau alternativer Energien nicht auf Kosten von Natur und Artenschutz erfolge. Man müsse auch die Vogelflugachsen von Seeadlern, Kranichen und Schwarzstörchen beachten, die bei der derzeitigen Planung beeinträchtigt wären. Ole Eggers vom BUND merkte an, dass Schleswig-Holstein bereits vorbildlich bei dem Ausbau von alternativen Energien sei.
Für die Bürgerinitative „Naturpark statt Windkraft“ forderte Bettina Best, dass der Naturpark in seiner jetzigen Form erhalten bleiben müsse. Der Naturpark Lauenburgische Seen hat als Alleinstellungsmerkmal u.a. dass er landschaftlich im vom Land Schleswig-Holstein geförderten Projekt „Stärkung des Biotopverbundes in Schleswig-Holstein an der Grenze zu Mecklenburg-Vorpommern“ liegt – „Grünes Band“ – sowie Teil des Projektgebietes des Naturschutzgroßprojekts „Schaalsee-Landschaft“ ist. Aus Sicht der Bürgerinitiative muss nachgearbeitet werden, „Jetzt sind sie als Politiker dran“, so ihre Forderung. Für Günther Schmidt, Geschäftsführer der HLMS ist der Blick auf die Erholungslandschaft im Fokus. Es sei wichtig, dass die Wanderwege und Radwege, die durch den Naturpark führen nicht durch Windkraftanlagen beeinträchtigt werden.
Im Schlusswort äußert sich Klaus Schlie zu den Aussagen der Landespolitiker: „Ich freue mich, dass Sie aus dieser Veranstaltung etwas nach Kiel mitnehmen. Es ist nicht zuletzt mit dieser Veranstaltung klar geworden, dass in den bisherigen Planungen einiges nicht berücksichtigt wurde“. Es gelte den Naturpark Lauenburgische Seen mit seiner einzigartigen, freien Landschaft mit ökologischer Bedeutung zu schützen.
Naturschutzreferent der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Thomas Neumann, mit dem Flügel eines Seeadlers. Der getötete Greifvogel wurde unterhalb eines Windkraftrades gefunden. Einer von zehn aufgefundenen Vögeln innerhalb eines Jahres – die Dunkelziffer dürfte höher sein.
Moderator Ingwer Seelhoff im Gespräch mit Barbara Kliesch, Vizepräsidentin (li.) und Maria-Anna von Treuenfels, Carl-Albrecht v. Treuenfels Stiftung für Feuchtgebiete
v.l. Rasmus Vöge (CDU), Christoper Vogt (FDP), Ingwer Seelhoff, Cira Ahmad (SPD) und Oliver Brandt (Bündnis 90/Die Grünen) lauschen den Worten von Thomas Neumann.
Am Rednerpult: Bettina Best von der Bürgerinitiative „Naturpark statt Windkraft“ fordert die Erhaltung des Naturparks in seiner jetzigen Form.
Klaus Schlie, Präsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg, im Gespräch mit Thomas Neumann.
Über 100 Interessierte hatten sich zum Fachgespräch eingefunden.
Klaus Schlie (re.) fand abschließende Worte und betonte, es gelte den Naturpark Lauenburgische Seen mit seiner einzigartigen, freien Landschaft mit ökologischer Bedeutung zu schützen. Fotos: Sabine Riege
Mölln – Die Gründung des Kreises Herzogtum Lauenburg vor 150 Jahren ist Gegenstand eines Tagesseminars in Mölln. Die Veranstaltung unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Auge (CAU Kiel) widmet sich dieser Thematik am Samstag, 15. August ab 9 Uhr im Quellenhof (Hindenburgstr. 16, 23879 Mölln).
Das Herzogtum Sachsen-Lauenburg wurde am 1. Juli 1876 als Landkreis Herzogtum Lauenburg in die preußische Provinz Schleswig-Holstein integriert. Ausgehend von diesem Ereignis gibt es im ersten Teil des Tagesseminars Kurzreferate von ausgewiesenen Kennern der Materie. Nach einer Mittagspause werden mit dem Bus Stationen und Denkmäler der Kaiserzeit in Mölln und Ratzeburg angefahren (Leitung Stadtarchivar Christian Lopau, Rückkehr gegen 18.00 Uhr).
Mit Beiträgen von Detlev Werner von Bülow, Dr. Ulf Morgenstern, Jana Margarete Betten, Alexander Lauterbach sowie Prof. Dr. Oliver Auge.
Eine Kooperation zwischen der Lauenburgischen Akademie der Stiftung Herzogtum Lauenburg und der Abteilung für Regionalgeschichte der CAU zu Kiel. Eine Anmeldung ist erforderlich unter info@stiftung-herzogtum.de oder Tel. 04542-87000. Die Teilnahmegebühr beträgt 45,00 Euro. Foto: Hendrik Ohde
Mölln – Unter dem Titel „Ein Abend für Mascha Kaléko“ porträtierten die Schauspieler des LitEnsembles, Astrid Kramer und Hans Heller, im Rahmen einer Lesung einfühlsam die Anfang des 20. Jahrhunderts in Polen geborene Dichterin. So erzählten sie im ausverkauften Möllner Stadthauptmannshof zugleich die Biographie der Künstlerin Mascha Kaléko, die ihr Leben in Lyrik verwandelt hatte. Ob melancholisch, frech, zärtlich – oder ganz selten bitter: Das Publikum zeigte sich begeistert und beeindruckt von dem künstlerischen Schaffen und den tiefgehenden Worten einer Lyrikerin, die Mitter der 1970er Jahre in der Schweiz verstarb. Im Berlin der 20er Jahre hatte sie früh Erfolg mit lyrischen Szenen, die das Großstadtleben zeigen, bis sie als Jüdin mit Mann und Kind 1938 nach Amerika emigrierte. In der Fremde schrieb sie weiter, erzählte von neuen Erfahrungen, von Dankbarkeit und Resignation. Die Musikerin Natascha Böttcher, ebenfalls Mitglied des LitEnsembles, erweiterte den Abend mit prononcierten und poetischen Musikstücken auf dem Akkordeon.
Fotos: Stefan Büngens/Stiftung Herzogtum Lauenburg
Mölln – Bereits zum 20. Mal treffen sich niederdeutsche Autorinnen und Autoren auf Einladung der Stiftung Herzogtum Lauenburg und des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein (ZfN) im Möllner Stadthauptmannshof an der Hauptstr 150, um sich ihre Geschichten und Gedichte vorzulesen beziehungsweise anzuhören und ins Gespräch zu kommen. Ausdrücklich sind interessierte Zuhörer eingeladen, am Samstag, 9. Mai dabei zu sein – gerne auch zwischendurch. Die Autoren kommen aus allen Teilen Norddeutschlands und zeigen die ganze Vielfalt der plattdeutschen Sprache. Dabei sind Hobby-Schriftsteller wie auch solche mit mehreren Veröffentlichungen gleichermaßen vertreten. In diesem Jahr werden die Lesungen vom Offenen Kanal Lübeck fürs Radio aufgezeichnet.
Um 10 Uhr geht es los mit Grußworten und einer Diskussion über den Einsatz von Hochdeutsch in niederdeutschen Werken. Diskussionsteilnehmer sind Peer-Marten Scheller (Verleger Quickborn-Verlag), Heiko Frese (Plattschapp/Plaggenhauer Verlag) sowie Marcel Jammer (Niederdeutsche Volksbühne Geesthacht).
Die Lesungen in jeweils zwei parallel laufenden Gruppen finden um 11.30 Uhr und um 13.45 Uhr statt. Das Autorentreffen wird mit einem maritim-niederdeutschen Konzert des Gesangsduos Heye und Jan (Buxtehude/Hamburg) um 17 Uhr abgerundet.
Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Bei Fragen melden sich Interessente bitte bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg unter der Telefonnummer 04542/87000 oder per Mail an info@stiftung-herzogtum.de.
Mölln – Mit viel Trubel und rund 100 Gästen und Interessierten wurde am Sonntag, 15. März, die Frühjahrsausstellung im Herrenhaus des Stadthauptmannshofes in Mölln eröffnet. Gleich fünf großartige, norddeutsche Künstlerinnen und Künstler hatte Kuratorin Antje Ladiges-Specht eingeladen, um dem Motto „Wald Wiesen Wasser“ Leben einzuhauchen. Kunstwerke, wie sie unterschiedlicher kaum sein können, zieren seitdem die alten Gemäuer … Großformatige Gemälde zum Thema Wasser der Aumühler Künstlerin und Ozeanografin Anja Witt begrüßen die Gäste bereits im Eingangsbereich des Medaillongebäudes. Rechter Hand geht es mit überraschenden Bildern zum Thema Natur von Christiane Leptien weiter, die ihre „Paradiesmomente“ geschaffen hat. Überall kann man in den unteren Räumen zudem die großen Holzskulpturen aus Jackfruitholz, Frangipani oder beispielsweise Teakholz entdecken, die von der Bildhauerin Franziska Seifert geschaffen wurden. Im Treppenhaus hängen geschwärzte Lianen und im ersten Stock überraschen weitere Skulpturen sowie die detaillierten, feinen Zeichnungen auf alten Briefen oder Papieren des Lübecker Künstlers Matthias Eichel. In ganz eigen kreierten Formen und Fotos von teils farbenfrohen Kompositionen hält der ebenfalls in Lübeck tätige Georg Feyerabend Strukturen und die Erinnerung an die Natur fest.
Nach den Grußworten des Präsidenten der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Klaus Schlie, konnten die Anwesenden abwechselnd Teile der Laudatio von Meinhard Füllner, Kreispräsident a.D., und Harfen-, Klavier- sowie Akkordeonklängen lauschen. Insgesamt sechs Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule spielten virtuos und verzückten das Publikum mit einem perlenden „Wasserfall“ oder wunderbaren, frühlingshaften Melodien. „Dieses Zusammenspiel von Kunst und Musik … das war ganz fantastisch und außergewöhnlich!“, begeistert sich ein Besucher der Vernissage, der sich bereits kurz nach der Eröffnung der Vernissage gemeinsam mit seiner Frau ein Bild von Matthias Eichel gesichert hatte. Noch bis zum 19. April können Interessierte jeweils am Samstag und Sonntag bei freiem Eintritt in der Zeit von 13 bis 17 Uhr wunderbare Kunst im Stadthauptmannshof entdecken!
Mölln – In der Frühjahrsausstellung der Stiftung Herzogtum Lauenburg werden Arbeiten norddeutscher Künstlerinnen und Künstler gezeigt, die sich der Wechselwirkung von Kunst und Natur widmen. Die Vernissage findet am Sonntag, 15. März um 11.30 Uhr im Stadthauptmannshof statt (Hauptstr. 150, 23879 Mölln – barrierefrei). Meinhard Füllner (Kreispräsident a.D.) führt in die Ausstellung ein. Für die musikalische Umrahmung sorgen Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule. Sie sind Preisträgerinnen und Preisträger des Musikschulwettbewerbs. Die von Antje Ladiges-Specht kuratierte Ausstellung läuft bis einschließlich 19. April und ist samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern:
Die Malerei von Anja Witt aus Wentorf ist vom Meer inspiriert. Ihre Bilder entfalten eine bildnerische Sprache für das, was unter der Oberfläche liegt: Strömungen, Schichtungen, Bewegung oder Austauschprozesse.
Die Hamburger Bildhauerin Franziska Seifert hat für ihre Holzskulpturen eine besondere Technik bei Schnitzern in Bali gelernt. Es geht dabei um ein Gefühl spiritueller Hingabe und großer Fähigkeit, das einem plötzlich innewohnt.
Die Geesthachter Malerin Christiane Leptien nimmt bei Streifzügen durch die Natur die Umgebung mit allen Sinnen wahr. Im Atelier tritt sie in einen Dialog mit den Eindrücken.
Georg Feyerabend aus Bliestorf entwickelt Bilder und Kompositionen aus Pflanzenteilen. Er lässt sich von den Farben und Strukturen zu neuen Zusammensetzungen inspirieren, die aber immer schon da waren.
Der Lübecker Matthias Eichel kombiniert filigrane Zeichnungen von Bäumen und Landschaften mit alten Briefen, Rechnungen und Papieren. Er thematisiert damit Vergänglichkeit, verloren gegangene Bedeutungen und Spuren, die die Zeit hinterlässt.
Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Kranich-Installation des Naturschutzreferenten der Stiftung Herzogtum Lauenburg.
Mölln – Wenn kleine Hände eifrig basteln, fröhliche Lieder erklingen und es nach Farbe und Vorfreude auf Ostern duftet, dann findet im Zentrum für Niederdeutsch das Osterbasteln statt. Am Samstag, 21. März, wird von 14 bis 15.30 Uhr gemeinsam gebastelt, gesungen und gelacht. Kinder sind herzlich eingeladen, gemeinsam mit einem Elternteil oder Erziehungsberechtigten Osternester zu gestalten und Eier bunt zu bemalen. Alle Materialien werden kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die passende Stimmung sorgen plattdeutsche Osterlieder mit Uli Gröhn. Die Leiterin des Zentrums für Niederdeutsch, Marie Sophie Koop, freut sich auf viele kleine und große Gäste: „Die Bastelanleitung erfolgt auf Plattdeutsch – aber keine Sorge: Wenn etwas unklar ist, helfen wir natürlich auch auf Hochdeutsch weiter.“ Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung jedoch erforderlich. Die Veranstaltung findet im Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, statt. Anmeldungen werden bis zum 18. März per E-Mail an m.koop@stiftung-herzogtum.de entgegengenommen.
Mölln – Prof. Dr. Holger Behm erläutert in seinem Vortrag am Donnerstag, 19. März um 19.30 Uhr im Stadthauptmannshof (Hauptstraße 150, 23879 Mölln), wie unterschiedlichste Landschaften gelesen werden können. Die Veranstaltung der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist kostenlos.
Landschaften sind wie Bücher, die in Sprachen geschrieben wurden, die immer weniger Menschen verstehen. Sie spiegeln das Natürliche und das Menschliche in der zeitlichen Entwicklung wider. Vom Vortragenden wurde ein einfacher Schlüssel entwickelt, der Landschaften und ihre Elemente erklärbar macht und eine methodische Stütze zum Erkennen des Besonderen in unterschiedlichsten Landschaften bietet. Verbunden mit einem gedanklichen Streifzug durch Norddeutschland und den Rest der Welt, wird die Landschaft zum spannenden Lesebuch für Jung und Alt. Ein Buch, das Sie nach dem Vortrag nicht aus der Hand legen werden.
Der Referent war bis zum Eintritt in den Ruhestand im November 2024 Fachgebietsleiter für Landschaftsplanung und Landschaftsgestaltung an der Uni Rostock, z. Zt. Bearbeitung von Forschungsschwerpunkten mit Universitäten in China.
Mölln – Am 9. Mai findet ab 10 Uhr auf dem historischen Gelände der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Hauptstraße 150, 23879 Mölln, zum 20. Mal das Niederdeutsche Autorentreffen statt. Die Veranstaltung rückt die niederdeutsche Literatur in ihrer ganzen Vielfalt in den Mittelpunkt und bietet Autorinnen und Autoren auch über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus eine Bühne.
In jeweils zehnminütigen Lesungen präsentieren die Teilnehmenden selbst verfasste Texte auf Niederdeutsch. Dabei wird deutlich, dass das Spektrum niederdeutscher Literatur weit über traditionelle Erzählformen hinausgeht. Auch moderne Themen finden ihren Platz im Plattdeutschen und eröffnen dem Publikum facettenreiche Einblicke in Sprache, Stil und regionale Unterschiede der Dialekte. „Gerade diese Vielfalt zeigt, wie lebendig und zeitgemäß Niederdeutsch heute ist“, erklärt Marie Sophie Koop, Leiterin des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein.
Das Niederdeutsche Autorentreffen ist als offene Lesebühne konzipiert. Eine vorherige Veröffentlichung der Texte ist nicht erforderlich, ein festes Schreibthema gibt es nicht. Insbesondere junge Menschen und Schreibende ohne Vorerfahrung sollen ermutigt werden, sich zu beteiligen.
Eine Premiere gibt es in diesem Jahr ebenfalls: Der Offene Kanal Lübeck zeichnet die Lesungen für das Radio auf. Voraussetzung für eine Teilnahme als Autorin oder Autor ist, dass die Texte auf Niederdeutsch und ohne den Einsatz von Künstlicher Intelligenz verfasst wurden. Anmeldungen sind bis zum 20. März 2026 per E-Mail an niederdeutschesautorentreffen@gmx.de möglich. Eingereicht werden müssen der Text als Textdatei, persönliche Kontaktdaten sowie eine Kurzvita. Zudem ist anzugeben, ob die Texte uneingeschränkt und kostenlos auf der Internetseite des Kulturportals und des Zentrums für Niederdeutsch veröffentlicht sowie für das Radio aufgezeichnet und anschließend online bereitgestellt werden dürfen.
Begleitet wird das Autorentreffen von einem abwechslungsreichen Bühnenprogramm zwischen 10 und 18 Uhr. Ziel der Veranstaltung ist es auch, Menschen anzusprechen, die bislang wenig Berührung mit Plattdeutsch hatten. Sie erhalten die Gelegenheit, unterschiedliche Dialekte kennenzulernen und die Sprache in ihrer lebendigen Vielfalt zu erleben.
Mölln – Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hatte in den vergangenen Monaten als Einrichtung für Kulturförderung des Kreises Interessierte dazu aufgerufen, sich an einer Art Bestandsaufnahme zum Themenfeld „Literatur im Kreis“ zu beteiligen. Literatur ist allgegenwärtig, so es gibt es Literaturkreise, in denen aktuelle Belletristik besprochen wird, Schreibwerkstätten, Quiz-Veranstaltungen in Büchereien, Vorlesewettbewerbe in Schulen, regionale Buchmessen und – natürlich – Lesungen sowie beispielsweise einen Lesefrühling und einen Bücherherbst. Es haben sich viele Personen gemeldet, die die ganze Bandbreite des Themas abbilden. Ob Leiter eines Lesepatenprojekts, professionelle Schriftstellerinnen, leidenschaftliche Lyriker oder Büchereileitungen: Sie alle tragen ihr schriftstellerisches Schaffen und/oder ihre Affinität zum geschriebenen Wort zu den Menschen im Kreis und darüber hinaus.
Und bereits jetzt sprudeln die Ideen: Anregungen zu einer digital-regionalen Text-Austauschbörse wurden ebenso ins Feld gebracht, wie Vorschläge zur Vernetzung von Lesekreisen bis hin zur Einrichtung einer digitalen Börse für Vorlesende.
Nun laden die Initiatoren der Stiftung zu einem Literatur-Austauschforum in den historischen Stadthauptmannshof im Herzen Möllns (Hauptstraße 150) ein und hoffen auf viele Teilnehmer.
„Wir wollen uns am Donnerstag, 5. März, in der Zeit von 18.30 bis 20 Uhr, einen gemeinsamen Überblick über relevante Themen zur Literatur im Kreis verschaffen, neue Ideen zur Förderung von kreisweiter Literatur entwickeln und beispielsweise mögliche Zielsetzungen von Netzwerkarbeit definieren“, erklärt Stiftungs-Vorstand Jörg-R. Geschke, der das Projekt angeschoben hat. „Vielleicht können wir an diesem Abend sogar erste Maßnahmen oder Veranstaltungen festlegen oder anderes konkretisieren!“
Gestartet wird der Abend mit einem Podiumsgespräch, in dem die Aspekte von zeitgenössischer Literatur aus unterschiedlicher Perspektive erörtert und Publikumsfragen thematisiert werden sollen. Als Gäste begrüßt Kulturvermittler Jörg-R. Geschke den Verleger und Träger des Deutschen Verlagspreises 2020 und 2021, Wolf-Rüdiger Osburg aus Ratzeburg. Ebenfalls aus Ratzeburg ist Schriftsteller Matthias Kröner mit von der Partie, der neben digitalen Literaturprojekten auch für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2023 und International Travel BookAward 2025 nominiert war. Die Lauenburgerin Ingrid Bussmann betreut den Lesekreis an der VHS Schwarzenbek – sie ergänzt die Runde.
Anschließend wird es Raum für weitere Gespräche geben. Für Getränke und Snacks ist gesorgt. Es wird um Anmeldung per Mail an info@stiftung-herzogtum.de oder unter der Telefonnummer 04542-87000 gebeten.
Mölln (srg) – Das neue Programm der Stiftung Herzogtum Lauenburg für das 1. Halbjahr 2026 ist erschienen. Mit einem Klick auf das Foto öffnet sich das PDF des Programms. Reservieren Sie für alle Veranstaltungen (sofern keine anderen Kontaktdaten im Text angegeben sind) bereits vorab Ihre Karten unter 04542-87000, per Mail an info@stiftung-herzogtum.de oder buchen Sie Ihre Tickets ganz einfach online über Lübeck-Ticket. Den passenden QR-Code finden Sie ganz einfach zum scannen im Programmheft auf Seite 26.
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Mölln – Mit 14 Veranstaltungen aus dem breiten Spektrum der Aufgaben der Stiftung, zusätzlichen ‚Kultur auf Dorf-Tour‘ sowie tollen Literatur-Aktionen, in denen Jung und Alt eingebunden werden sollen, startet die Stiftung Herzogtum Lauenburg ins Jahr 2026.
„Ob Akademiekonzert oder die Frühjahrs-Ausstellung, Vorträge oder zwei Aufrufe zur Beteiligung an innovativen Projekten unter dem Tenor ‚Literatur im Kreis‘: Interessierten stehen zahlreiche Möglichkeiten für eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung zur Auswahl“, so Klaus Schlie, Präsident der Stiftung.
Hier ein kleiner Ausschnitt: Am Samstag, 21. Februar, lädt der Orgelbauverein Mölln in den Stadthauptmannshof ein. „Dieser Benefiznachmittag verspricht sehr interessant zu werden“, erzählt Dr. Stefan Kram, Vorstand der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg. „Neben den Kurzkonzerten mit Susanne Bornholdt und Hartmut Ledeboer beginnt beispielsweise um 14.30 Uhr der Aufbau einer Doe-Orgel, die ich bisher noch nicht kannte. Der mobile Orgel-Bausatz ermöglicht es Kindern und Erwachsenen, eine echte, kleine Pfeifenorgel selbst zusammenzubauen!“ Und Barbara Kliesch, Vizepräsidentin der Stiftung Herzogtum Lauenburg ergänzt: „Der Erlös des Benefiznachmittags soll das verbliebene Finanzierungsdefizit aus der umfangreichen vierjährigen Restaurierung der historischen Scherer-Bünting-Flentrop-Orgel in der St. Nicolai Kirche Mölln reduzieren – eine solche Veranstaltung unterstützen wir natürlich gern!“
Musikalisch geht es auch am 6. März zu, denn da besucht der Kölner Pianist Timon Landen den Möllner Stadthauptmannshof, um in der Reihe der „Akademiekonzerte“ einen Klavierabend zu geben. Das Publikum darf sich auf Stücke von Claude Debussy und Isaac Albéniz sowie die letzte Klaviersonate von Franz Schubert freuen.
Auch die Vorbereitungen für die Frühjahrsausstellung im Herrenhaus des Stadthauptmannshofes laufen unter dem Titel „Wald Wiesen Wasser“ bereits auf Hochtouren – die Vernissage findet am 15. März um 11.30 Uhr statt. Kuratiert wird die Ausstellung von Antje Ladiges-Specht. Vorgestellt werden Kunstwerke norddeutscher Künstlerinnen und Künstler, die mit unterschiedlicher Herangehensweise Ökosysteme, die unauflöslich miteinander verwoben sind, thematisieren und interpretieren.
„In diesem Jahr wird sich die Stiftung verstärkt dem Bereich Literatur widmen.“, informiert Jörg-Rüdiger Geschke vom Vorstand der Stiftung. „Unter dem Titel ‚Literatur im Kreis‘ möchten wir all jene ansprechen, die sich mit Literatur befassen, selbst professionell oder hobbymäßig schreiben, sich in Lesekreisen treffen oder als Veranstalter von Literaturveranstaltungen sehen.“ Sie alle seien aufgerufen, sich bei der Stiftung zu melden. Geschke hofft auf zahlreiche Rückmeldungen: „Wir planen, nach einer aktuellen Bestandsaufnahme Treffen oder Veranstaltungen zum Thema Literatur gemeinsam mit Interessierten zu realisieren – machen Sie gerne mit und melden Sie sich bei uns!“
Ein weiteres Thema zu „Literatur im Kreis“ wird „Erinnerungen teilen – Generationen im Austausch“ sein. Persönliche Erinnerungen, von Seniorinnen und Senioren selbst notiert, sollen dann von Kindern und Jugendlichen im Rahmen von Veranstaltungen in Schulen präsentiert werden. Mitmachen können alle ab etwa 60 Jahren, die Freude am Erinnern und Schreiben haben.
„Nähere Informationen erhalten Interessierte bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg oder im Halbjahresprogramm, das ab sofort in den Filialen der Kreissparkasse sowie in verschiedenen öffentlichen Stellen im Kreis erhältlich ist. Selbstverständlich steht das Programm auch digital zur Verfügung. Unter www.stiftung-herzogtum.de finden sich auch Ergänzungen oder Änderungen.“, informiert Stefan Büngens, Geschäftsführer der Stiftung Herzogtum Lauenburg.
Ein besonderer Dank gilt dem Premiumsponsor, der Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg, ohne die die Stiftung dieses kreisweite Angebot nicht unterbreiten könnte.
„Wir sind sicher, dass für alle Kreisbewohnerinnen und -bewohner sowie Gäste etwas dabei ist“, so Barbara Kliesch, Vizepräsidentin der Stiftung.
Mit der ersten kulTOUR durchs Herzogtum-Ausgabe des neuen Jahres präsentieren wir interessierten Leserinnen und Lesern die facettenreiche Kulturlandschaft im Kreis Herzogtum Lauenburg. Vorstellungen von Locations, Ausstellungsräumlichkeiten, Ateliers und Künstlerinnen oder Künstlern sind hier ebenso zu finden, wie Termine für Jung und Alt. Wir bitten um Verständnis, dass wir für Termine keine Gewähr übernehmen können. Klicken Sie sich doch einmal durch – mit einem Klick ins Cover gelangen Sie direkt in die Ausgabe.
Hzgt. Lauenburg – Organisatoren und Planer, Ideen- und Impulsgeber sind bereits in vollem Gange, um den KulturSommer am Kanal in diesem Jahr erneut zu einem unvergesslichen Höhepunkt im kulturellen Jahreskalender zu machen. Der KulturSommer findet in diesem Jahr vom 20. Juni bis 20. Juli statt.
Die Bewerbungsfrist zur Teilnahme am KulturSommer am Kanal ist inzwischen abgelaufen und nun sichten die Verantwortlichen die eingegangenen Bewerbungen und Vorschläge, um erneut ein spannendes, abwechslungsreiches und attraktives Angebot für Jung und Alt zusammenzustellen. Lassen Sie sich überraschen!
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