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Herzogtum Lauenburg – Geschichte erlebbar gemacht

Die Geschichte unseres Kreises Herzogtum Lauenburg ist schon im Namen „erlebbar“ – nur, was bedeutet: Herzogtum?

Regiert in Ratzeburg ein Herzog? Sind Kreispräsident und Landrat Nachkommen des altsächsischen Adelsgeschlechts der Askanier? Ist unser Herzogtum Lauenburg überhaupt ein Bestandteil Schleswig-Holsteins? Sind wir „Lauenburgerinnen und Lauenburger“ im Land zwischen den Meeren etwas Besonderes?

Wer Antworten auf diese Fragen wissen will, sollte „Das Herzogtum Lauenburg – Seine Geschichte in Texten, Bildern und Dokumenten“ von Eckardt Opitz erwerben und lesen.

Der Autor Opitz sagt, die deutsche Geschichte sei nicht nur durch die großen Dynastien, sondern auch durch kleine Fürstentümer, Städte und Länder geprägt. Das kleine Reichsfürstentum Herzogtum Sachsen-Lauenburg blieb in seiner wechselvollen Geschichte bis in die Neuzeit hinein stets ein wichtiger Faktor in der deutschen und europäischen Geschichte. Und – das ist bemerkenswert – der Landkreis verfügt noch immer über Sonderrechte, die andere Kreise nicht haben.

Seit 30 Jahren legt der Hamburger Historiker Prof. Dr. Eckardt Opitz seinen Forschungsschwerpunkt auf das Herzogtum Lauenburg. In zahlreichen Vorträgen, Seminaren und Aufsätzen hat er innerhalb der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur der Stiftung Herzogtum Lauenburg sein umfangreiches Wissen geteilt. Dort stellte er am Sonnabend den 19.11.2022 sein neuestes Buch vor. Zahlreiche interessierte Zuhörer, unter Ihnen Kreispräsident Mainhard Füllner und Kreissparkassenvorstand Udo Schlünsen, waren gekommen um neueste geschichtliche Details über das Herzogtum zu erfahren.  In anschaulicher Form macht das einzigartige Werk von Opitz deutlich, dass unser Herzogtum eine historische Bereicherung der Landesgeschichte darstellt. In verständlichen Texten, mit vielen Abbildungen, Kartendarstellungen, Fotografien und Urkunden stellt er unsere Heimatgeschichte erlebbar dar.

„Der Stiftung Herzogtum Lauenburg, mit seiner Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur war die Herausgabe dieses „Standardwerkes“ zur Geschichte unseres Kreises ein wichtiges Anliegen“, so der Präsident Klaus Schlie. „Dabei wurden wir großzügig von der Dr. Werner Petersen Stiftung in Kiel bei der Erarbeitung und Herausgabe des Buches gefördert.“

Das gebundene, im Husum-Verlag erschiene Buch umfasst knapp 300 Seiten, ist farbig bebildert und für 29,95 Euro im Buchhandel.  (ISBN 978-3-96717-105-1) und im Stadthauptmannshof der Stiftung Herzogtum Lauenburg in Mölln zu erwerben.

Buchbestellungen unter info@stiftung-herzogtum.de oder 04542 – 87 000.

Foto: Buchcover © Husum-Verlag

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Lauenburgische Akademie

„39 Tage – Mölln im Herbst 1992“

Mölln – 30 Jahre nach dem Ereignis liegt erstmals eine detaillierte schriftliche Dokumentation über die Möllner Brandanschläge vom 23. November 1992 vor. Sie trägt den Titel „39 Tage – Mölln im Herbst 1992“ und ist in der Schriftenreihe der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur der Stiftung Herzogtum Lauenburg erschienen. Verfasst hat die 120-Seiten-Schrift der Möllner Lothar Obst, der 1992 beruflich als Verwaltungsleiter des damaligen Städtischen Krankenhauses und ehrenamtlich als Geschäftsführer des Heimatbundes und Geschichtsvereins tätig war.

„Die vorliegende Dokumentation über die Möllner Brandanschläge vom 23. November 1992 ist aus Sicht der ´Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur´ ein wichtiger Beitrag zur wissenschaftlichen Aufarbeitung dieser rechtsextremistisch motivierten Tat“, erklärt der Präsident der Stiftung Klaus Schlie. „Der Tutor unserer Akademie Lothar Obst trägt mit dieser ausschließlich faktenbasierten Darstellung dazu bei, die tatsächlichen Abläufe der Tat, des Rettungseinsatzes und der Reaktion der Bevölkerung in Mölln zu dokumentieren. Ein absolut notwendiger Beitrag frei von Spekulationen und Legendenbildungen“, so Klaus Schlie.

Es ist ein Novum in der neueren deutschen Geschichte: Die von zwei jungen Neonazis verübten Anschläge, die drei Todesopfer, neun Schwerverletzte und eine Reihe Leichtverletzter unter den 42 Bewohnern der Häuser in der Mühlenstraße 9 und der Ratzeburger Straße 13 forderten und zu einer weltweiten Berichterstattung führten, sind bis heute von der deutschen Geschichtsforschung nur spärlich thematisiert worden. So sind bisher kaum  wissenschaftliche Arbeiten publiziert worden, lediglich eine Dissertation an der Universität Bremen und eine Masterarbeit an der Universität Wien, allerdings mit anderen Forschungsfeldern. Die jetzt vorliegende Dokumentation geht vor allem der Frage nach: Wie hat damals die Möllner Bevölkerung auf die Anschläge reagiert? „Ich möchte damit eine auch nach drei Jahrzehnten immer noch vorhandene Lücke im Schrifttum schließen, denn einen umfassenden Bericht zu dieser Frage gibt es bisher nicht“, begründet Lothar Obst seine Grundlagenforschung im Vorwort.

Der Titel stellt auf den 39 Tage umfassenden Berichtszeitraum vom 23. November bis 31. Dezember 1992 ab, so dass mit einer großen Detailschärfe nur die zeitlich unmittelbaren und damit authentischen Reaktionen mit ihrer hohen Glaubwürdigkeit dargestellt werden. Die Dokumentation beginnt mit einem literarischen Prolog von Carl Zuckmayer und schließt mit einem künstlerischen Epilog von Horst Grünwald.

Der Verfasser stützt seine Arbeit auf eine eigene 30-jährige Materialsammlung, die Auswertung der Archivbestände von Stadt und Kreis, offiziellen Einsatzberichten, Privat- und Zeitungsarchiven, den Vernehmungen und Geständnissen der Täter, den Prozessakten vor dem Oberlandesgericht Schleswig und Interviews sowie persönlichen Aussagen von Bewohnern beider Brandhäuser, der Feuerwehren, Polizei, Rettungsdiensten und weiteren Zeitzeugen aus der Möllner Zivilgesellschaft. Breiten Raum nehmen vor allem die Berichte über die öffentlichen Kundgebungen, Schweigemärschen und Erklärungen, die umfangreiche Hilfsbereitschaft der Möllner Bevölkerung mit Geld- und Sachspenden sowie bereitgestellten Wohnungen, persönliche und künstlerische Reaktionen, die nach den Anschlägen gegründeten Vereine und Institutionen sowie die geschaffenen Gedenkstätten ein. Im Dokumentarteil findet der Leser den damaligen Fahndungsaufruf der Polizei, regionale und bundesweite Trauer- und Solidaritätsanzeigen, den Gründungsaufruf des späteren „Vereins Miteinander leben“, einen Spendenaufruf des Städtischen Krankenhauses und den Text einer Gedenkrede, die Obst in seiner späteren Funktion als Bürgervorsteher der Stadt Mölln zum 6. Jahrestag der Anschläge am 23. November 1998 hielt.

Die Arbeit beinhaltet mit 65 Fotos eine umfangreiche Bilddokumentation; sie stammen vom Kreisfeuerwehrverband Herzogtum Lauenburg, aus dem Privatarchiv von Martin Stein, der auch das Titelfoto beisteuerte, sowie von Detlef Romey, Horst Grünwald (alle Mölln) und vom Verfasser selbst.

„Damit liegt erstmals eine quellengestützte, streng faktenbasierte und von persönlichen Wertungen freie Grundlagenforschung vor, auf die weitere Zeitzeugen oder Geschichtsstudenten zurückgreifen können“, so Lothar Obst, der sich von seiner Arbeit vor allem eine Anstoßwirkung für andere Forscher und Interessierte verspricht: „Denn auch diese erste vorliegende Dokumentation kann nur ein Schlaglicht abbilden und erhebt keineswegs den Anspruch, die ganze Breite der beeindruckenden Reaktion der Möllner Bevölkerung auf die rechtsradikalen Gewaltanschläge darzustellen. Die Reaktion der Möllner Bevölkerung war deutschlandweit beispielgebend.“ Die Dokumentation erscheint in der Schriftenreihe der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

Bibliografische Angaben:

Obst, Lothar: 39 Tage – Mölln im Herbst 1992. Wie die Möllner Bevölkerung auf die Brandanschläge vom 23. November 1992 reagierte. Bericht eines Zeitzeugen

Lauenburgische Akademie für Wissenschaft und Kultur der Stiftung Herzogtum Lauenburg (Hg.)

21 x 30 cm

124 S., Softcover

Mölln 2022

Erhältlich zum Preis von 9,80 Euro plus Porto bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg:

info@stiftung-herzogtum.de

Tel. 04542-87000

Vor Ort im Empfang der Stiftung: Stadthauptmannshof, Hauptstr. 144, 23879 Mölln (Öffnungszeiten Mo. bis Do. von 9.00 bis 12.00 Uhr).

Außerdem in der Buchhandlung LeseSpaß (Hauptstr. 7, Mölln) sowie in der Buchhandlung Weber (Hauptstr. 74, Mölln).

Foto: Buchcover: 39 Tage in Mölln (honorarfrei) Stiftung Herzogtum Lauenburg

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Stadthauptmannshof Wissenschaft

Heinrich der Löwe und die Slawen

Heinrich der Löwe ragte als Reichsfürst deutlich über die Seinesgleichen hinaus und beanspruchte eine quasi königliche Stellung im Reich, aus der heraus er auch mit dem König von Dänemark um die Hegemonie im westlichen Ostseeraum konkurrierte. Besonders deutlich wird dieser Anspruch Heinrichs des Löwen an seiner Politik mit und gegenüber den von Wagrien (Ostholstein) bis Pommern siedelnden Slawen.

Der bebilderte Vortrag nimmt diese Politik von Heinrichs erstem (kriegerischen) Kontakt mit den Slawen während des Wendenkreuzzugs 1147 bis zu seinem Sturz als Herzog Anfang der 1180er Jahre in den Fokus. Er wird herausarbeiten, dass die Geschehnisse in diesem wendischen Raum für das Selbstverständnis und Schicksal Heinrichs des Löwen von nicht unwesentlicher Bedeutung waren.

Professor Auge lehrt Regionalgeschichte mit Schwerpunkt Geschichte Schleswig-Holsteins in Mittelalter und Früher Neuzeit an der Universität in Kiel.

Do., 17. November 2022, 19.30 Uhr

Eintritt frei

Stadthauptmannshof, Hauptstr. 150, 23879 Mölln

Foto: Katrin Jeste

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Lauenburgische Akademie

Schleswig-Holsteins Weg zur Demokratie

Den Weg Schleswig-Holsteins zu einem eigenständigen Bundesland und einer parlamentarischen Demokratie nimmt am Donnerstag, 10. Februar, Prof. Dr. Utz Schliesky (Kiel) im Möllner Stadthauptmannshof in den Blick. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Schleswig-Holstein war ursprünglich Bestandteil des Staates Preußen, der wiederum Bestandteil des Deutschen Reiches war. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Untergang des Nationalsozialismus wurde diese Verfasstheit von den Siegermächten geändert. In der Folge wurde Schleswig-Holstein selbständig. Der Vortrag von Prof. Schliesky vollzieht diese Entwicklung verfassungspolitisch nach und arbeitet dabei einige Besonderheiten der neuen politischen Verfasstheit heraus.

Prof. Dr. Utz Schliesky ist Vorstand des Lorenz-von-Stein-Instituts für Verwaltungswissenschaften an der CAU zu Kiel und Direktor des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Ehrenamtlich ist er unter anderem als Tutor für Recht, Wirtschaft und Europa an der Lauenburgischen Akademie der Stiftung Herzogtum Lauenburg tätig.

Anmeldung für den Vortrag werden unter der Telefonnummer 04542-87000 oder per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de entgegengenommen. Besucherinnen und Besucher müssen geimpft oder genesen sein (2G).

Foto: Michael Gaida

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Wissenschaft

Die Zeit reiner Faktenvermittlung ist vorbei

Wie schaffe ich es, Menschen für mein Museum zu begeistern und nebenbei auch noch den einen oder anderen Erkenntnisprozess in Gang zu setzen? Um diese Frage rankte sich eine von der Stiftung Herzogtum Lauenburg und vom Projekt „Schule trifft Kultur in Schleswig-Holstein“ veranstaltete Fortbildung. Mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer warteten am heutigen Mittwoch (10. November) im Stadthauptmannshof auf Tipps und Anregungen und erhielten sie – sowohl in Theorie als auch Praxis.

Aus der Praxis der Vermittlungsarbeit berichteten zunächst Mareike Ballerstedt vom Museum für Hamburgische Geschichte und Heike Roegler vom Altonaer Museum, die unter anderem das Konzept „Kinder als Museumsforscher“ vorstellten. In die Theorie stieg dann Sebastian Barsch, Professor für Geschichtsdidaktik an der Christian-Albrechts-Universität, ein. Wie bei den Vorrednern wurde auch bei ihm schnell deutlich, dass die Zeiten reiner Faktenvermittlung und Objektaufstellung vorbei sind, wenn man denn auch morgen noch Menschen – insbesondere junge – für sein Museum begeistern möchte.

Sebastian Barsch sprach per Videoschalte zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Fortbildung. Foto: Kulturportal-Herzogtum.de

Statt einer straffen, von einer unsichtbaren Hand geleiteten Führung geht es heutzutage darum, die Menschen selbst in Bewegung zu versetzen. Dafür nannte Barsch gleich eine ganze Reihe von Maßgaben. Unter anderem warb er dafür, „Inszenierung zu dekonstruieren“ – sprich verschiedene Sichtweisen auf einen Sachverhalt oder eine Sache zuzulassen – oder bewusst Dinge zuzulassen, die für Irritationen sorgen. „Schülerinnen und Schüler sollen lernen, Geschichte als Konstrukt zu begreifen“, so Barsch. Das Ziel dieser Strategie ist der „Criticalist“, jemand, die oder der in der Lage ist, Quellen als Quellen zu identifizieren und einzuordnen, statt sich überwältigen zu lassen und auch Darstellungen als solche zu erkennen und zu hinterfragen.

Was braucht es, um das zu können? Eine Menge, machten Barschs Ausführungen deutlich. Faktenwissen schadet nicht. Darauf basierend Zusammenhänge herzustellen und damit einen Erkenntnisprozess in Gang zu setzen, um damit am Ende vielleicht etwas für das eigene Leben in einer pluralistischen Gesellschaft ableiten zu können – wäre nahe am Ideal.

Dafür bedarf es allerdings nicht nur kreativer und kompetenter Museumsmacherinnen und Museumsmacher, sondern auch (junger) Menschen, die sich auf dem Weg machen.

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Lauenburgische Akademie

Artenvielfalt im heimischen Garten

Was hilft der Artenvielfalt im heimischen Garten? Dieser Frage geht am Dienstag, 16. November, Diplom-Biologe Norbert Voigt (Kiel) im Möllner Stadthauptmannshof nach. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Über Garten- und Grundstücksgestaltung lässt sich trefflich streiten. Es gibt Menschen, die wilde Gärten lieben. Andere sehen darin wiederum ein Sinnbild für Unordnung und mangelnde Pflege. Nutzgärtnern geht es vor allem darum, Obst und Gemüse zu ernten. Letztendlich sind Gartengestaltungen immer auch Spiegelbild gesellschaftlicher Moden und Trends.

Unabhängig davon bieten Gärten immer Lebensräume für Menschen, Tiere und Pflanzen. Der Vortrag möchte vor diesem Hintergrund positive Beispiele für eine naturnahe Gartengestaltung aufzeigen. Die Vorstellung von Lieblingspflanzen und besonderen Naturinseln im Garten runden den Vortrag ab. Norbert Voigt ist Umweltreferent des Schleswig-Holsteinischen Heimatbundes.

Eine Anmeldung unter Tel. 04542-87000 oder per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de ist erforderlich.

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Foto: Norbert Voigt

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Wissenschaft

Wie geht moderne Museumspädagogik?

Einblicke in die Theorie und Praxis der Museumspädagogik bietet am Mittwoch, 10. November, im Möllner Stadthauptmannshof eine von der Stiftung Herzogtum Lauenburg und dem Projekt „Schule trifft Kultur in Schleswig-Holstein“ veranstaltete Fortbildung. Zu Gast sind Mareike Ballerstedt vom Museum für Hamburgische Geschichte und Heike Roegler, Leiterin der museumspädagogischen Abteilung des Altonaer Museums. Zudem hält Prof. Dr. Sebastian Barsch vom Historischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität einen Vortrag über „Inszenierte Geschichte“, bei dem es um Chancen und Grenzen der Geschichtsvermittlung „an außerschulischen Lernorten“ geht.

Die Fortbildung beginnt um 10 Uhr und endet voraussichtlich gegen 17 Uhr. Das Angebot richtet sich vor allem an Museumspädagoginnen und Museumspädagogen, Lehrerinnen und Lehrer sowie Kulturschaffende. Zutritt gibt es nur bei Beachtung der 3-G-Regel: Das heißt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer benötigen entweder einen Impfnachweis beziehungsweise eine Genesenen-Bescheinigung oder einen aktuellen Corona-Test. Anmeldungen nimmt Jörg-Rüdiger Geschke, erreichbar unter jr.geschke-rz@kulturvermittler-sh.de entgegen.

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Lauenburgische Akademie

Existenzielle Matrix

Nein, dieses Wort genoss lange Zeit keinen guten Ruf. Vor allem der politischen Linken stieß es sauer auf. Der Nationalsozialismus hatte den Begriff „Heimat“ für seine rassistische Ideologie missbraucht und verbrannt. Dass es da manchem gesellschaftlichen Akteur in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg an Toleranz mangelte, ist nur allzu verständlich.

Mittlerweile liegt das Ende der Naziherrschaft 76 Jahre zurück und mit dem Fortschreiten der Zeit scheint auch ein Verständniswandel eingesetzt zu haben, dem Prof. Dr. Joachim Reichstein (Schleswig) am Donnerstag, 4. November, im Markttreff Gülzow nachgeht. Unter dem „Die neue Sehnsucht nach Heimat“ widmet er sich der Vergangenheit und der Gegenwart des Begriffs. Der Vortrag beginnt um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Der Referent will zeigen, dass nichts so verletzlich ist wie unsere Heimat; dass es keine abstrakte Heimat gibt, sondern dass Heimat – auch die in unserem Kopf – immer konkret ist und deshalb verletzlich. „Wir brauchen die universelle existentielle Matrix Heimat zum Leben wie die Atemluft“ sagt Prof. Reichstein. In der neuen Sehnsucht nach Heimat mache sich diese als Erfordernis bemerkbar.  

Für die Veranstaltung kooperiert die Stiftung Herzogtum Lauenburg mit dem Verein Heimatgeschichte Gülzow und dem Kreativausschuss MarktTreff. Anmeldung unter info@stiftung-herzogtum.de oder Tel. 04542 87000 ist erforderlich.

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Wissenschaft

Reich mit schlechtem Ruf

Wie gerechtfertigt ist der schlechte Ruf des 1871 in Versailles ausgerufenen Kaiserreichs? Dieser Frage geht Prof. Dr. Ulrich Lappenküper am Dienstag, 9. November, im Möllner Stadthauptmannshof nach. Dabei schlägt der Geschäftsführer der Otto-von-Bismarck-Stiftung auch einen Bogen zum Deutschland der Gegenwart. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

„Gedenktage kommen mitunter nicht nur ungerufen, sondern auch ungelegen“. So äußerte sich Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Anfang 2021 in einer Rede zum 150. Jahrestag der Gründung des Deutschen Reichs. Kein Zweifel: Das Kaiserreich hat in weiten Teilen der Öffentlichkeit keinen guten Ruf. Es sei eine „Kriegsgeburt“ gewesen, heißt es in Büchern, Feuilletons und TV-Dokumentationen. Nur „ein kurzer Weg“ habe von der Gründung 1871 zum katastrophalen Ende 1918 geführt, und auch danach habe das Erbe unheilvoll weitergewirkt.

Für den Vortrag kooperiert die Stiftung Herzogtum Lauenburg mit der Otto-von-Bismarck-Stiftung. Vorherige Anmeldungen sind zwingend notwendig und werden unter der Telefonnummer 04542-87000 oder per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de entgegengenommen.

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Lauenburgische Akademie

Unterschätzte Quelle

Mit Todesanzeigen und ihrer Aussagekraft für die Forschung befasst sich am Donnerstag, 28. Oktober, der Historiker Prof. Dr. Dr. Rainer Hering (Schleswig) in einem Vortrag im Möllner Stadthauptmannshof. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Alle lesen sie, aber niemand spricht darüber: Todesanzeigen. Todesanzeigen sind eine oftmals unterschätzte Quelle. Sie verraten viel über die jeweilige Gesellschaft und ermöglichen dem Historiker Erkenntnisse – beispielsweise in der Familienforschung.

Herings Vortrag zeigt anhand von konkreten Beispielen auf, welche unterschiedlichen Informationen die Forschung Todesanzeigen entnehmen kann.

Hering leitet das Landesarchiv Schleswig-Holstein und lehrt Neuere Geschichte und Archivwissenschaft an den Universitäten Hamburg und Kiel. In der Lauenburgischen Akademie für Wissenschaft und Kultur, die ein wichtiger Teil der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist, fungiert er als Tutor für den Bereich Archäologie und Geschichte Lauenburgs und seiner Nachbarn.   

Anmeldungen werden per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de oder telefonisch unter der Rufnummer 04542-87000 entgegengenommen.

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Lauenburgische Akademie

„Totholz ist Leben“

Unter dem Titel „Totholz ist Leben“ spricht der Naturschützer Wolfgang Ziegler am Dienstag, 19. Oktober, im Möllner Stadthauptmannshof über die Welt der Insekten. Der Vortrag beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Ziegler ist ein profunder Kenner der heimischen Fauna. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stehen die hochspezialisierten Holzkäfer. Viele dieser Arten sind heute in ihrem Bestand sehr gefährdet. Mit Hilfe von Fotos stellt Ziegler einige der interessantesten Arten dar. Darüber hinaus widmet er sich den Ursachen des Rückgangs und den Möglichkeiten, dem Insektensterben Einhalt zu gebieten.

Ziegler forscht sei 50 Jahren über heimische Käfer. Er ist Mitautor der Roten Liste der Käfer Schleswig-Holsteins und seit vielen Jahren Mitglied im Naturschutzbeirat des Kreises.

Anmeldungen werden per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de oder telefonisch unter der Rufnummer 04542-87000 entgegengenommen.

Foto: Wolfgang Ziegler

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Wissenschaft

Seminar für altdeutsche Schrift & „Talk in der Kulisse“ abgesagt

Das ist eine schlechte Nachricht für all jene, die sich die Lesekompetenz für historische Dokumente aneignen oder den Ausführungen über Kunst und Kunstwerk mit Gwendolin Fähser, Tatjana Karpouk und Stefan Kruse lauschen wollten.

Die gute Nachricht ist: Die Veranstaltung mit Möllns Stadtarchivar Christian Lopau und der Talk mit Lorenz Stellmacher soll nachgeholt werden. Die Termine stehen allerdings noch nicht fest. Die Infos gibt es, sobald dies der Fall ist.

Ebenfalls abgesagt sind unterdessen Professor Dr. Joachim Reichensteins Vorträge über „Ritzeraus Geschichte“ (27. Oktober) und „Die neue Sehnsucht nach Heimat“ (3. November).