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Streuobstwiese

Ratzeburger Apfeltag

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg lädt am Sonnabend, 18. September, auf der Streuobstwiese zum traditionellen Ratzeburger Apfeltag. Ab 14.30 Uhr können vor Ort Fruchtsorten verglichen und probiert werden. Zudem wird – wie üblich – Obst kostenlos abgegeben. Die Streuobstwiese liegt im Ortsteil Stüvkamp und ist über die Straße „Hoffberg“ (Einhaus) zu erreichen.

Wegen der Pandemie ist die Zahl der Besucherinnen und Besucher auf 50 Personen begrenzt. Anmeldungen werden unter Tel. 04542-87000 oder per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de entgegengenommen.

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Umweltpreis

Ein Leben für Natur und Umwelt

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hat den Blunck-Umweltpreis 2021 posthum an den Biologen Dr. Roland Doerffer verliehen. Damit ehrt sie einen Mann, der sich Zeit seines Lebens für den Naturschutz engagiert hat. Doerffer, der 74 Jahre alt wurde, war bereits in den 60er Jahren im Deutschen Jugendbund für Naturbeobachtung ehrenamtlich aktiv. In Geesthacht, wo er seit den 70er Jahren lebte, schloss er sich dem Ortsverein des Naturschutzbundes Deutschland (Nabu) an. Doerffer forschte, betrieb Aufklärung, legte in Sachen Umweltschutz persönlich Hand an und drehte Filme. Letztere – insbesondere sein Werk „Traumberuf Förster“ – machten ihn über Geesthacht hinaus bekannt.

Dr. Roland Doerffer erhielt posthum den Blunck-Umweltpreis. Foto: Privat

Den Preis – einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro, die obligatorische Eule und eine Urkunde – nahm stellvertretend seine Ehefrau Marlen in Brandt´s Gaststätte am Drüsensee aus den Händen von Wolfgang Engelmann, Vizepräsident der Stiftung, entgegen. Die Nachricht, dass die Wahl in diesem Jahr auf Doerffer gefallen war, hatte der Jury-Vorsitzende Thomas Neumann noch persönlich überbringen können.

„Die Jury-Entscheidung ist einstimmig ausgefallen“, so Neumann über das Votum. „Menschlich und fachlich hat kein Weg an Roland Doerffer vorbeigeführt. Er ist ein herausragender Biologe und Wissenschaftler sowie ein hochengagierter Naturschutzmann gewesen.“ Neben Neumann hatten Stiftungspräsident Klaus Schlie, sein Stellvertreter Engelmann sowie Barbara Denker von der Arbeitsgemeinschaft Geo-Botanik der Jury angehört.

„Mit seinen Forschungsbeiträgen zum Thema Klimawandel war Roland Doerffers Wirken weit über nationale Grenzen hinaus von Bedeutung“, zollte auch Laudator Dr. Friedhelm Ringe der wissenschaftlichen Leistung des Blunck-Umweltpreisträgers Respekt. Mit seinem Engagement für den Nabu Geesthacht habe er sich zudem auf ehrenamtlicher Ebene hartnäckig für die Bewahrung der Natur eingesetzt. Ein Beleg dafür seien seine Filme wie „Traumberuf Förster“, die zum Teil ein großes Publikum fanden. „Seinen Mitstreiterinnen und Mitstreiter war Roland Doerffer stets eine große Stütze, die sich im Laufe der Zeit den Ruf eines Multitalents erworben hatte“, so Ringe.

Im Zuge der Blunck-Umwelt-Preisverleihung vergab die Stiftung Herzogtum Lauenburg zum vierten Mal den Jugendumweltpreis. Ausgezeichnet wurde der Ratzeburger Jugendbeirat – unter anderem für sein starkes Engagement für den Klimaschutz. Das Gremium darf sich über 600 Euro freuen. 2019 hatten die Jugendlichen die 1. Ratzeburger Jugendklimakonferenz organisiert. Die Mitglieder des Jugendbeirates besitzen in allen Ausschüssen der Stadt ein Antrags- und ein Rederecht. 

Der Ratzeburger Jugendbeirat wurde für sein Engagement für den Klimaschutz mit dem Jugendumweltpreis ausgezeichnet. Fotos (3): Stiftung Herzogtum Lauenburg

Platz 2 und damit ein Preisgeld in Höhe von 200 Euro ging an die Weingartenschule Lauenburg für das Projekt „Der Apfel – rund ums Jahr“. Platz 3 teilten sich die Kita Arche Noah Büchen, die einmal pro Quartal Müll sammelt und jährlich zu einer Waldwoche einlädt, und das Biologieprofil der 11. Klasse des Marion Dönhoff-Gymnasiums („Leitungswasser ist Klimaschutz“). Beide Kandidaten erhielten 100 Euro.

Im Rahmen der Preis-Verleihung verabschiedete die Stiftung Herzogtum Lauenburg Peter Schlottmann. Schlottmann hatte sich seit dem Jahr 2000 auf der Streuobstwiese und am Obstbaumredder in Einhaus um die Bewahrung alter Obstsorten gekümmert. Dafür hat der pensionierte Schulrat die Flächen in zwei Forschungsfelder verwandelt. Aus Altersgründen hat sich Schlottmann nun von dieser aufwändigen ehrenamtlichen Arbeit zurückgezogen. 2013 hatte er für sein Wirken den Blunck-Umweltpreis bekommen.

Erhielt zum Abschied von Stiftungs-Vizepräsident Wolfgang Engelmann einen großen Präsentkorb: Peter Schlottmann.
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Umwelt und Natur

Gesucht: junge Naturschützer

Dürre, Artensterben, Grundwasserverschmutzung – die Schäden, die der Mensch der Natur zufügt, lassen sich nicht mehr leugnen und werden zunehmend zur Überlebensfrage. Umso wichtiger ist es, die Jugend für das Thema Ökologie zu sensibilisieren und zum Handeln zu bewegen. Die Stiftung Herzogtum Lauenburg verleiht deshalb den mit 1.000 Euro dotierten Preis „Schutz von Natur und Umwelt“.

Ausdrücklich im Fokus stehen sollten in diesem Jahr – der Preis wird alle zwei Jahre vergeben – die von den Vereinten Nationen ausgegebenen Nachhaltigkeitsziele „Leben an Land“ und „Leben unter Wasser“. Als Kandidatinnen und Kandidaten in Frage kommen also beispielsweise junge Menschen, die sich entweder der Pflege der lauenburgischen Landschaft und Tierwelt verschrieben haben oder den Einfluss des Menschen auf die Natur erkunden. Auch wer einem Gewässerproblem auf der Spur ist und daran forscht, ist preisverdächtig. Die Kandidatinnen und Kandidaten dürfen nicht älter als 21 Jahre sein. Neben Einzelpersonen können sich auch Gruppen etwa aus Kindergärten und Schulklassen bewerben beziehungsweise vorgeschlagen werden. Voraussetzung ist, dass die Kandidatinnen und Kandidaten aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg kommen.

Über die Preisvergabe entscheidet eine fünfköpfige Jury, der Stiftungspräsident Klaus Schlie, Vizepräsident Wolfgang Engelmann und die Blunck-Beiratsmitglieder Barbara Denker und Thomas Neumann sowie Elisabeth von Meltzer, Kreisfachberaterin Natur, Umwelt und Bildung für nachhaltige Entwicklung, angehören. Die Preisverleihung erfolgt in der zweiten Jahreshälfte zusammen mit der offiziellen Vergabe des „Blunck-Umweltpreises“.

Schriftliche Bewerbungen und Vorschläge nimmt die Stiftung Herzogtum Lauenburg bis zum 4. Juni per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de oder unter der Anschrift Stiftung Herzogtum Lauenburg, Hauptstraße 150, in 23879 Mölln, entgegen. Das Stichwort lautet „Jugendpreis Schutz von Natur und Umwelt“.

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Streuobstwiese

Frische Reiser vom Redder

Es gibt wohl wenige Menschen, die sich so gut mit alten Obstgehölzen auskennen wie Peter Schlottmann. Der Ratzeburger arbeitet und forscht seit zwei Jahrzehnten für deren Erhalt und weitere Ausbreitung. Auch im Angesicht der Pandemie ist Schlottmann nicht bereit, davon abzulassen. Interessierte können deshalb ab sofort gegen eine Spende von 5 Euro Reiser vom Obstbaumredder der Stiftung Herzogtum Lauenburg holen. Allerdings wird es dort wegen des Lockdowns in diesem Jahr kein Obstseminar geben.

Interessierte werden stattdessen gebeten, die 5 Euro per Post an die Stiftung Herzogtum Lauenburg, Hauptstraße 150, in 23879 Mölln zu schicken. Das Stichwort lautet Reiser. Anzugeben ist zudem die eigene Anschrift. Im Gegenzug sendet die Stiftung eine Broschüre, die über die Streuobstwiese in Einhaus und die dort wachsenden Gehölze informiert. Das Heft dient quasi als Ausweis. Es ermöglicht den Zutritt und gibt die Erlaubnis, die gewünschten Reiser auf dem Redder hinter der Wiese zu schneiden. Die Bäume sind beschildert.

Der Schnitt ist täglich bis zum 20. März in der Zeit zwischen 15 und 17 Uhr erlaubt. Es können von bis zu sechs Bäumen jeweils zwei Reiser genommen werden. Damit dies sachgemäß geschieht, ist die Verwendung eines Stockschneiders Pflicht. Die Äste sollen durch das Herunterziehen nicht unnötig strapaziert werden.  

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.

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Streuobstwiese

Obsternte – die zweite!

Die Apfelernte auf der Streuobstwiese geht in die zweite Runde. Am Sonnabend, 3. Oktober, kann ein weiteres Mal gesammelt werden.

Bedingung dafür ist, dass sich Interessierte vorab anmelden. Möglich ist sowohl eine persönliche Anmeldung als auch eine telefonische Anmeldung. Der Empfang der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr besetzt und unter der Rufnummer 04542-87000 erreichbar.

Das Abernten der Äpfel erfolgt in drei Gruppen à maximal 25 Personen, die dafür jeweils eine Stunde Zeit haben. Gruppe 1 startet um 14 Uhr, Gruppe 2 um 15 Uhr, Gruppe 3 um 16 Uhr. Ein Gruppenwunsch ist bei der Anmeldung anzugeben. Die Höchsterntemenge beträgt 10 Liter pro Person. Gesammelt werden können neben Äpfeln auch Birnen, Quitten sowie weitere Sorten.

Die Apfelernte ist ausschließlich Erwachsenen vorbehalten. Auf der Wiese gilt die Abstandsregelung von 1,50 Meter. Eine Maskenpflicht besteht nicht. Die Apfelpflücker dürfen eine Trittleiter mit bis zu sechs Stufen dabei haben.

Die Streuobstwiese liegt in Ratzeburg im Ortsteil Stüvkamp/Einhaus.

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Streuobstwiese Umwelt und Natur

Kein Apfeltag!

Nach dem Pflaumentag muss die Stiftung Herzogtum Lauenburg nun auch den für den 26. September geplanten Apfeltag absagen. Immerhin: Wer will, kann am Sonnabend, 19. September, auf der Streuobstwiese Äpfel ernten.

Bedingung dafür ist, dass sich Interessierte vorab anmelden. Möglich ist sowohl eine persönliche Anmeldung als auch eine telefonische Anmeldung. Der Empfang der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr besetzt und unter der Rufnummer 04542-87000 erreichbar.

Das Abernten der Äpfel erfolgt in drei Gruppen à maximal 25 Personen, die dafür jeweils eine Stunde Zeit haben. Gruppe 1 startet um 14 Uhr, Gruppe 2 um 15 Uhr, Gruppe 3 um 16 Uhr. Ein Gruppenwunsch ist bei der Anmeldung anzugeben. Die Höchsterntemenge beträgt 10 Liter pro Person.

Die Apfelernte ist ausschließlich Erwachsenen vorbehalten. Auf der Wiese gilt die Abstandsregelung von 1,50 Meter. Eine Maskenpflicht besteht nicht. Die Apfelpflücker dürfen eine Trittleiter mit bis zu sechs Stufen dabei haben.

Die Streuobstwiese liegt in Ratzeburg im Ortsteil Stüvkamp/Einhaus.

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Streuobstwiese

Pflaumentag fällt aus

Eine traurige Botschaft gibt es für die Freunde des alljährlichen Pflaumentages auf der Streuobstwiese. Das Ereignis muss 2020 leider entfallen. „Zwei Frostnächte haben die Blüten vernichtet“, sagt Peter Schlottmann, Naturschutzbeauftragter der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Ursprünglich war der Pflaumentag für Sonnabend, 22. August, angesetzt.

Schlottmann ist ein ausgewiesener Kenner der Obstbaukunde (Pomologie). Er hat die Streuobstwiese in zwei Forschungsfelder verwandelt. Die Flächen sind jeweils einen Hektar groß und liegen in Ratezeburg (Ortsteil Stüvkamp/Einhaus).

Es handelt sich um Biotope, wie sie in der heutigen Landschaft kaum noch vorzufinden sind. Der Großteil der Gehölze auf der Streuobstwiese kommt vor allem aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordwestmecklenburg, Ost-, Mittel- und Süddeutschland sowie aus Polen, Österreich, Italien und Großbritannien.

Besser als bei den Pflaumen sieht es übrigens mit der Apfelernte aus. „Sie tragen in diesem Jahr gut“, sagt Experte Schlottmann. Dementsprechend steht dem diesjährigen Apfeltag am Sonnabend, 26. September nichts im Wege.