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29.11: PowerPoint Karaoke auf Hoch- und Plattdeutsch

Ratzeburg – Was passiert, wenn man eine PowerPoint-Präsentation halten muss, deren Inhalt man jedoch noch nie gesehen hat? Richtig: PowerPoint Karaoke. Sechs mutige Teilnehmer stellen sich dieser lustigen Herausforderung auf Hoch- und Plattdeutsch am Samstag, 29. November um 18.30 Uhr im Kinder- und Jugendzentrum Stellwerk (Schweriner Straße 39 in Ratzeburg). Der Eintritt ist frei.

Wer Sieger wird und den Pokal gewinnt, entscheidet das Publikum. Es verspricht ein unterhaltsamer Abend voller Lachen, Überraschungen und großartiger Momente zu werden.

Eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein, des Diakonischen Werks Herzogtum Lauenburg sowie der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Foto: Marie Sophie Koop

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Ein Rückblick: Latüchtenklütern oder „Wir basteln Laternen“

Mölln – Da hatte sich Marie Sophie Koop, Leiterin des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein (ZfN) einiges vorgenommen. Laterne-Gehen ist bei Jung und Alt eine äußerst beliebte Aktivität, die gerade in den eher trüben Monaten des Abends Licht ins Dunkel bringt. Bunt sollen sie sein, damit sie Ende Oktober oder im November, also pünktlich zum Martinstag, hell erstrahlen können – die Laternen. Um im Besonderen auch Kinder für die plattdeutsche Sprache zu begeistern, lässt die junge Plattschnackerin Koop sich immer wieder neue Veranstaltungen einfallen und so stand kürzlich, nach einem abgeschlossenen Hörfunk-Projekt für Jugendliche in Dithmarschen, nun im Stadthauptmannshof Mölln „Latüchtenklütern“ auf dem Programm. Dieses Angebot nahmen insgesamt acht Kinder aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg und – auf Besuch bei den Großeltern – aus Dithmarschen gerne an. Pünktlich trafen diese in Begleitung von vier Erwachsenen voller Vorfreude im Sitz der Stiftung Herzogtum Lauenburg ein.  Auch wenn sie es nicht sprechen – das Plattdeutsche zu verstehen, war für die Erwachsenen kein Problem und so übersetzten sie gerne für die Lütten, von denen nur eines in der Schule Plattdeutsch lernt. Angeregt durch das Gespräch mit Marie Sophie Koop und die Lieder, die Uli Gröhn auf Platt zum Gitarrenspiel während der Veranstaltung sang, informierten sich die Erwachsenen eingehend über die Möglichkeiten zum Erlernen und die niederdeutsche Sprache an sich. Emsig wurden währenddessen von den Kindern Tiermotive und aus Tonkarton ausgeschnittene Häuser verbastelt und ob Vereinsflaggen, Stadtlandschaften, Einhörner oder eine Wiese: Die leuchtenden Unikate begeisterten nicht nur an diesem Nachmittag Klein und Groß, sondern sicherlich auch beim Laterne-Gehen mit den Großeltern oder Freunden an vielen folgenden Abenden!

Oder: Eine kleine Verschnaufpause von Kleber, Schere und Bastelei: Uli Gröhn stimmte mit plattdeutschen Laterneliedern auf den Einsatz der selbstgebastelten „Latüchten“ ein. Foto: Marie Koop

Wenn die Großen mit den Kleinen … das Laternebasteln hat allen viel Freude gemacht und wird, beim Laternelaufen mit Oma, Opa oder Eltern, lange in Erinnerung bleiben. Foto: Marie Koop

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Niederdeutsches Autorentreffen in Mölln

Mölln – Zum 19. Mal treffen sich niederdeutsche Autorinnen und Autoren auf Einladung der Stiftung Herzogtum Lauenburg und des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein (ZfN) im Möllner Stadthauptmannshof, Hauptstraße 150, um sich ihre Geschichten und Gedichte vorzulesen beziehungsweise anzuhören und ins Gespräch zu kommen. Ausdrücklich sind interessierte Zuhörer eingeladen, am Samstag, 10. Mai dabei zu sein – gerne auch zwischendurch. Die Autoren kommen aus allen Teilen Norddeutschlands und zeigen die ganze Vielfalt der plattdeutschen Sprache. Dabei sind Hobby-Schriftsteller wie auch solche mit mehreren Veröffentlichungen gleichermaßen vertreten.

Um 10 Uhr geht es los mit Grußworten und einer Diskussion über die Zukunft des Buches. Diskussionsteilnehmer sind Peer-Marten Scheller (Verleger Quickborn-Verlag), Martha-Luise Lessing (Verlegerin verlag.marless.de) und Jürgen Kropp (Autor). Die Lesungen in jeweils zwei parallel laufenden Gruppen finden um 11.30 Uhr und um 14.45 Uhr statt. Eine gesonderte Lesung mit dem Autor Jürgen Kropp aus „Ut de Kehr“ gibt es um 13.30 Uhr. Das Autorentreffen wird mit einem Konzert der nordfriesischen Sängerin NORMA um 17 Uhr abgerundet.

Der Eintritt ist frei. Anmeldungen sind nicht erforderlich. Bei Fragen melden sich Interessenten bitte bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg: Tel. 04542/87000 oder info@stiftung-herzogtum.de.

Marie Sophie Koop, Leiterin des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein (links), ist ständig in Bewegung, um die Niederdeutsche Sprache zu bewahren. Hier im Rahmen eines NDR-Interviews im Januar diesen Jahres. Fotos: Stiftung Herzogtum Lauenburg

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Dunnerlütchen … dor is wat los!

Mölln – In de Möllner Stiften is en Ne’e introcken, dat wüllt wi Se vertellen! Die Stiftung Herzogtum Lauenburg hat die Trägerschaft des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein (ZfN) übernommen. Dadurch ist es gelungen, die Stelle einer Leitung nach mehrjähriger Vakanz durch Marie Sophie Koop neu zu besetzen.

Jung, dynamisch und immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen, dreht die 28-Jährige gerade das gesamte Zentrum für Niederdeutsch auf links. „De Tiet löppt un ik mutt wedder los. Dor is noch en Barg to doon un dat Autorendrepen steiht jo ok wedder vör de Döör!“

Am 10. Mai findet im Stadthauptmannshof endlich wieder das Niederdeutsche Autorentreffen statt, für das sich Marie Sophie Koop gerade wappnet, kommt doch Großes auf sie zu. Die Begeisterung für das Plattdeutsche wurde ihr nicht in die Wiege gelegt: „To Huus hebbt wi nich Platt snackt, aver ik lehr geern ne’e Spraken. Platt höört to Noorddüütschland, also to mien Heimat un dorüm wull ik Platt ok noch lehren.“

Und während andere ein Auslandsjahr machen, die Welt bereisen und neue Kulturen kennenlernen, hat sich die Wahl-Bergedorferin mit der Sprachkultur, eben dem Plattdeutschen, auseinandergesetzt, Vokabeln gebüffelt und eine völlig neue Sprache erlernt. Eine neue Sprache? Ja, erklärt Koop, Plattdeutsch sei eine eigenständige Sprache und kein Dialekt, wie beispielsweise hessisch oder bayerisch. Tatsächlich gebe es im Plattdeutschen selbst einige Dialekte, aber wer Platt spricht, könne eine weitere Fremdsprache! Tatsächlich wurde bereits 1999 Plattdeutsch in die Europäische Charta der Regional- und Minderheitensprachen aufgenommen – na, kiek mal an!

Und wie schafft man den Sprung in eine solch verantwortungsvolle Aufgabe, wie die Leitung des ZfN? „Mien Job bi Film un Feernsehn hett mi Stressresistenz lehrt. Blangenbi heff ik mi in de verleden Johr in de plattdüütsche Szeen engageert. Bavento heff ik vör en poor Johr anfungen bi de Plattdüütschredakschonen vun’n NDR as fre’e Mitarbeidersche to arbeiden. As Autoorsche vun „Hör mal ’n beten to“ to’n Bispeel, lehr ik ok anner Künstlers bi Optreed kennen. Dordörch heff ik en godet Nettwark in de Szeen. Dat allens hölpt bi de Arbeit. Aver düssen Job to kriegen, dor höört ok en lütt beten Glück mit dorto.“

Und nu? In den vergangenen Wochen wurden Messestand und Werbemittel auf den neuesten Stand gebracht, Termine angesetzt, Ausschusssitzungen besucht und Kontakte geknüpft. „Und natürlich rühre ich auf allen Ebenen – auch auf Instagram und Facebook – die Werbetrommel für das ZfN, damit das Plattdeutsche ins richtige Licht gerückt wird. Immerhin ist es hier zuhause!“, erklärt Marie Sophie Koop, die auch Hochdeutsch snacken kann … Sogar der NDR war bereits in der Stiftung, um einen Beitrag über die junge Leiterin des Zentrums für Niederdeutsch zu drehen.

Der Beitrag, der bereits im Schleswig-Holstein Magazin zu sehen war, ist online unter https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/schleswig-holstein_magazin/Neue-Leiterin-Zentrum-fuer-Niederdeutsch-in-Holstein,shmag124314.html verfügbar, kann aber auch am 20. Februar in der Sendung „De Norden op Platt“ angeschaut werden. Wer Interesse an Veranstaltungen hat oder Kontakt mit der Leiterin des ZfN aufnehmen möchte, kann dies über die Telefonnummer 04542-9958839 oder per Mail an m.koop@stiftung-herzogtum.de

(Fotos: Sabine Riege/Stiftung Herzogtum Lauenburg)