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Von Island inspiriert, von Mölln geliebt

65 gut gelaunte Gäste genossen im Stadthauptmannshof isländisch inspirierten Jazz

Mölln – Auch wenn die isländische Sängerin Hlín Pétursdóttir leider krankheitsbedingt ausfiel, konnte das Iris Kramer Quartett mit Mischa Schumann am Piano, Andris Meinig am Kontrabass sowie Anne Diedrichsen an den Drums im Möllner Stadthauptmannshof die Leichtigkeit Islands in die Eulenspiegelstadt bringen. Iris Kramer überzeugte dabei harmonisch zu den Mitstreitern durch ihr Spiel der Trompete und des Akkordeons. Gut zweieinhalb Stunden lang flirrten Melodien und Lieder, die von Blaubeeren bis hin zu Nordlichtern handelten, durch die alten Räume. In den meist selbst komponierten Stücken enthalten waren die Eckpunkte und Wegmarken Iris Kramers Leben, die durch kurzweilige Informationen über das Dasein auf Island, das unter anderem durch die große Anzahl von dort beheimateten kinderlieben Musikerinnen beeindruckt, ergänzt wurden – Musik, die das Publikum mitnimmt und von Geschichten erzählt: von wahren ebenso wie von erfundenen. Island ist dabei weit mehr als Inspirationsquelle: Seit dem Jahr 2000 ist die Insel die zweite Heimat von Iris Kramer, die dort im hohen Norden gelebt, gearbeitet und musiziert hat. Diese Erfahrung prägt die Musik des Quartetts – in Klang, Stimmung und Kompositionen. Zwei Zugaben begeisterten die Zuhörer, die den zeitgenössischen, emotionalen Jazz mit all seinen Klangfarben und klarer nordischer Prägung genossen hatten. Foto: Barbara Kliesch