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„Mein Dorf & seine Geschichte“ – Buchvorstellung vor vollem Haus

Mölln – Marie Nehls absolvierte bis Ende August ihr „Freiwilliges Kulturelles Jahr“ (kurz FKJ) in der in Mölln ansässigen Stiftung Herzogtum Lauenburg. Ein Jahr voller neuer Eindrücke und jeder Menge Arbeit im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und ein Jahr voller Engagement für das im FKJ anstehende eigene Projekt: Die 19-jährige Pantenerin hat über viele Monate aus eben diesem, einem ursprünglich kleinen FKJ-Projekt, etwas Großartiges und vielleicht im Bereich FKJ Einzigartiges erschaffen: ihr eigenes Buch. Am 22. August folgten über 80 junge sowie ältere Gäste der Einladung zur Buchvorstellung. Das Ziel, Jung und Alt zusammen zu bringen und die Geschichten aus insgesamt zehn Dörfern neu zu beleben, war erreicht, denn die Generationen zum Austausch zu bewegen, Geschichten ‚op n Dörpn‘ nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und die Dörfer bekannt zu machen, gelingt mit „Mein Dorf & seine Geschichte“ hervorragend. „Ich möchte, dass man sich auf dem Dorf wieder mit Namen begrüßt, die berühmte Tasse Kaffee über den Gartenzaun oder Dorffeste wieder mit dem Dorfleben verbindet. Das und die Gespräche – genau das ist es doch, was das Leben auf dem Dorf ausmacht!“ Möglich sei dies aber nur, so Marie Nehls, wenn alte Geschichten und neue Erfahrungen aufeinandertreffen und die Menschen sich wieder näherkommen würden. Sie hat alte Erzählungen und Fotos dem heutigen Leben auf dem Dorf gegenübergestellt und dabei, so Nehls, nur zehn Dörfer „geschafft“. Akribische Recherche im Kreisarchiv, Gespräche aufzeichnen – die junge, engagierte Menschen mit Alteingesessenen geführt haben, Fotos und Tafeln für die Gemeinden erstellen und dann noch die Grafik der Seiten – Marie Nehls hinterlässt mit diesem Engagement große Fußspuren in der Stiftung und konnte doch alle im Laufe der Monate gewachsenen Aufgaben bewältigt werden. „Maries Projekt hat uns sehr imponiert und begeistert. Unglaublich auch, wie viele Menschen heute hier sind und sich für das Thema interessieren, das Marie so toll umgesetzt hat!“, äußert sich Vizepräsidentin Barbara Kliesch angetan in ihrer Begrüßung der Gäste. Und auch Geschäftsführer Stefan Büngens ist sich sicher, dass das Thema des Buches und das dafür benötigte Zusammenspiel der Generationen den Nerv der Zeit treffen.

„Auf die Frage ‚Woher kommst du?‘ und meine Antwort ‚aus Panten‘ kommt meistens die Reaktion ‚Wo ist das denn?‘ oder ‚Und was gibt’s da?‘“, so Marie Nehls im Rahmen der Veranstaltung. Und genau dies habe sie dazu angeregt, genauer zu recherchieren – über den eigenen Wohnort und dessen Geschichten. Und genau hier festigte sich der Gedanke zur Projektarbeit. „Dorfgeschichte lebt nur weiter, wenn man sich miteinander austauscht – und genau das wünsche ich mir! Von Ihnen, die heute hier sind und von allen, die das Glück haben, in einem Dorf zu leben!“ Zumindest an diesem Nachmittag ging der Wunsch in Erfüllung, denn gemeinsam sprachen die Anwesenden über das Buch und die Geschichten von den Dörfern, über eigene Erlebnisse und Erfahrungen oder Wünsche für das gemeinsame Dorfleben. Beeindruckt zeigten sich auch die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die der Einladung gefolgt waren und voller Stolz die Ortstafeln entgegennahmen, die Marie für diesen Anlass erstellt hatte.

Das Buch ist nun bei Epubli sowie bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg erhältlich.

Fotos: Sabine Riege und Alexandra Nehls

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Aktuelles Jugend und Kultur

Wie wäre es mit einem FKJ?

Fertig mit der Schule? Ausbildung oder Studium – alles noch ein wenig unklar? Was nun? Vielleicht ist ein FKJ – ein Freiwilliges Kulturelles Jahr – bei uns in der Stiftung etwas für dich!

Die große Vielfalt der Stiftung Herzogtum Lauenburg in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Natur/Umwelt bietet ein breites Spektrum an Einsatz- und Erprobungsmöglichkeiten im Bereich Veranstaltungsmanagement, in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und der Öffentlichkeitsarbeit. Hier hast du die Möglichkeit, Veranstaltungen persönlich zu begleiten und erhältst einen direkten Einblick in deren Organisation und Durchführung.

Du unterstützt mit deiner Arbeit fehlende Formen kultureller Angebote für Jugendliche zu etablieren und dabei das Prinzip der Nachhaltigkeit zu verankern.

Im Aufgabenbereich Öffentlichkeitsarbeit bist du unterstützend tätig in der Erstellung von Bild, Text- und Videodateien zu multimedialen Beiträgen, etwa für Netzwerke und Social-Media-Kanäle. Nach der Einarbeitungszeit pflegst du gemeinsam mit der Verantwortlichen Teile des Internetauftritts, lernst die Erstellung von Plakaten, Broschüren oder anderen Werbemitteln über Gestaltung, Druck bis hin zum Versand kennen und unterstützt diesen Prozess. Auch die Erstellung eines Newsletters wird zu deinen Aufgaben gehören.

Die Bewerbungen starten jetzt unter s.riege@stiftung-herzogtum.de

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Jugend und Kultur

Alarmstrafe Rot – kürzt uns nicht weg!

Seit drei Jahren haben junge Menschen die Möglichkeit bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg ihr „Freiwilliges Soziales Jahr Kultur“ zu machen. In diesem Jahr übernehmen sie viele Aufgaben in der Stiftung, die nicht nur die Kollegen entlastet, sondern auch den Menschen im Landkreis zugute kommt. Wie wichtig ein FSJ sein kann, hier im Interview mit Lean Steiner zu lesen, FSJ-lerin vom August 22 – August 23 in der Stiftung.

Ein Jahr geht schnell vorbei…

Ein Jahr ist vergangen, seit Lean angefangen hat, ein Freiwilliges Soziales Jahr Kultur (FKJ) bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg zu absolvieren. Wir fragen nach einem Resümee der Zeit im Herzogtum.

S: Lean, deine Zeit als FKJ-ler ist fast vorbei. Welche Eindrücke nimmst du mit?

L: Zunächst nehme ich aus der Zeit, die ich in der Stiftung verbracht habe, ein Gefühl der Sicherheit mit. Als ich hier angefangen habe, war ich noch ziemlich unsicher – was erwartet mich? Wie gehe ich mit eventuellen Problemen um? Wie sieht meine Zukunft aus? Heute kann ich stolz sagen, dass ich an den Aufgaben, die mir im Arbeitsalltag begegnet sind, gewachsen bin. Ich habe viel gelernt, das mir im späteren Berufsleben vermutlich begegnen wird.

In der Stiftung durfte – und musste – ich sehr viel selbstständiger arbeiten als in 12 Jahren Frontalunterricht in der Schule, was mir sehr gefallen hat. Viele der Aufgaben, die mir zuteilwurden, waren Dinge, die ich noch nie zuvor gemacht hatte: Das Codieren einer E-Mail, zum Beispiel, oder der Umgang mit Excel. (lacht) Obwohl ich Letzteres bis heute nicht perfektioniert habe.

In der Stiftung hatte ich das Gefühl, gebraucht zu werden – und das ist unbezahlbar.

S: Du hast es ja bereits angeschnitten – welche Erwartungen hattest du an dein FKJ?

L: Meine einzige Angst war, am Ende meines FKJs nicht zu wissen, was ich danach machen möchte. Dies hat sich nicht bewahrheitet.

S: Dein FSJ konnte dir also bei deiner Berufswahl helfen?

L: Nun, ich weiß jetzt, dass ich nicht im Bereich des Veranstaltungsmanagements arbeiten möchte (lacht). Ich bin unglaublich froh, die Erfahrungen zu machen, die ich gemacht habe, und blicke auf ein spannendes und erfülltes Jahr zurück, aber ich bin genauso froh, dass ich einen anderen Weg einschlagen kann.

S: Was hat dir in der Stiftung oder im Herzogtum am meisten Spaß gemacht?

L: Zum FSJ gehört ein Projekt, das der oder die FSJ-ler/in selbst durchführt. Dieses Projekt ist natürlich auf die Stelle zugeschnitten: Wer im Veranstaltungsmanagement arbeitet, kann zum Beispiel ein Event selbst planen und durchführen, wer ein Ökologisches Jahr absolviert, wird eher mit Natur zu tun haben.

Ich habe zwei Projekte durchgeführt. Das erste war ein digitaler Adventskalender, der auf den sozialen Medien Instagram und Facebook veröffentlicht wurde. Dafür bin ich an zwei Tagen im Oktober im Herzogtum Lauenburg herumgefahren und habe historisch interessante Türen fotografiert, zum Beispiel die des Rathauses in Ratzeburg. Danach verfasste ich dann Texte, sogenannte Captions, die verrieten, was hinter den Türen steckt. Die extensive Arbeit am Adventskalender hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich konnte selbstständig recherchieren und hatte relativ freie Wahl bei den Inhalten.

Auch sonst hatte ich viel Spaß, zum Beispiel bei der Arbeit an Designs für Social-Media-Posts. Eine Zeit lang war mein Slogan „Ich bin kein Graphic Designer“, und doch denke ich, ich konnte mit meinen Posts aushelfen.

S: Ein Ereignis, das dir besonders in Erinnerung bleiben wird?

L: Ich denke, an mein zweites Projekt werde ich mich besonders erinnern. Ich habe, zusammen mit dem Zentrum für Niederdeutsch, das mit der Stiftung im Stadthauptmannshof sitzt, den 17. Plattdeutschen Autorentag organisiert. Hierfür habe ich sogar eigens Plattdeutschunterricht genommen! Nu snack ik ok Platt!

Die umfangreiche Planung hat sich ausgezahlt, und auch das ist ein schönes Gefühl: Wenn etwas, in das man viel Arbeit investiert, so gut gelingt.

S: Gibt es etwas, was du noch hinzufügen möchtest?

L: Ich bedanke mich beim Team der Stiftung Herzogtum Lauenburg für ein Jahr voller neuer Erfahrungen und Erkenntnisse und dafür, mich so herzlich willkommen geheißen zu haben. Ebenso herzlich möchte ich die neue FKJ-lerin begrüßen, die im September ihren Dienst beginnt.

(Lean Steiner, 10.08.2023)

Foto © LKJ Schleswig-Holstein

Die Kreissparkasse Herzogtum Lauenburg ist Premiumpartner der Stiftung Herzogtum Lauenburg.