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Ein (wunderschöner) Abend für Mascha Kaléko

Mölln – Unter dem Titel „Ein Abend für Mascha Kaléko“ porträtierten die Schauspieler des LitEnsembles, Astrid Kramer und Hans Heller, im Rahmen einer Lesung einfühlsam die Anfang des 20. Jahrhunderts in Polen geborene Dichterin. So erzählten sie im ausverkauften Möllner Stadthauptmannshof zugleich die Biographie der Künstlerin Mascha Kaléko, die ihr Leben in Lyrik verwandelt hatte. Ob melancholisch, frech, zärtlich – oder ganz selten bitter: Das Publikum zeigte sich begeistert und beeindruckt von dem künstlerischen Schaffen und den tiefgehenden Worten einer Lyrikerin, die Mitter der 1970er Jahre in der Schweiz verstarb. Im Berlin der 20er Jahre hatte sie früh Erfolg mit lyrischen Szenen, die das Großstadtleben zeigen, bis sie als Jüdin mit Mann und Kind 1938 nach Amerika emigrierte. In der Fremde schrieb sie weiter, erzählte von neuen Erfahrungen, von Dankbarkeit und Resignation. Die Musikerin Natascha Böttcher, ebenfalls Mitglied des LitEnsembles, erweiterte den Abend mit prononcierten und poetischen Musikstücken auf dem Akkordeon.

Fotos: Stefan Büngens/Stiftung Herzogtum Lauenburg