Streuobstwiese

Seit dem Jahr 2000 engagiert sich die Stiftung Herzogtum auf der Streuobstwiese und am Obstbaumredder in Einhaus für die Bewahrung alter Obstsorten. Die Initiative geht auf Peter Schlottmann zurück. Der Naturschutzbeauftragte der Stiftung ist ein ausgewiesener Kenner der Obstbaukunde (Pomologie). Peter Schlottmann, pensionierter Schulrat, hat die beiden, jeweils einen Hektar großen Flächen der Stiftung in zwei Forschungsfelder verwandelt. Es handelt sich um Biotope, wie sie in der heutigen Landschaft kaum noch vorzufinden sind. Der Großteil der Gehölze auf der Streuobstwiese kommt vor allem aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordwestmecklenburg, Ost-, Mittel- und Süddeutschland sowie aus Polen, Österreich, Italien und Großbritannien.

Ziel ist es, mit dieser Ansammlung es, seltenen Sippen zu erhalten. Dafür werden die Verwandtschaftsverhältnisse untersucht und – wann immer es nötig ist – Rücksprache mit renommierten Forschungszentren gehalten.

Peter Schlottmann kümmert sich aber nicht nur um den Erhalt der Sortenvielfalt. Darüber hinaus gibt er sein Wissen regelmäßig in Seminaren weiter. Auf diese Weise möchte er die alten Sorten in den Hausgärten der Region etablieren. Für dieses große Engagement zeichnete die Stiftung Herzogtum Lauenburg den Obstbauexperten 2013 mit dem Blunck-Umweltpreis aus. Den Preis erhielt er für sein Lebenswerk.

Um die Sortenvielfalt auch in Zukunft zu garantieren, bedarf es neben der Expertise eines Peter Schlottmann auch der finanziellen Unterstützung. Hier gibt es derzeit eine breite Basis. Als Geldgeber dabei sind neben der Stiftung Herzogtum Lauenburg der Freundeskreis Streuobstwiese, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Heimatbund und Geschichtsverein Ratzeburg, der Kleingärtnerverein Ratzeburg, der Bürgerverein Ratzeburg, die Stadt Ratzeburg, die Gemeinde Einhaus, der Kreis Herzogtum Lauenburg und die Kreissparkasse. Das Geld, das die Stiftung für die Obstsortenpflege zur Verfügung stellt, kommt aus dem Blunck-Fonds.

Broschüren zur Streuobstwiese Pomarium Raceburgense

Peter Schlottmann hat vier Broschüren über die Streuobstwiese verfasst. Wer sich eingehender und auf wissenschaftlicher Ebene mit den Obstbäumen befassen möchte, kann sich die folgenden Dateien herunterladen.

Broschüre 1

Pomarium Raceburgense, Projekt I

Zur Bedeutung, Entwicklung und Bewahrung der Streuobstwiese und des Obstbaumredders

Autor: Peter Schlottmann

Broschüre I – korr. und erg. Auflage August 2018

Broschüre 2

Zur Sektion Prunus

Ein Bericht über unsere Streuobstwiese „Pomarium Raceburgense“ und über die weitere Erforschung der Sippen der Schlehe, Kirschpflaume und Pflaume mit besonderer Berücksichtigung der Primitivpflaumen

Autor: Peter Schlottmann

Broschüre 2 – erg. und überarb. Auflage März 2013

Broschüre 3

Bestimmung wichtiger Sippen der Sektion Prunus mit besonderer Berücksichtigung der Primitivpflaumen des BG und einer Darlegung über die Gliederung der Bäume unserer Streuobstwiese

Autor: Peter Schlottmann

Broschüre 3 – Februar 2012

Broschüre 4

Zur Sektion Prunus der Gattung Prunus

Projekt 2 + 3 – präzisierter und korrigierter Bericht:

Über die Genbank „Pomarium Raceburgense“ mit sehr vielen Gehölzen der Sektion Prunus der Gattung Prunus, dabei mit besonderer Berücksichtigung  und auch mit zahlreichen Vergleichen der Sippen der Primitivpflaumen, einiger Landsorten und seltener Schlehen

Autor: Peter Schlottmann

(aufgrund der Größe der Dateien folgen mehrere Einzelteile)

Teil 1 – Oktober 2019

Teil 2 – Oktober 2019

Teil 3 – Oktober 2019

Teil 4a – Oktober 2019

Teil 4b1 – Oktober 2019

Teil 4b2 – Oktober 2019

Teil 4c – Oktober 2019

Teil 5 – Oktober 2019

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