Streuobstwiese

Die Streuobstwiese und der Obstbaumredder Ratzeburg

Die Streuobstwiese und der Obstbaumredder in Einhaus bei Ratzeburg sind eine Initiative von Peter Schlottmann (Naturschutzbeauftragter der Stiftung, Pädagoge, Biologe, Geobotaniker und Pomologe).
„Die beiden Kulturbiotope sind je ein Hektar groß. Sie dienen vor allem der Bewahrung alter Obstsorten, der Schaffung eines inzwischen viel zu seltenen Biotops und Landschaftstyps sowie der Forschung. Die Arbeit an der Streuobstwiese begann im Herbst 2000. Sie ist voll bepflanzt. So entstand neuer Bedarf, der mit einem Obstbaumredder befriedigt werden soll. Diese Arbeit begann gemeinsam mit der Stadt Ratzeburg und der Gemeinde Einhaus im Herbst 2008.“ (aus der Broschüre Promarium Raceburgense von Peter Schlottmann, s. Broschüre 1)
(Die detaillierten Broschüren von Peter Schlottmann können Sie weiter unten herunterladen.)
Bei der Streuobstwiese geht es vor allem um die Erhaltung der seltenen Sippen, um die Erforschung ihrer Verwandtschaftsverhältnisse und um die Zusammenarbeit mit bedeutenden Forschungszentren, um aktiven Naturschutz also. Die Gehölze der Streuobstwiese kommen vor allem aus Schleswig-Holstein, Hamburg und Nordwestmecklenburg, aber auch aus Ost-, Mittel- und Süddeutschland und sogar aus Polen, Österreich, Italien und Großbritannien.
Reisen durch ganz Europa waren notwendig, um diese Sortenvielfalt zu erreichen. Dazu gehören natürlich auch Unterstützer, Freunde und Organisationen, die bereit sind, diese wertvolle Arbeit leisten zu können. Es sind dies der Freundeskreis Streuobstwiese, die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Heimatbund und Geschichtsverein Ratzeburg, der Kleingärtnerverein Ratzeburg, der Bürgerverein Ratzeburg, die Stadt Ratzeburg, die Gemeinde Einhaus, der Kreis Herzogtum Lauenburg, die Kreissparkasse und nicht zuletzt, die Stiftung Herzogtum Lauenburg.
Über den Blunck-Erbvertrag (s. Blunck-Fonds) ist geregelt, dass mit diesen Finanzmitteln „in besonderen Fällen auch Einzelmaßnahmen zur Erhaltung und Ausbreitung heimischer Tier- und Pflanzenorten sowie deren Wiederansiedlung durchgeführt werden könnten.“
Mit regelmäßigen Seminaren und der damit verbundenen Öffentlichkeitsarbeit versucht Peter Schlottmann, ein Grundanliegen seiner Arbeit zu erreichen, nämlich die Übertragung der alten Sorten auf die Hausgärten, um die Ausbreitung in der Region zu sichern.
Die Stiftung verlieh Peter Schlottmann 2013 den Blunck-Umweltpreis für sein besonderes Lebenswerk.

Peter Schlottmann auf der Streuobstwiese (Foto: Stiftung Herzogtum Lauenburg)

Broschüren zur Streuobstwiese Pomarium Raceburgense

Peter Schlottmann hat vier Broschüren über die Streuobstwiese verfasst. Wer sich eingehender und auf wissenschaftlicher Ebene mit den Obstbäumen befassen möchte, kann sich die folgenden Dateien herunterladen.

 

Broschüre 1:

Pomarium Raceburgense

Zur Bedeutung, Entwicklung und Bewahrung der Streuobstwiese und des Obstbaumredders

Autor: Peter Schlottmann

Broschüre 1 – korr. und erg. Auflage Januar 2015

 

Broschüre 2:

Zur Sektion Prunus

Ein Bericht über unsere Streuobstwiese „Pomarium Raceburgense“ und über die weitere Erforschung der Sippen der Schlehe, Kirschpflaume und Pflaume mit besonderer Berücksichtigung der Primitivpflaumen

Autor: Peter Schlottmann

Broschüre 2 – erg. und überarb. Auflage März 2013

 

Broschüre 3:

Bestimmung wichtiger Sippen der Sektion Prunus mit besonderer Berücksichtigung der Primitivpflaumen des BG und einer Darlegung über die Gliederung der Bäume unserer Streuobstwiese

Autor: Peter Schlottmann

Broschüre 3 – Februar 2012

 

Broschüre 4:

Zur Sektion Prunus der Gattung Prunus

Projekt 2 + 3 – präzisierter und korrigierter Bericht:

Über die Genbank „Pomarium Raceburgense“ mit sehr vielen Gehölzen der Sektion Prunus der Gattung Prunus, dabei mit besonderer Berücksichtigung  und auch mit zahlreichen Vergleichen der Sippen der Primitivpflaumen, einiger Landsorten und seltener Schlehen

Autor: Peter Schlottmann

Broschüre 4 – November 2017

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