Stiftung Herzogtum Lauenburg https://stiftung-herzogtum.de Private Stiftung bürgerlichen Rechts seit dem 23. November 1977 Mon, 28 Sep 2026 08:40:25 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.1.2 https://stiftung-herzogtum.de/wp-content/uploads/2020/06/cropped-Logo_Stiftung_Herzogtum_Lauenburg-Web-32x32.jpeg Stiftung Herzogtum Lauenburg https://stiftung-herzogtum.de 32 32 Betörende Klänge im Stadthauptmannshof https://stiftung-herzogtum.de/2026/09/28/betoerende-klaenge-im-stadthauptmannshof/ Mon, 28 Sep 2026 06:59:03 +0000 https://stiftung-herzogtum.de/?p=14154 Mölln – Rund 60 begeisterte Besucherinnen und Besucher lauschten den Klavierklängen von Jakob Büschking am 25. September im Stadthauptmannshof in Mölln. Extra aus Hamburg angereist war ein sehr junger Gast: Der 13-jährige, selbst leidenschaftlicher Klavierspieler, folgte aufmerksam den sehr gefühlvoll gespielten Stücken, denn der Jungpianist Jakob Büschking gab ein Klavierkonzert vom Feinsten. Bach, Ligeti, Chopin und Schubert standen auf dem Programm. 

Jakob Büschking ist in Ratzeburg aufgewachsen und erhielt unter anderem Klavierunterricht von Prof. Josef Anton Scherrer, einer der Initiatoren der Akademiekonzerte vor mehr als drei Jahren. 

Das neunte Akademiekonzerte der Stiftung Herzogtum Lauenburg war ein voller Erfolg und das bestätigte auch eine Zuhörerin nach dem letzten Stück: „Solche Konzerte müssen Sie öfter anbieten!“.

Viel Beifall und Rosen nach dem Konzert – Jakob Büschking war sichtlich gerührt. Fotos: Barbara Kliesch

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Von verbrannter Erde und Gletschern https://stiftung-herzogtum.de/2026/09/22/von-verbrannter-erde-und-gletschern/ Tue, 22 Sep 2026 06:32:01 +0000 https://stiftung-herzogtum.de/?p=14137 Herbstausstellung der Stiftung Herzogtum Lauenburg unter dem Titel „Natur – was nun?“ eröffnet.

Mölln – Eine wahrlich gigantische Narzisse begrüßt die Besucherinnen und Besucher im Foyer des Herrenhauses und scheint freundlich mit dem riesigen Blütenkelch zu nicken, während ein Käferchen am Stiel der vier Meter hohen Pflanze entlang krabbelt. Mehr Natur geht kaum und genau das ist das Ziel der Kuratorin der Herbstausstellung, Antje Ladiges-Specht. Bereits im 12. Jahr hat die Künstlerin aus Klein Zecher für die Stiftung Herzogtum Lauenburg im Herrenhaus des Stadthauptmannshofes eine Ausstellung zusammengestellt, in der verschiedene Künstlerinnen und Künstler aus dem Kreis mit Worten, Skulpturen, Plastiken und Mixed-Media-Objekten oder beispielsweise Gemälden ihre Wahrnehmung der Natur und der Zerstörung der Umwelt oder die lauernden Gefahren auf ganz eigene Art exponieren.

(v.li.) Hilli Mann, Olga B. Runschke, Yanxi Ding und Florentine Kunze-Wolff präsentieren ebenso wie Meinhard Füllner ihre Werke. Kuratiert wurde die Ausstellung von Antje Ladiges-Specht (2.v.re.)

Besucherinnen und Besucher werden durch die Kunstwerke konfrontiert, das eigene Verhalten wird hinterfragt. Ein Abwarten, das Aussitzen und Passivität – die Einstellung, irgendjemand würde sicher etwas gegen die am Horizont aufziehende Gefahr unternehmen – genau diese Herangehensweise ist es, die dem Klimawandel und der rasanten Veränderung der Natur Raum verschafft. Ob ein prachtvolles Tulpenfeld, das aus der „verbrannten Erde“ zu sprießen scheint, während Grashüpfer darauf warten, sich am satten Grün gütlich zu tun, nachdenklich stimmende und bedrückende Grafiken und Zeichnungen von A. Paul Weber, die als Leihgabe aus dem A. Paul Weber Museum in Ratzeburg im Erdgeschoss zu sehen sind oder beispielsweise ein Gedicht von Filo Gröbel, in dem die Nachhaltigkeit – oder das, was wir darunter verstehen – ins Visier genommen wird, sind nur Beispiele der künstlerischen Auseinandersetzung mit einem der drängendsten Themen unserer Zeit: Der gefährdeten Natur.

Die Ausstellung, in der neben A. Paul Weber Florentine Kunze-Wolff, Meinhard Füllner, Filo Gröbel und Hilli Mann sowie Olga B. Runschke und Yanxi Ding beteiligt sind, konnte im Rahmen der Vernissage bereits zahlreiche Besucherinnen und Besucher begeistern. Noch bis zum 25. Oktober ist die Ausstellung in der Hauptstraße 150 in Mölln samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr sowie während der Kulturnacht am 2. Oktober von 18 bis 23 Uhr zu sehen.

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„An apple a day keeps the doctor away“ https://stiftung-herzogtum.de/2026/09/21/an-apple-a-day/ Mon, 21 Sep 2026 08:51:51 +0000 https://stiftung-herzogtum.de/?p=14125 Mölln/Einhaus – Das Sprichwort “An apple a day keeps the doctor away” stammt aus einer walisischen Publikation zur Volksgesundheit im 19. Jahrhundert. Passend dazu ein Fun-Fact: Was erst einmal kurios klingt, findet tatsächlich immer am dritten Samstag im September statt – der „Internationale Iss-einen-Apfel-Tag“, an dem der Beginn der herbstlichen Apfelernte gefeiert wird. Und das taten circa 100 Personen, die der Einladung der Stiftung Herzogtum Lauenburg gefolgt waren: Von Frucht-Freunden und Apfel-Fans langersehnt, fand am dritten Samstag des Septembers der beliebte Apfeltag auf der Streuobstwiese der Stiftung Herzogtum Lauenburg in Einhaus statt.

Endlich war die Reifung der leckeren, knackigen Früchte so weit fortgeschritten, dass mit langstieligen Apfelpflücker, „Hackenporsche“ und Obstkisten „ausgerückt“ werden durfte, um die circa zwei Hektar große Fläche zu erkunden und zu schauen, welche der 700 Obstbäume mit 56 Apfelsorten oder beispielsweise Birnen, Pflaumen und Quitten zum Pflücken freigegeben waren. Doch bevor das emsige Sammeln begann und Sätze wie „Wo sind denn nun die Birnen?“, „Ich bin wegen der Mirabellen hier – hat die jemand gesehen?“ oder „Schade, der Feuerapfel ist noch nicht reif“ zu hören waren, überbrachten Rüdiger Behrend und Karla Ackmann-Haensch, Mitglieder des Vorstandes von Weltladen Esperanza Ratzeburg e.V., eine großzügige Spende, die Barbara Kliesch, Vizepräsidentin der Stiftung, voller Freude entgegennahm.

Die Aktion öko-faire Kaffee-Radeltour ist eine jährliche Aktion des gemeinnützigen Vereins WissenLeben e.V.. Dieser hatte dem Weltladen Esperanza 10 Kilo Kaffee geschenkt, damit der Kaffee gegen Spende weitergeben werden konnte. Den Empfänger der Spende konnte der Weltladen selbst festlegen und so ging in diesem Jahr die Spende in Höhe von 342 Euro an die Mitarbeiter der Streuobstwiese, die bereits eine Idee für die Verwendung haben:

„Diese 3-Holm-Obstbaumleiter aus Aluminium wäre für unsere Arbeit an den Kronen perfekt!“, so Rainer Laatz, ehrenamtlicher Mitarbeiter auf der Streuobstwiese. Und Karla Ackmann-Haensch freut sich, dass die Summe noch ein wenig aufgestockt werden kann: „Drei Pfund Kaffee haben wir noch – die Spendensumme wird also schlussendlich noch ein bisschen höher!“ Weitere Informationen zu der Spenden-Aktion finden Interessierte auch unter https://www.wissenleben.de/2026/08/18/auf-geht-s-zur-6-%C3%B6ko-fairen-kaffee-radtour/

Übrigens: Die Streuobstwiese in Einhaus benötigt natürlich auch Pflege und die Stiftung Herzogtum Lauenburg sucht deshalb Helferinnen und Helfer, die sich ehrenamtlich engagieren und hier unterstützen möchten. Melden Sie sich gerne unter 04542-87000 oder per Mail an info@stiftung-herzogtum.de – wir freuen uns auf Sie!

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Hydrologie der Gewässer im Herzogtum im Wandel https://stiftung-herzogtum.de/2026/09/18/hydrologie-dere-gewaesser-im-herzogtum-im-wandel/ Fri, 18 Sep 2026 07:08:59 +0000 https://stiftung-herzogtum.de/?p=14116 Duvensee – Gut 50 Besucher verfolgten den informativen Vortrag von Prof. Christoph Külls zur Hydrologie der Gewässer im Herzogtum Lauenburg. Sie Stiftung Herzogtum Lauenburg hatte in Kooperation mit dem Duvenseer Moorverein in die Duvenseer Schmiede eingeladen. Nach einer sehr umfangreichen Situationsanalyse zur Veränderung des Wasserhaushaltes, der Untersuchung des Grundwassers und der Seen sowie einer Betrachtung der Moore im Kreis folgte das Fazit: Der Klimawandel verändert bereits den Wasserhaushalt und das sollte gut beobachtet und erfasst werden. Die Wasserwirtschaft muss durch kontrollierte Grundwasserentnahmen, intelligente Gewässerbewirtschaftung sowie anderer ökohydrologischer Maßnahmen angepasst werden. Da das Grundwasser mit den Gewässern verbunden ist, wirken sich Änderungen in der Grundwasserbilanz indirekt auf Ökosysteme aus – Prof. Külls rät, unbedingt Maßnahmen zum Erhalt der Ökosysteme durchzuführen. Nach dem Vortrag gab es aus dem Publikum noch viele Fragen und Anregungen die zeigen: wir müssen handeln!

Der 1. Vorsitzende des Duvenseer Moorvereins, Gerd Vogler, die Vizepräsidentin der Stiftung Herzogtum Lauenburg, Barbara Kliesch, Vortragsredner Prof. Christoph Külls und Dr. Christel Happach-Kasan. Fotos: Kliesch

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maxjoseph im Stadthauptmannshof https://stiftung-herzogtum.de/2026/09/14/maxjoseph-im-stadthauptmannshof/ Mon, 14 Sep 2026 09:03:33 +0000 https://stiftung-herzogtum.de/?p=14107 Mölln – Rund 70 Gäste ließen sich am 12. September von der alpenländisch inspirierten Musik des Maxjoseph Quartetts im Möllner Stadthauptmannshof verzaubern. Die vier jungen Musiker aus dem Süden der Republik brachten Walzerklänge in neuem Gewand, eine fetzige Mischung aus Volksmusik aber vor allem moderne Klänge in den Norden. Mit launigen Geschichten und selbstgeschriebenem Gedicht wurden die Werke eingebettet und dem aufmerksam lauschenden Publikum nahegebracht. Im Rahmen von „Share my music“ spielte Maxjoseph auch in der Grundschule  in Breitenfelde zwei Konzerte für die dritten und die vierten Klassen. Dabei ließen sie die Kinder an ihrer Musik teilhaben, indem sie zum Mitdenken und Mitmachen aufforderten und die Eigenheit der Instrumente vorstellten.  Die vier engagierten Musiker komponieren ihre Musik durchgehend selbst. Georg Unterholzer, Gitarre, Florian Mayrhofer, Tuba, Nathanael Turban, Geige und Andreas Winkler war die Spielfreude anzusehen und sie nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Reise – nicht nur in die Alpenregion. Beschwingt und mit guter Laune verließen alle nach zwei Zugaben und gut zwei Stunden das Konzert. Foto: Barbara Kliesch

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Klavierkonzert mit Jakob Büschking https://stiftung-herzogtum.de/2026/09/11/klavierkonzert-mit-jakob-bueschking/ Fri, 11 Sep 2026 06:26:45 +0000 https://stiftung-herzogtum.de/?p=14103 Mölln – Die Reihe der Akademiekonzerte der Stiftung Herzogtum Lauenburg wird am Freitag, 25. September um 19.30 Uhr mit dem Pianisten Jakob Büschking fortgesetzt. Das Konzert findet im Stadthauptmannshof an der Hauptstraße 150 in Mölln statt (barrierefreier Zugang). Das Publikum erwartet ein abwechslungsreiches Programm mit Werken von J.S. Bach, Ligeti, Chopin und Schubert.

Der Eintritt beträgt 20 Euro (Schüler/Studenten frei). Anmeldung bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg unter info@stiftung-herzogtum.de oder unter der Telefonnummer 04542/87000. Die Karten sind auch online erhältlich: https://shop.luebeck-ticket.de/luet/stiftung-herzogtum-kultursommer/.

Beschränkung und Befreiung: Dieser Gegensatz hat Komponisten zu ganz unterschiedlicher Musik inspiriert. Im Laufe des Konzerts wird erkundet, wie verschieden das klingen kann: vom Brechen bis zur Selbstauferlegung von Kompositionsregeln, von Verzweiflung und leidenschaftlichem Aufbegehren bis hin zur Erlösung.

Jakob Büschking ist in Ratzeburg aufgewachsen und erhielt Klavierunterricht u.a. bei Prof. Josef Anton Scherrer. Weitere Anregungen bekam er in Meisterkursen u.a. bei Prof. Manfred Aust und Elisabeth Leonskaja. Seit dem Wintersemester 2023/24 studiert er an der Hochschule für Musik Freiburg, seit dem Wintersemester 2024/25 zusätzlich im Nebenfach Musiktheorie.

In den Akademiekonzerten werden Solo-Konzerte oder Konzerte in kleiner Besetzung konzipiert, mit denen dem Publikum die Vielfalt klassischer Musik nähergebracht werden soll.

Foto: Daria Rese

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Natur – was nun? https://stiftung-herzogtum.de/2026/09/11/natur-was-nun/ Fri, 11 Sep 2026 06:15:32 +0000 https://stiftung-herzogtum.de/?p=14100 Herbstausstellung in der Stiftung Herzogtum Lauenburg

Mölln – In der Herbstausstellung der Stiftung Herzogtum Lauenburg werden Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Kreisgebiet gezeigt, die sich dem Einfluss des Menschen auf die Natur widmen. Die Vernissage findet am Sonntag, 20. September um 11.30 Uhr im Stadthauptmannshof an der Hauptstraße 150 in Mölln statt (der Zugang ist barrierefrei). Meinhard Füllner (Kreispräsident a.D.) führt in die Ausstellung ein. Für die musikalische Umrahmung sorgen Schülerinnen und Schüler der Kreismusikschule. Sie sind Preisträgerinnen und Preisträger des Musikschulwettbewerbs. Die von Antje Ladiges-Specht kuratierte Ausstellung läuft bis einschließlich 25. Oktober und ist samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr sowie während der Kulturnacht am 2. Oktober in der Zeit von 18 bis 23 Uhr geöffnet.

Zu den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern:

In ihren großformatigen Tierporträts arbeitet Florentine Kunze-Wolff aus Kollow fotorealistisch und mit gestochen scharfem Blick für Anatomie und Fellstruktur. Eine künstlerische Antwort auf die Frage, wie wir dem Tier heute begegnen.

Unter anderem mit großen realistischen und abstrakten Blumen-Installationen will Meinhard Füllner aus Pogeez einen Anreiz zur Diskussion über Natur-Kunst und menschengemachte Kunst geben.

Hilli Mann aus Groß Boden befasst sich mit Papierreliefarbeiten und verwendet dafür das japanische Washi-Papier. Die Farben mischt sie selbst an. Ihre Themen fokussieren sich immer mehr auf Umwelt und Natur.

Olga B. Runschke (Hamburg/Sirksfelde) konzentriert sich auf Zeichnungen in verschiedenen Techniken, auf transparenten Papieren, oft auf langen Bahnen oder auf kleineren Flächen. Die Motive sind Pflanzenteile, Bruchstücke, Strukturen, dazu auch kleine Lebewesen.

Mit ihren Bildern möchte die Nachwuchskünstlerin Yanxi Ding aus Geesthacht die Krise illustrieren, die beim Betrachten dieser vermeintlich schönen Natur allzu leicht vergessen wird.

Lange vor der Umweltbewegung der 1980er Jahre hat A. Paul Weber (1893-1980) in seinem zeichnerischen und lithografischen Werk oft satirisch vor der Vernichtung der Umwelt gewarnt. A. Paul Weber (1893-1980), Meister der satirischen Grafik, lebte bis zu seinem Tod im beschaulichen Groß-Schretstaken. Hier entwickelte er das Spektrum seiner Bilder weiter, erfasste menschliche Schwächen und Laster mit kritischem Blick in Darstellungen, die von grausig-grotesk bis ironisch und humorvoll reichten. Und während der Betrachtende eigene Erfahrungen erkennt und lachen möchte, schluckt dieser oftmals dieses Gefühl hinunter, erschrickt er doch bei dem nicht tadellosen Verhalten unserer Mitmenschen, das sich detailreich und mit spitzer Feder exakt abzeichnet. Unbequem, voller feiner Spitzen gegenüber menschlichem Tun, teils in in die große Welt der Tiere transferiert, erschreckend und klar – Weber gelang es wahrlich meisterhaft, seine Sicht in zeitlosen Grafiken darzustellen. Die hier gezeigten Bilder sind Leihgabe des A. Paul-Weber-Museums in Ratzeburg. Wir danken für die Überlassung für den Zeitraum der Ausstellung.

Das A. Paul-Weber-Museum befindet sich am Domhof 5 in Ratzeburg. Weitere Informationen erhalten Interessierte auf der Homepage www.apaulwebermuseum.de

Foto: Antje Ladiges-Specht

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Apfeltag auf der Streuobstwiese Ratzeburg https://stiftung-herzogtum.de/2026/09/03/apfeltag-auf-der-streuobstwiese-ratzeburg/ Thu, 03 Sep 2026 09:29:44 +0000 https://stiftung-herzogtum.de/?p=14088 Ratzeburg/Einhaus – Die Stiftung Herzogtum Lauenburg und ihre Kooperationspartner – die Stadt Ratzeburg, die Gemeinde Einhaus und die vielen Baumpatinnen und Baumpaten – laden am 19. September in der Zeit von 14.30 bis 16.30 Uhr zum Besuch der Streuobstwiese im Ortsteil Stüvkamp/Einhaus (Zuwegung über die Straße Hoffberg) ein. Beim Apfeltag können sich Kenner und Informationssuchende im Schatten von rund 700 Obstbäumen austauschen und selbstverständlich bis zum „Stopp“ durch einen Mitarbeiter die Obstvorräte auffüllen, in mitgebrachten Taschen, Eimern oder Körbchen sammeln – oder gleich vor Ort genießen. Eintritt und das Obst sind kostenlos, aber natürlich freuen sich die Ehrenamtlichen über eine kleine Spende. Auf den Anlagen und dem Redder wachsen 56 verschiedene Apfelsorten. Kennenlernen kann man beispielsweise Birnen, Kirschen, Quitten, hunderte Gehölze von ganz alten bis sehr jungen Pflaumen-, Kirschpflaumen- und Schlehensippen sowie Pfirsich, Kornelkirsche, Fliederbeere, Deutsche Mispel und Esskastanie.

Rund um die Streuobstwiese in Ratzeburg gibt es im Laufe des Gartenjahres viel zu tun. Dafür sucht die Stiftung Herzogtum Lauenburg ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die nicht nur an besonderen Terminen wie beim Apfeltag, sondern regelmäßig bei der Pflege der Streuobstwiese unterstützen möchten. Wer Interesse hat und mitmachen möchte, kann sich direkt bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg persönlich in der Hauptstraße 150, Mölln oder per Mail an info@stiftung-herzogtum.de sowie telefonisch unter 04542 – 8 70 00 melden.

Saftig, appetitlich, knackig: zahlreiche Apfelbäume hängen derzeit voller Früchte. Fotos: Oben Claire Goile / Sabine Riege

Im vergangenen Jahr zog der Ratzeburger Apfeltag viele Obstfans auf die Streuobstwiese.

Auch das Fallobst findet seine Bestimmung – selbstgemachtes Apfelmus oder Kompott schmecken besonders im Winter gut!

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Von Island inspiriert, von Mölln geliebt https://stiftung-herzogtum.de/2026/08/31/von-island-inspiriert-von-moelln-geliebt/ Mon, 31 Aug 2026 09:10:38 +0000 https://stiftung-herzogtum.de/?p=14080 65 gut gelaunte Gäste genossen im Stadthauptmannshof isländisch inspirierten Jazz

Mölln – Auch wenn die isländische Sängerin Hlín Pétursdóttir leider krankheitsbedingt ausfiel, konnte das Iris Kramer Quartett mit Mischa Schumann am Piano, Andris Meinig am Kontrabass sowie Anne Diedrichsen an den Drums im Möllner Stadthauptmannshof die Leichtigkeit Islands in die Eulenspiegelstadt bringen. Iris Kramer überzeugte dabei harmonisch zu den Mitstreitern durch ihr Spiel der Trompete und des Akkordeons. Gut zweieinhalb Stunden lang flirrten Melodien und Lieder, die von Blaubeeren bis hin zu Nordlichtern handelten, durch die alten Räume. In den meist selbst komponierten Stücken enthalten waren die Eckpunkte und Wegmarken Iris Kramers Leben, die durch kurzweilige Informationen über das Dasein auf Island, das unter anderem durch die große Anzahl von dort beheimateten kinderlieben Musikerinnen beeindruckt, ergänzt wurden – Musik, die das Publikum mitnimmt und von Geschichten erzählt: von wahren ebenso wie von erfundenen. Island ist dabei weit mehr als Inspirationsquelle: Seit dem Jahr 2000 ist die Insel die zweite Heimat von Iris Kramer, die dort im hohen Norden gelebt, gearbeitet und musiziert hat. Diese Erfahrung prägt die Musik des Quartetts – in Klang, Stimmung und Kompositionen. Zwei Zugaben begeisterten die Zuhörer, die den zeitgenössischen, emotionalen Jazz mit all seinen Klangfarben und klarer nordischer Prägung genossen hatten. Foto: Barbara Kliesch

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„Mein Dorf & seine Geschichte“ – Buchvorstellung vor vollem Haus https://stiftung-herzogtum.de/2026/08/26/mein-dorf-seine-geschichte-buchvorstellung-vor-vollem-haus/ Wed, 26 Aug 2026 06:52:07 +0000 https://stiftung-herzogtum.de/?p=14059 Mölln – Marie Nehls absolvierte bis Ende August ihr „Freiwilliges Kulturelles Jahr“ (kurz FKJ) in der in Mölln ansässigen Stiftung Herzogtum Lauenburg. Ein Jahr voller neuer Eindrücke und jeder Menge Arbeit im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und ein Jahr voller Engagement für das im FKJ anstehende eigene Projekt: Die 19-jährige Pantenerin hat über viele Monate aus eben diesem, einem ursprünglich kleinen FKJ-Projekt, etwas Großartiges und vielleicht im Bereich FKJ Einzigartiges erschaffen: ihr eigenes Buch. Am 22. August folgten über 80 junge sowie ältere Gäste der Einladung zur Buchvorstellung. Das Ziel, Jung und Alt zusammen zu bringen und die Geschichten aus insgesamt zehn Dörfern neu zu beleben, war erreicht, denn die Generationen zum Austausch zu bewegen, Geschichten ‚op n Dörpn‘ nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und die Dörfer bekannt zu machen, gelingt mit „Mein Dorf & seine Geschichte“ hervorragend. „Ich möchte, dass man sich auf dem Dorf wieder mit Namen begrüßt, die berühmte Tasse Kaffee über den Gartenzaun oder Dorffeste wieder mit dem Dorfleben verbindet. Das und die Gespräche – genau das ist es doch, was das Leben auf dem Dorf ausmacht!“ Möglich sei dies aber nur, so Marie Nehls, wenn alte Geschichten und neue Erfahrungen aufeinandertreffen und die Menschen sich wieder näherkommen würden. Sie hat alte Erzählungen und Fotos dem heutigen Leben auf dem Dorf gegenübergestellt und dabei, so Nehls, nur zehn Dörfer „geschafft“. Akribische Recherche im Kreisarchiv, Gespräche aufzeichnen – die junge, engagierte Menschen mit Alteingesessenen geführt haben, Fotos und Tafeln für die Gemeinden erstellen und dann noch die Grafik der Seiten – Marie Nehls hinterlässt mit diesem Engagement große Fußspuren in der Stiftung und konnte doch alle im Laufe der Monate gewachsenen Aufgaben bewältigt werden. „Maries Projekt hat uns sehr imponiert und begeistert. Unglaublich auch, wie viele Menschen heute hier sind und sich für das Thema interessieren, das Marie so toll umgesetzt hat!“, äußert sich Vizepräsidentin Barbara Kliesch angetan in ihrer Begrüßung der Gäste. Und auch Geschäftsführer Stefan Büngens ist sich sicher, dass das Thema des Buches und das dafür benötigte Zusammenspiel der Generationen den Nerv der Zeit treffen.

„Auf die Frage ‚Woher kommst du?‘ und meine Antwort ‚aus Panten‘ kommt meistens die Reaktion ‚Wo ist das denn?‘ oder ‚Und was gibt’s da?‘“, so Marie Nehls im Rahmen der Veranstaltung. Und genau dies habe sie dazu angeregt, genauer zu recherchieren – über den eigenen Wohnort und dessen Geschichten. Und genau hier festigte sich der Gedanke zur Projektarbeit. „Dorfgeschichte lebt nur weiter, wenn man sich miteinander austauscht – und genau das wünsche ich mir! Von Ihnen, die heute hier sind und von allen, die das Glück haben, in einem Dorf zu leben!“ Zumindest an diesem Nachmittag ging der Wunsch in Erfüllung, denn gemeinsam sprachen die Anwesenden über das Buch und die Geschichten von den Dörfern, über eigene Erlebnisse und Erfahrungen oder Wünsche für das gemeinsame Dorfleben. Beeindruckt zeigten sich auch die anwesenden Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die der Einladung gefolgt waren und voller Stolz die Ortstafeln entgegennahmen, die Marie für diesen Anlass erstellt hatte.

Das Buch ist nun bei Epubli sowie bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg erhältlich.

Fotos: Sabine Riege und Alexandra Nehls

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