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Kulturpreis

Kulturpreis für Claudia Bormann

Der Kulturpreis der Stiftung Herzogtum Lauenburg 2020 geht an die Künstlerin Claudia Bormann. Die Malerin nahm im Stadthauptmannshof pandemiebedingt vor wenigen geladenen Besuchern die Auszeichnung von Präsident Klaus Schlie und Vizepräsident Wolfgang Engelmann entgegen. Der Preis ist mit 2.000 Euro dotiert. Bormann hat sich mit ihren großformatigen Landschaftsbildern einen Namen gemacht.

Die Entscheidung über den Kulturpreis hatte eine fünfköpfige Jury getroffen. Jörg-Rüdiger Geschke, Kopf dieser Jury, hob in seiner Laudatio „die außerordentliche Qualität“ und das „überregionale Renommee“ von Claudia Bormanns Arbeit hervor. Dies seien für die Kunst wichtige Kriterien. Für den Kulturpreis der Stiftung Herzogtum Lauenburg gebe es aber noch zwei weitere: die regionale Verankerung und das gesellschaftliche Engagement. „Auch hier hat uns Frau Bormann überzeugt. Sie ist in der Region und für die Region tätig – sei es im Lauenburgischen Kunstverein, als Pädagogin am Möllner Gymnasium oder als Kunstvermittlerin im ‚Gleis 21‘ oder anderen Projekten für die Jugend.“

Dem Werk Bormanns widmete sich Elke Schweigart, stellvertretende Vorsitzende des Berufsverbandes Bildender Künstler, in einer weiteren Laudatio. „Ihre Bilder“, sagte sie, „verknüpfen die Illusion eines Landschaftseindrucks mit der Wahrnehmung reiner Malerei zu einem simultanen Erlebnis.“ Dieses Erlebnis sei in der Qualität ihrer Arbeit begründet. „Ihre Werke zeichnen eine enorme Strahlkraft aus. Sie begründen eine wichtige Position in der zeitgenössischen Malerei.“

Bormann lebt seit Mitte der 90er Jahre in Ratzeburg. Zu ihrer Vita gehören ein abgeschlossenes Studium an der Staatlichen Kunstakademie in Stuttgart sowie ein Studium der Kunst- und Literaturgeschichte an der Universität Stuttgart. Bis Ende der 90er Jahre hat sie ausschließlich als freischaffende Künstlerin gearbeitet. Seit 2000 ist sie zudem Lehrerin für Kunst am Marion-Dönhoff-Gymnasium. Für ihr Schaffen wurde sie unter anderem 2017 mit dem Publikumspreis des Berufsverbandes Bildender Künstler ausgezeichnet. 2016 kürte die Sparkasse Schleswig-Holstein eines ihrer Werke zum „Bild des Monats“.

Im Zuge der Kulturpreisverleihung zeichnete die Stiftung Herzogtum Lauenburg das Projekt „Beat and Dance 2020 – Begegnungen“ mit dem Förderpreis für Jugend und Kultur aus. Die Jury würdigte damit dessen herausragende Leistung im Rahmen des KulturSommers am Kanal 2020. Unter der Regie von Intendant Frank Düwel hatten die Musikerinnen und Musiker wegen der Pandemie ihre Kunst im Jugendzentrum Schwarzenbek aufgezeichnet und dann online als Videoclips präsentiert.

Freut sich über den Förderpreis für Jugend und Kultur: Das „Beat and Dance“-Team um Intendant Frank Düwel (l.).

Diese Entscheidung wurde ebenfalls von dem fünfköpfigen Jury-Team getroffen, dem neben dem Vorsitzenden Geschke die Musikpädagogin Dorothea Lemper-Görrissen, die Künstlerin Eva Ammermann, Peter Seibert von der Kreismusikschule sowie Wolfgang Engelmann, Vizepräsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg angehörten.

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Kulturknotenpunkt

Stiftung Herzogtum Lauenburg bleibt Kulturknotenpunkt

Mit der Ernennung zum Kulturknotenpunkt Südost durch das Land Schleswig-Holstein ist der Stiftung Herzogtum Lauenburg eine weitere strategische Weichenstellung für die kommenden fünf Jahre gelungen. Die Stiftung wird die damit verbundenen Aufgaben in gleichberechtigter Partnerschaft mit dem Kreis Stormarn übernehmen.

„Wir sind ausgesprochen froh, dass das Bildungsministerium dem Antrag entsprochen hat“, freut sich Stiftungspräsident Klaus Schlie. „Gerne möchte wir die eingeschlagenen Pfade weiter vertiefen. Das heißt: Wir wollen unsere Netzwerke ausbauen und im Zusammenspiel mit dem Kreis Stormarn kulturelle Events und Kulturschaffende in beiden Kreisen unterstützen.“

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg ist bereits seit 2016 als „Kulturknotenpunkt Mölln“ aktiv und kooperiert dafür mit dem Kreis Stormarn. Die Namensänderung hängt mit der Neuorganisation der Kulturknotenpunkte zusammen, die die Landesregierung zum 1. Januar 2021 vornimmt.

Ein Leuchtturmprojekt der Kulturknotenpunkt-Arbeit ist und bleibt die von der Stiftung Herzogtum Lauenburg initiierte Kultur auf Dorf-Tour, über die immer wieder Künstler für Konzerte und Aufführungen in den Gemeinschaftshäusern und Gemeindezentren Station machen. Höhepunkt der kreisübergreifenden Zusammenarbeit war 2017 die Aktion „Das beste Stück“, an der 16 Museen der Region beteiligt waren.

Wie Stiftungspräsident Klaus Schlie hofft auch Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz auf den Ausbau und die Vertiefung der Aktivitäten. „Gerade in diesen für die Kultur schwierigen Zeiten sind unsere Kulturabteilung und Institutionen wie die Stiftung aufgerufen, sich für Künstler und Kulturliebhaber ins Zeug zu legen“, so Görtz. Viele dieser Menschen seien mit sehr viel Idealismus unterwegs und haben nun wegen der Pandemie mit existenziellen Schwierigkeiten zu kämpfen.

Die Kulturabteilung des Kreises Stormarn tritt als Veranstalterin von Festivals, Ausstellungen, Vorträgen und Lesungen auf. Sie unterstützt die Volkshochschule und Fahrbücherei und kümmert sich um den Bereich Kultur und Schule. Darüber hinaus fungiert sie als Initiativ- und Ideengeberin, Beraterin und Netzwerkerin.

Die Stiftung Herzogtum Lauenburg ist seit mittlerweile mehr als anderthalb Jahrzehnten für die Kulturarbeit im Kreis Herzogtum Lauenburg zuständig. Grundlage dafür ist ein öffentlich-rechtlicher Vertrag. Ihren Sitz hat die Stiftung Herzogtum Lauenburg im Möllner Stadthauptmannshof.

Die Kulturknotenpunkte erhalten ab dem 1. Januar bis zum Jahr 2025 jährlich 20.000 Euro Förderung vom Land. Als Kulturknotenpunkt wurden neben Kulturknotenpunkt Südost (Region Herzogtum Lauenburg/Stormarn) der Kulturknotenpunkt Nordwest (Region Nordfriesland/Nordschleswig), Kulturknotenpunkt West (Region Dithmarschen/nördliches Steinburg), der Kulturknotenpunkt Südwest (Region Pinneberg/südliches Steinburg) sowie der Kulturknotenpunkt Ost (Region Plön/Ostholstein) ernannt.

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Stiftung Herzogtum Lauenburg

Kulturpreis wird verliehen

Wegen der Corona-Pandemie hat die Stiftung Herzogtum Lauenburg bis Ende des Monats sämtliche Veranstaltungen abgesagt. Einzig die Kulturpreisverleihung am Sonnabend, 14. November, findet statt. Allerdings in kleinerem Rahmen. Veranstaltungsort ist das Herrenhaus im Stadthauptmannshof. Ursprünglich sollte die Ehrung, um mehr Besucher zulassen zu können, im Robert-Koch-Park durchgeführt werden.

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Stiftung Herzogtum Lauenburg

Kein Reichstein, kein „Totholz ist Leben“

Die zweite Corona-Welle sorgt bei uns für weitere Absagen. So entfallen Professor Dr. Joachim Reichsteins Vorträge über „Ritzeraus Geschichte“ (27. Oktober/Ritzerau) und „Die neue Sehnsucht nach Heimat“ (3. November/Gülzow). Ebenfalls dem Virus zum „Oper“ fällt der Vortrag „Totholz ist Leben“ (29. Oktober/Schwarenzbek).

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Stiftung Herzogtum Lauenburg

Gauck-Vortrag abgesagt

Angesichts der rapide steigenden Covid-19-Infektionen hat die Stiftung Herzogtum Lauenburg den für Sonntag (1. November) geplanten Auftritt von Joachim Gauck in der Möllner Stadtwerke-Arena abgesagt. Der Vortrag des Bundespräsidenten a. D. zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung soll zu einem späteren Termin nachgeholt werden.

„Herr Gauck hat uns angeboten, im kommenden Jahr nach Mölln zu kommen“, so Klaus Schlie, Präsident der Stiftung Herzogtum Lauenburg. „Sobald der Termin fix ist, werden wir die Öffentlichkeit darüber informieren.“

Gauck wurde in Ostdeutschland geboren und lebte bis zur Wiedervereinigung in der DDR. Bundesweit bekannt wurde er zwischen 1990 und 200 als „Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die personenbezogenen Unterlagen des ehemaligen Staatssicherheitsdienstes“. 2012 wählte ihn die 15. Bundesversammlung zum Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland. Das Amt hatte er bis 2017 inne.

Foto: J. Denzel/S. Kugler

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Wissenschaft

Seminar für altdeutsche Schrift & „Talk in der Kulisse“ abgesagt

Das ist eine schlechte Nachricht für all jene, die sich die Lesekompetenz für historische Dokumente aneignen oder den Ausführungen über Kunst und Kunstwerk mit Gwendolin Fähser, Tatjana Karpouk und Stefan Kruse lauschen wollten.

Die gute Nachricht ist: Die Veranstaltung mit Möllns Stadtarchivar Christian Lopau und der Talk mit Lorenz Stellmacher soll nachgeholt werden. Die Termine stehen allerdings noch nicht fest. Die Infos gibt es, sobald dies der Fall ist.

Ebenfalls abgesagt sind unterdessen Professor Dr. Joachim Reichensteins Vorträge über „Ritzeraus Geschichte“ (27. Oktober) und „Die neue Sehnsucht nach Heimat“ (3. November).

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Stiftung Herzogtum Lauenburg

Kulturpreis-Verleihung im Robert-Koch-Park

Wer erhält den Kulturpreis 2020 und wird damit Nachfolger beziehungsweise Nachfolgerin von Ebrahim Sharghi? Das Geheimnis lüftet die Stiftung Herzogtum Lauenburg am Sonnabend, 14. November, im großen Saal des Robert-Koch-Parks (Mölln).

Wegen der in die Höhe schnellenden Corona-Zahlen steigt die Siegerehrung dort. „Gerne hätten wir die Veranstaltung bei uns im vertrauten Ambiente des Stadthauptmannshofes belassen“, sagt Andrea Funk, Geschäftsführerin der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Doch im Robert-Koch-Park sei es schlicht leichter, das geplante Hygiene-Konzept in die Tat umzusetzen.

Den Kulturpreisträger beziehungsweise die Kulturpreisträgerin bestimmt hat eine Jury, der mit Wolfgang Engelmann und Jörg-Rüdiger Geschke zwei Vorstandsmitglieder der Stiftung sowie die Bildende Künstlerin Eva Ammermann, die Pädagogin Dorothea Lemper-Görrissen und Kreismusikschulen-Leiter Peter Seibert angehörten.

Der Kulturpreis wird alle zwei Jahre von der Stiftung Herzogtum Lauenburg verliehen. Als Preisträger in Frage kommen Einzelpersonen, Gruppen oder Institutionen, die sich um die Kulturentwicklung im Kreis besonders verdient gemacht haben. Darüber hinaus vergibt die Stiftung einen „Förderpreis für Jugend und Kultur“. Ausgezeichnet werden können sowohl Einzelpersonen als auch Projekte. Die Altersgrenze liegt für Bewerber bei 27 Jahren.

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Streuobstwiese

Obsternte – die zweite!

Die Apfelernte auf der Streuobstwiese geht in die zweite Runde. Am Sonnabend, 3. Oktober, kann ein weiteres Mal gesammelt werden.

Bedingung dafür ist, dass sich Interessierte vorab anmelden. Möglich ist sowohl eine persönliche Anmeldung als auch eine telefonische Anmeldung. Der Empfang der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr besetzt und unter der Rufnummer 04542-87000 erreichbar.

Das Abernten der Äpfel erfolgt in drei Gruppen à maximal 25 Personen, die dafür jeweils eine Stunde Zeit haben. Gruppe 1 startet um 14 Uhr, Gruppe 2 um 15 Uhr, Gruppe 3 um 16 Uhr. Ein Gruppenwunsch ist bei der Anmeldung anzugeben. Die Höchsterntemenge beträgt 10 Liter pro Person. Gesammelt werden können neben Äpfeln auch Birnen, Quitten sowie weitere Sorten.

Die Apfelernte ist ausschließlich Erwachsenen vorbehalten. Auf der Wiese gilt die Abstandsregelung von 1,50 Meter. Eine Maskenpflicht besteht nicht. Die Apfelpflücker dürfen eine Trittleiter mit bis zu sechs Stufen dabei haben.

Die Streuobstwiese liegt in Ratzeburg im Ortsteil Stüvkamp/Einhaus.

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Stiftung Herzogtum Lauenburg

Schmausen unter freiem Himmel

Gute Nachricht für die Stiftung Herzogtum Lauenburg und für künftige Gäste des Herrenhauses im Stadthauptmannshof: Dank eines Ausbildungsprojektes des Berufsbildungszentrums Mölln (BBZ) und dank der Unterstützung diverser Firmen aus der Region gibt es in dem Gebäude nun neue Sanitäranlagen. Die Stiftung Herzogtum Lauenburg „revanchierte“ sich am vergangenen Montag mit einem gemeinsamen Mittagessen unter freiem Himmel.

Stiftungspräsident Klaus Schlie bedankte sich zu diesem Anlass für die breite Unterstützung. Ohne die Hilfe der Firmen und dem Engagement von Auszubildenden und Ausbildern wäre der Neubau der Toiletten nicht finanzierbar gewesen, stellte er klar.

Bei den Arbeiten angeleitet wurde der Handwerkernachwuchs von diversen Meistern, darunter Zimmerer- und Dachdecker-Meister Ulrich Fleischfresser sowie Tiefbauer Dennis Köpke. Unterstützung für das Projekt kam ferner von Elvert Sanitär, Pütter Gerüstbau, Malerei Ralf Klages, Tischlerei Gold, Luttermann Fliesen, Wasmund & Rosenkranz Gebäudetechnik. Den Einbau der Türen, der noch nicht abgeschlossen ist, übernimmt die Firma Urbock.

Die Arbeit leistete der Nachwuchs im Rahmen seiner überbetrieblichen Ausbildung. „Die Auszubildenden bekommen bei solchen Projekten Dinge beigebracht, die sie in ihrem Betrieb womöglich niemals machen würden“, so Markus Räth, Obermeister der Baugewerbe-Innung.

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Kultur

Endlich wieder Kunst & Kultur

Nach Abschluss des KulturSommers am Kanal startet die Stiftung Herzogtum Lauenburg ins zweite Veranstaltungshalbjahr. Endlich – nach den Lockerungen der Corona-Vorschriften – können wieder Konzerte, wissenschaftliche Vorträge und Veranstaltungen im Bereich Natur/Umwelt im gesamten Kreis angeboten werden. Allerdings legt die Stiftung das Halbjahresprogramm nur in digitaler Form vor, um auf mögliche Änderungen der Bestimmungen jederzeit reagieren zu können.

Die PDF-Datei finden Sie hier. Darüber hinaus wird an öffentlichen Stellen monatlich ein aktualisiertes Faltblatt ausgelegt.

Mit zwei Ausstellungen widmet sich die Stiftung zwei Möllner Künstlern: Die Herbstschau steht ganz im Zeichen des 80. Geburtstages des Bildhauers Hans-Werner Könecke. Seine Skulpturen aus Bronze und Holz sind in Norddeutschland im öffentlichen Raum zu finden. Dem Künstler gelingt es, in seinen Arbeiten den jeweiligen Ort des Schaffens mit dem künstlerischen Gehalt zu verknüpfen. Die Vernissage der Herbstschau steht am 6. September um 11.30 Uhr im Möllner Stadthauptmannshof auf dem Programm.

Die Ausstellung im Möllner Museum zeigt Skizzen von den Afrika-Reisen des Bildhauers Karlheinz Goedtke. Die bisher nicht veröffentlichten Zeichnungen stellen Tierbilder, Landschaften und Straßenszenen aus ostafrikanischen Ländern dar. Die Vernissage ist am 28. August um 19 Uhr.

Traditionell finden im Herbst auf der Streuobstwiese in Einhaus bei Ratzeburg der Pflaumen- und der Apfeltag statt. Der für den 22. August angekündigte Pflaumentag fällt leider kuirzfristig aus; der Apfeltag findet am 26. September statt.  Beide Veranstaltungen sind Festtage für die Freunde alter Obstsorten.

Der wissenschaftliche Bereich behandelt schwertpunktmäßig das Herzogtum Lauenburg. Der Möllner Stadtarchivar Christian Lopau widmet sich bei seinem Tagesseminar am 22. August geschichtlichen und kulturellen Aspekten der Stadt Mölln. Vorträge gibt es unter anderem zu Ergebnissen archäologischer Ausgrabungen in Artlenburg (Dr. Frank Andraschko am 22. September) und zur Geschichte Ritzeraus (Prof. Dr. Joachim Reichstein am 27. Oktober).

Musikalisch werden unterschiedliche Wege eingeschlagen: Das Rotenbek Trio ist am 7. November mit klassischer Gitarrenmusik am Start. Zu hören sind Kompositionen von Vivaldi und Piazzolla sowie von zeitgenössischen Komponisten wie Pujol, Leisner und Kindle. Die bereits im Kreis bekannte SingAlong-Band gestaltet am 29. Novemer einen adventlich-musikalischen Mitmachabend mit vielen Stimmen. Zum Jahresausklang zeigt die männliche A-Cappella-Gruppe „The Longest Johns“ aus Bristol am 5. Dezember, dass Shantys nicht verstaubt und langweilig sind, sondern jung und hip sein können.

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Streuobstwiese Umwelt und Natur

Kein Apfeltag!

Nach dem Pflaumentag muss die Stiftung Herzogtum Lauenburg nun auch den für den 26. September geplanten Apfeltag absagen. Immerhin: Wer will, kann am Sonnabend, 19. September, auf der Streuobstwiese Äpfel ernten.

Bedingung dafür ist, dass sich Interessierte vorab anmelden. Möglich ist sowohl eine persönliche Anmeldung als auch eine telefonische Anmeldung. Der Empfang der Stiftung Herzogtum Lauenburg ist montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr besetzt und unter der Rufnummer 04542-87000 erreichbar.

Das Abernten der Äpfel erfolgt in drei Gruppen à maximal 25 Personen, die dafür jeweils eine Stunde Zeit haben. Gruppe 1 startet um 14 Uhr, Gruppe 2 um 15 Uhr, Gruppe 3 um 16 Uhr. Ein Gruppenwunsch ist bei der Anmeldung anzugeben. Die Höchsterntemenge beträgt 10 Liter pro Person.

Die Apfelernte ist ausschließlich Erwachsenen vorbehalten. Auf der Wiese gilt die Abstandsregelung von 1,50 Meter. Eine Maskenpflicht besteht nicht. Die Apfelpflücker dürfen eine Trittleiter mit bis zu sechs Stufen dabei haben.

Die Streuobstwiese liegt in Ratzeburg im Ortsteil Stüvkamp/Einhaus.

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Streuobstwiese

Pflaumentag fällt aus

Eine traurige Botschaft gibt es für die Freunde des alljährlichen Pflaumentages auf der Streuobstwiese. Das Ereignis muss 2020 leider entfallen. „Zwei Frostnächte haben die Blüten vernichtet“, sagt Peter Schlottmann, Naturschutzbeauftragter der Stiftung Herzogtum Lauenburg. Ursprünglich war der Pflaumentag für Sonnabend, 22. August, angesetzt.

Schlottmann ist ein ausgewiesener Kenner der Obstbaukunde (Pomologie). Er hat die Streuobstwiese in zwei Forschungsfelder verwandelt. Die Flächen sind jeweils einen Hektar groß und liegen in Ratezeburg (Ortsteil Stüvkamp/Einhaus).

Es handelt sich um Biotope, wie sie in der heutigen Landschaft kaum noch vorzufinden sind. Der Großteil der Gehölze auf der Streuobstwiese kommt vor allem aus Schleswig-Holstein, Hamburg, Nordwestmecklenburg, Ost-, Mittel- und Süddeutschland sowie aus Polen, Österreich, Italien und Großbritannien.

Besser als bei den Pflaumen sieht es übrigens mit der Apfelernte aus. „Sie tragen in diesem Jahr gut“, sagt Experte Schlottmann. Dementsprechend steht dem diesjährigen Apfeltag am Sonnabend, 26. September nichts im Wege.

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Kultur

Open Air-Zeit im Stadthauptmannshof

Eine Bühne unter freiem Himmel bietet vom 1. bis 30. August die Stiftung Herzogtum Lauenburg an. Ziel ist es, den von Covid-19 gebeutelten Künstlern im Stadthauptmannshof eine Auftrittsmöglichkeit zu verschaffen. „Die Nutzung der Bühne ist kostenlos“, sagt Geschäftsführerin Andrea Funk. Auch Strom- und Wasserkosten übernimmt die Stiftung. Zudem gibt es vor Ort einen Ansprechpartner, der dem jeweiligen Veranstalter helfend zur Seite steht.

„Wir fungieren ausschließlich als Gastgeber“, erklärt Funk. „Konzerte von Musikern oder Vorstellungen von Schauspielern muss ein nicht-kommerzieller Veranstalter – beispielsweise ein Verein – organisieren. Selbstverständlich können sich die Künstler selbst so einen Veranstalter suchen.“ Events & Konzerte mit regionalen Künstlern werden im Zweifelsfall bevorzugt.

Pro Veranstaltung können bis zu 150 Besucher auf Stühlen Platz nehmen. Die Bühne wird vorm Herrenhaus des Stadthauptmannshofes stehen. Beleuchtung ist vorhanden. Eine Kostenübernahme für weiteres technisches Equipment sowie für die Fahrtkosten kann beantragt werden. Der Verein „Miteinander leben“ und dessen Kooperationspartner wie „Jazz in Ratzeburg“ stellen dafür Geld aus einem gemeinsamen Hilfsfonds – das Geld stammt unter anderem aus den Folksfest-Konzerten im Juni – zur Verfügung.

„Die Veranstalter verpflichten sich, das von uns entwickelte Hygienekonzept umzusetzen“, stellt Funk klar. Dazu gehört, dass Besucher, Musiker und Organisatoren Namen, Anschrift und Telefonnummer auf einem Datenblatt hinterlassen. Auf diese Weise sollen etwaige Corona-Ansteckungen durch die Gesundheitsbehörde nachverfolgt werden können. Zuständig ist der jeweilige Veranstalter auch für den Eintritt sowie für den Verkauf von Snacks und Getränken.

„Auch zum Proben können Chöre oder Theatergruppen die Bühne nutzen“, sagt Funk. Geübt werden dürfe zudem im Apfelgarten sowie im Innenhof des Stadthauptmannshofes. „Sofern sich die Ensembles an die Vorschriften des Gesundheitsamtes halten“, so die Geschäftsführerin.

„Wir wollen der Kultur eine Bühne bieten, die von allen möglichen Gruppen und Ensembles der unterschiedlichsten Genres genutzt werden kann“, sagt dazu Jörg-Rüdiger Geschke, Vorstandsmitglied der Stiftung und Initiator.

Wer Interesse hat, meldet sich bei der Stiftung Herzogtum Lauenburg, erreichbar unter Tel. 04542-87000 oder per Mail unter info@stiftung-herzogtum.de. Die Stiftung wird anhand der Anmeldungen einen Bühnenkalender erstellen.

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Kulturknotenpunkt

Finanzspritze für neue Projekte

Veranstaltungen ohne Abstandsregelungen und Ansteckungsgefahr bleiben wohl noch eine ganze Zeit ein frommer Wunsch. Dementsprechend spitzen sich die finanziellen Probleme vieler Kulturschaffenden weiter zu. Der Schleswig-Holsteinische Landtag hat deshalb vergangene Woche beschlossen, die KulturhilfeSH zu erweitern. Bis zum 31. August können hauptberufliche Künstler beim Landeskulturverband eine Projektförderung in Höhe von 2.500 Euro beantragen.

Vorzulegen sind ein Versicherungsbeleg der Künstlersozialkasse oder ein Dokument über die Mitgliedschaft in einem Berufsverband beziehungsweise ein adäquater Arbeitsnachweis. Die Antragsstellung ist online über den Link https://www.landeskulturverband-sh.de/2020/06/22/antrag-zur-foerderung-aus-dem-projektfonds-kulturhilfesh/ möglich.

Weiteres Geld für die Kultur gibt es auch vom Bund: Die Bundesregierung hatte vergangene Woche das bereits angekündigte Hilfspaket für die Kulturszene in Höhe von einer Milliarde Euro auf den Weg gebracht. Ziel Mit 250 Millionen Euro sollen Kultureinrichtungen bei der Umsetzung etwa von Hygienekonzepten, Online-Ticket-Systemen oder Belüftungssystemen geholfen werden. Bis zu 480 Millionen Euro sind vorgesehen, um Kulturschaffende aus der Kurzarbeit zu holen und ihr Wirken zu finanzieren. Für die Schaffung digitaler Angebote stehen 150 Millionen Euro bereit. Mit 100 Millionen sollen coronabedingte Einnahmeausfälle ausgeglichen werden. Einen Überblick über laufende Fördermöglichkeiten gibt der aktuelle Newsletter aus dem Landesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur.

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Kultur

Land gibt 33 Millionen Euro für Kulturschaffende

Nachdem wegen der Corona-Krise in den vergangenen Wochen von der Politik bereits einiges an Fördermöglichkeiten für Kulturschaffende auf den Weg gebracht wurde, hat die Landesregierung jetzt noch mal nachgelegt. Mit einem Soforthilfeprogramm in Höhe von 33 Millionen Euro will Schleswig-Holstein Kulturschaffenden wegen der Corona-Krise finanziell unter die Arme greifen. Das Angebot richtet sich an Kultur- und Bildungseinrichtungen, Künstler und Kreative, die aus dem bereits bestehenden Förderraster des Bundes und des Landes herausgefallen sind. Es gehe darum, die bewährten Strukturen der Kultur- und Bildungslandschaft zu bewahren, so Bildungsministerin Karin Prien (CDU) zur Begründung.

Antragsberechtigt sind laut Pressemitteilung des Bildungsministeriums neben öffentlich-rechtlichen Einrichtungen auch „ehrenamtlich getragene Kulturpartner“. In dem Papier macht die Ministerin aber auch unmissverständlich klar, dass es eine finanzielle Unterstützung nur dann gibt, „wenn andere staatliche Hilfsangebote nicht greifen“.

Förderanträge können nun auch Kultur- und Bildungseinrichtungen mit bis zu 50 Beschäftigen stellen. Bis 30.000 Euro können im Einzelfall ausgezahlt werden. Diese Kompensation von Einnahmeeinbußen muss sich allerdings über den Zeitraum von drei Monaten erstrecken. An den Förderrichtlinien und den Antragsformularen arbeite das Land „mit Hochdruck“, betont Prien.

Zwei Millionen Euro überweist die Landesregierung zudem an den #KulturhilfefondsSH. Eine einmalige Zuwendung in Höhe von 850.000 Euro erhält zudem die Filmfördergesellschaft Hamburg-Schleswig-Holstein. Mit dem Geld sollen die Kinos gestärkt und ein Sonderprogramm für Produzenten, Autoren und Regie aufgelegt werden. Darüber hinaus investiert das Land in die digitalen Vermittlungsangebote im Kultur- und Weiterbildungsbereich. Fünf Millionen Euro stellt das Land dafür zur Verfügung.

Was für Förderprogramme gibt es sonst?

  1. Die von der Bundesregierung auf den Weg gebrachte Corona-Soforthilfe für Soloselbständige und kleine Unternehmen in Höhe von insgesamt bis zu 50 Milliarden Euro. Kinos, Musikclubs oder Künstlerateliers können über diesen Fördertopf eine Finanzspritze für ihre laufenden Betriebskosten beantragen. Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern erhalten 9.000 Euro, Unternehmen mit bis zu zehn Mitarbeitern 15.000 Euro. Zum Antrag geht es hier.
  2. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit finanzielle Engpässe über Kredite zu überbrücken. Das Geld dafür stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Anträge sind schon jetzt über die jeweilige Hausbank möglich.
  3. Auch das Land Schleswig-Holstein versucht Kreativen und Künstlern unter die Arme zu greifen. Ein von der Landesregierung auf den Weg gebrachtes Soforthilfeprogramm von 100 Millionen Euro richtet sich an Freiberufler, Selbständige, Unternehmen und ausdrücklich auch an Kulturschaffende. Die Einzelheiten sollen am morgigen Freitag (27. März) vom Kabinett beschlossen und der Öffentlichkeit präsentiert werden.
  4. Speziell um Hilfe für Künstler und Freischaffende bemüht sich der Landeskulturverband Schleswig-Holstein (LKV). Unter #KulturhilfeSH hat der LKV einen Nothilfefonds für Künstler und Freischaffende der Kulturwirtschaft ins Leben gerufen. Wer den Nothilfefonds in Anspruch nehmen möchte, findet unter https://www.landeskulturverband-sh.de/category/kulturhilfesh/ die Auszahlungsbedingungen. Kontakt per Mail gibt es unter kulturhilfe@landeskulturverband.de.

Welche Hilfen, Fördermöglichkeiten und finanzielle Erleichterungen gibt es für kleine Unternehmen?

  1. Die Unternehmen können ihre Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken.
  2. Das Finanzamt stundet bis Ende 2020 Steuerschulden, sofern ein Unternehmen vom Coronavirus betroffen ist. Zudem können die Steuervorauszahlungen an die aktuelle Lage angepasst werden. Auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge wird verzichtet.
  3. Unternehmen, die Abgaben an die Künstlersozialkasse zahlen, können ihre Vorauszahlungen senken.

Welche Hilfen, Fördermöglichkeiten und finanzielle Erleichterungen gibt es für Soloselbständige?

  1.  Die Bundesregierung hat den Zugang zur sozialen Grundsicherung erleichtert. So bleibt beispielsweise das Vermögen von Soloselbständigen ein halbes Jahr lang unberücksichtigt. Ferner sollen sie in ihrer Wohnung bleiben können. Zudem wird der Zugang zu Kinderzuschlägen erleichtert.
  2. Versicherte können der Künstlersozialkasse die geänderte Einkommenserwartung melden. Die Beiträge werden dementsprechend angepasst. Bei akuten Zahlungsschwierigkeiten sind auch Zahlungserleichterungen möglich.
  3. Mit Berufsverbot belegte Selbständige und Freiberufler können beim Gesundheitsamt eine Entschädigung erhalten. Grundlage dafür ist Paragraf 56 des Infektionsschutzgesetzes (IfSG). Ansprechpartner finden Sie hier.

Welche finanziellen Erleichterungen gibt es sonst noch?

  1. Bei der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten können Inhaber eines Wahrnehmungsvertrags aus der freien Szene eine einmalige Soforthilfe in Höhe von 250 Euro beantragen. Voraussetzung ist, dass ein Autor beispielsweise eine virusbedingte Veranstaltungsabsage und damit einen Honorarausfall hinnehmen musste. Infos dazu unter https://www.gvl.de/coronahilfe.
  2. Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte – kurz GEMA – will für individuelle Härtefälle Übergangshilfen gewähren. Dafür stellt sie bis zu 40 Millionen Euro zur Verfügung. Betriebe, die aufgrund behördlicher Anweisung vorerst geschlossen sind, zahlen keine GEMA-Vergütungen. Infos und Antragsformulare unter https://www.gema.de/musiknutzer/coronavirus-musiknutzer/. Darüber hinaus entfallen für die Zeit der behördlich angeordneten Schließung von Betrieben deren GEMA-Vergütungen.